Guess what just arrived!

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A masterpiece of design and devotion as a fan. And now completely useless. Guess I will keep it as a memorabilia. At least until that odor is gone.

 

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Ich bin nicht Seppo

Der Besitzer des Hauses in der Labacher Strasse 41 lobt, da bin ich gewiss, stets die ruhige Lage seines Hauses, dessen nächster Nachbar zur rechten die Hausnummer 39, zur linken aber ein Bauernhof anderthalb Kilometer entfernt ist. Für mich warf diese Lage aber eine Frage auf, die ich telefonisch umgehend Shajenne stellte: „Kann es sein, teure Freundin, dass Du bei der Erfassung des Auftrages nicht die Labacher Strasse 113 meintest, die in dieser Raumzeitdimension nicht existiert, sondern vielleicht die Dahlbacher Strasse 113?“ „Upsi, ja, die wollte ich doch aufschreiben.“

Die Frage, die sich daraus ergibt, ist weniger die, warum sie es dann nicht tat, sondern warum ich jetzt schreibe wie Seppo. Denn niemals nenne ich jemanden und schon gar nicht Shajenne „liebe Freundin“, eher Idiotin, Flachpfeife oder Schwachmaatin, im Falle äussersten Missfallens sogar Frau. Tue ich es auch nicht jener Mitbürgerin ins Gesicht, so nenne ich sie doch mir gegenüber so, Teil einer Weltsicht, die Aussenstehenden negativ erscheinen könnte.

Sie dient natürlich dem Zweck, mich mir selbst gegenüber weniger hilflos und unfähig erscheinen zu lassen. Zugleich entspricht sie Erfahrungen aus einer Jugend, in der ich mit nichts anderem glänzen konnte, als einem fragwürdigen Humor und einem lebhaften Interesse an exotischer Literatur, einem Interesse, das mich seither vom Ctulhu-Kult bis zum Tanis-Podcast geführt hat. Damen, das habe ich bei dieser Gelegenheit gelernt, sind mit beidem nicht zu beeindrucken.

http://textsfromsilas.tumblr.com/post/149972100130

Überhaupt sah ich im Leben manches, einmal auch wie eine Kogge gebaut wurde, eine Pyramide in Fürth und den Arc de Triomphe in Paris, jedoch eigentlich nie Liebe und Respekt, jedenfalls nicht für mich.

Was in dieser Sache nun Huhn und was Ei ist, kann ich nicht sagen. War ich von Geburt an so? Wahrscheinlich. Oder wurde ich es, während ich nicht erfuhr, was mir Bedürfnis war? Auch möglich. In meiner Erinnerung ist meine Mutter niemand, der mit seinen Gefühlen hausieren ging. Da war sie anders als ich, jemand wie Shadow Moon in Gaimans „American Gods“:

ShadowMoon

https://www.amazon.de/American-Gods-Tenth-Anniversary-Novel/dp/0062472100/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1491896802&sr=8-1&keywords=american+gods

https://www.thalia.de/shop/home/suchartikel/american_gods/neil_gaiman/EAN9783847905875/ID40803643.html

http://hanseschiff-luebeck.de/startseite/

http://www.pyramide.de

Don’t Panic!

Das Huawei P8 Lite bietet eine Einstellung für wechselnde Sperrbildschirme. Jedes Mal, wenn ich die Start-Taste drücke, sehe ich also ein Bild aus einer von mir vorgegebenen Auswahl, das ich zur Seite schieben muss, um in meinem e-book weiterzulesen, zu surfen oder sogar zu telefonieren.

Diese Sperrbildschirme (bei Huawei „Titelblätter“) sind eine Auswahl von Fotos verschiedener Orte, die ich im Dienst der Illinois Electro Door besucht habe, eines meiner alten Aprilia Sportcity, ein Ausschnitt aus einem Gemälde von Francois Bellec und einige Bilder zu den Serien, mit denen ich mich verbunden fühle.

Da ist ein Bild jenes beliebten Reiseführers „Per Anhalter durch die Galaxis“, eines einer latent aggressiv wirkenden jungen Dame mit einem verflixt spitzen Holzpflock, eines einer anderen jungen Dame mit einer Kaffee-Tasse, die aussieht wie die Tardis des Dr. Who, und das Wappen der Bildungseinrichtung, die sie besucht.

Da ist auch ein Bild dreier chinesischer Münzen, die für das I Ging stehen, und eines von Freund dem Kater. Es erinnert mich an seine Liebe und Anhänglichkeit, daran, dass es jemanden gab, der mich lieben konnte, und zunehmend daran, dass Paula mich angelogen hat, mich anlügt und mich immer anlügen wird. Sie lügt, wenn sie mir sagt, dass ich nicht geliebt werden kann. Sie lügt, wenn sie sagt, dass ich in jeder anderen Firma umgehend wieder entlassen werde.

Ich habe vor der Illinois Electro Door in anderen Unternehmen gearbeitet, ich habe parallel dazu in anderen Unternehmen gearbeitet und tue es auch jetzt. Und wenn mich die Menschen auch sonderbar finden, so liege ich doch offensichtlich noch innerhalb gewisser Parameter und kann Fehlendes durch Fähigkeiten und Einstellung ausgleichen.

Irgendjemand hat da tödliche Angst vor Veränderung und Einsamkeit und vor jeder Veränderung. Ob das Leben, das Universum und ich darauf immer Rücksicht nehmen können?

 p8l

Semester-Beginn 15.09.

Am 15.09. beginnt das neue Semester an der Silas-University. Alle eingeschriebenen Studenten und Dozenten melden sich umgehend beim Dean und danach in der Waffenkammer. Ich freu mich wie ein Schnitzel.

Und bis dahin:

https://www.wattpad.com/myworks/54558306-librarians-vs-vampires

Ich habe gerade erst schlappe 169 Leser, ganz sicher nicht wegen meiner Literatur-Nobelpreis-würdigen Schreibweise.

Lola Perry, Dean of the Silas University

LolyPerryDean (1)

LolyPerryDean (2)

Ermutigt von der Ansprache der neuen Dekanin der Silas-Universität über Geduld als Tugend warf ich wieder die Münzen. Das I Ging gab mir das Bild 58 – Dui. Dabei liegt mir Heiterkeit doch jederzeit so fern und ganz sicher nach einer sechs Stunden langen Schicht im Dienst der Pizzeria Il Cazzo. Und doch irren sich die alten, toten, namenlosen Chinesen so selten und sind immer gut für einen anderen Blickwinkel auf ein Problem oder eine Situation.

Doch was sollte mich nun zur Heiterkeit beflügeln? Weder der Zustand unserer Finanzen noch der von Paulas Psyche oder gar der des Fahrersitzes eines gewissen kinderkotzegrünen Toyota Starlet sind von einer Art, die mich an Regenbögen und Pfefferminzschokolade denken lassen. Aber vielleicht will mir mein untoter Braintrust auch nur nahelegen, trotzdem entspannt und heiter zu bleiben, weil er ein Happy End vorhersieht.

Im Gegensatz zur Populärkultur verstehen sie diesen Zustand aber nicht als Existenz-, sondern nur als Übergangsform. Schlechten Zeiten begegnen sie übrigens mit dem gleichen Ansatz, so eine Wellentheorie der menschlichen Existenz entwerfend, bevor es irgendeine Wellentheorie gab.

Ms. Perry erweiterte auch mein Verständnis für die Bedeutung von Macht und Ohnmacht in Paulas Verhalten, so meine Macht weiter stärkend, die durch meine Rolle als Verdiener schon zugenommen hatte. Doch ist es nun ein „Happy End“, wenn ich mich ihr gewachsen (oder gar überlegen) fühle oder wenn ich mich auf eine andere Weise von ihr befreie?

Zudem fehlt mir die Möglichkeit, durch eine Beschwörung Tote auferstehen zu lassen, um mir so eine neue Familie zu schaffen. Die Dekanin hat da mehr und andere Möglichkeiten.