Wir brauchen einen Krieg!

Gerne lassen die Kritiker der EZB-Geldpolitik unerwähnt, dass 40 Prozent der erwachsenen Deutschen gar kein nennenswertes Vermögen haben. Fast nirgends in den entwickelten Volkswirtschaften gibt es einen so hohen Anteil an Menschen, die nicht sparen und damit auch keine private Altersvorsorge betreiben. Mag sein, dass viele auch deshalb wenig oder gar nicht sparen, weil wir einen starken Sozialstaat haben. …

Die meisten jedoch können nicht sparen, weil sie durch geringe Löhne und die zu leistenden Steuern und Abgaben gezwungen sind, ihr gesamtes verfügbares Einkommen für das tägliche Leben aufzuwenden. Diesen Menschen ist es ziemlich egal, ob die Zinsen bei null Prozent oder zehn Prozent liegen. Denn wer nichts Erspartes hat, kann auch nicht von Zinsen profitieren.

https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/gastkommentar-top-oekonom-widerspricht-ezb-kritikern-der-deutsche-sparer-gehoert-zu-den-gewinnern_id_11114977.html?utm_source=pocket-newtab

Der Herr Fratscher ist eine Flachpfeife. Wer nichts Erspartes hat, der hat sich wahrscheinlich Geld geliehen. In diesem Fall ist die Höhe der Zinsen für ihn für einigem Interesse. 

Gar mancher, der sich jetzt ein Haus finanziert, weil das billiger ist als die Miete, wird in 10 Jahren recht betroffen aus der Wäsche schauen, sind die Zinsen dann wieder in alte Höhen geklettert. Generell kann man sagen, dass die aktuelle Lage jenen in die Hände spielt, denen die gute Fee kein 20-teiliges goldenes Essbesteck in die Wiege gelegt hat. 

Es wird also nicht ewig so bleiben, diese Bevorzugung der Armen zugunsten der Reichen ist schliesslich doch geradezu widernatürlich, ein Verstoss gegen die Ordnung, die immer galt. Diese Situation schreit nach einem Krieg.