Fehler-Kaskaden und halbe Defekte

Mit höchstens 20 km/h strebe ich auf La Mosca den Berghang hinauf. Wieso die Geschwindigkeit an dieser Stelle so mässig ist, darüber hatte ich im Lauf der Zeit verschiedene Theorien. Der Herr Schrammel tippt auf die Gewichte, deren Unversehrtheit aber der jüngere Lenoire behauptete, bevor er dem Wahnsinn verfiel. 

Doch stellen wir uns einmal folgende Abfolge von Ereignissen vor: ich beförderte mein Vehikel vor einem Jahr in seine Werkstatt, um einen Fehler beheben zu lassen. Dies, vielleicht eine falsche Einstellung der Ventile, sei uns der Fehler 1

Er könnte ihn behoben haben, merkte es aber nicht, weil inzwischen Fehler 2 auftrat, ein defekter Bremssattel vorne. So etwas behindert den Vortrieb in nicht unerheblicher Weise. Als er dann durchdrehte, mag es sein, dass er bei der Rekonstruktion des Rollers nicht mehr die gebotene Sorgfalt hat walten lassen. Das könnte dann Fehler 3 verursacht haben, als da sind falsch installierte oder defekte Gewichte oder ein mangelhaft angeschlossener Schlauch.  

Wir wissen jetzt nicht, ob das stimmt, jedenfalls nicht, bevor der Herr Schrammel oder ein anderer, ähnlich Todesmutiger ins Innere des Rollers vorstösst. Aber solche Fehler-Kaskaden sind tatsächlich nicht ungewöhnlich. Als einzige Voraussetzung braucht es dazu jemanden, der die Übersicht verliert, und jemanden, der ihn nicht aufhält. 

Dass kann bei Schiffen, Atomkraftwerken und ähnlichen Fahrzeugen und Vorrichtungen Konsequenzen haben, die weit über das Empfinden eines Potenz-Defizites hinaus gehen, das ich da am Berg habe. 

Oder aber die CDI meines Vehikels ist halb-defekt wie es Elektroniken manchmal sind. Dann ginge sie unter bestimmten physikalischen Bedingungen leidlich und unter anderen unleidlich. 

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KSR 50

Die Defizite meiner getreuen Zhongshen addierend beschloss Paula, ich bedürfte eines neuen Fahrzeugs. Dem Gedanken stand ich nicht völlig ablehnend gegenüber. Sie fand ein geeignetes in einem Dorf in Sichtweite jenes grossen Flusses, den schon Gaius Iulius erwähnte. 

Dieses Dorf befand sich zu meiner Begeisterung ganz in der Nähe eines anderen, in dem der Ex-Kollege Schrammel lebt. Der hat einen Transporter und äusserte zu meiner Überraschung auch noch die Bereitschaft, den Roller zu reparieren. Denn die Kiste sah auf den Fotos sehr gut aus, sollte aber einen Kolbenfresser haben. 

Als wir dann dort anlangten, wir drei, sah die Sache anders aus. Der Roller wirkte, als hätte ihn ein Blinder auseinander- und wieder zusammengeschraubt, die Gabel hatte einen Lagerschaden, der Ansaugstutzen fehlte, und das alles noch zu dem Kolbenfresser. 

Die drei eher harmlos wirkenden jungen Leute, die versuchten, ihn zu verkaufen, hatten noch vier Maschinen in verschiedenen Zuständen des Verfalls in einem Carport stehen und einen Panzer im Vorgarten. Dies schien mir ausgesprochen nützlich. Denn wer weiss schon, wann es Streit mit den Nachbarn um die Länge der Grashalme im Vorgarten gibt. Da wäre es doch herzlich doof, hätte man nicht einen Panzer zur Hand. 

Ich war dagegen, den Roller zu kaufen, befürchtete ich doch, Schrammel bei weitem zuviel Arbeit aufzubürden. Der allerdings war ungefähr aus diesem Grund dafür, das Ding für 100 Ecu statt der ausgelobten 300 zu erwerben. Paula war aus welchen Gründen auch immer meiner Meinung. 

Der Herr Schrammel aber ist Verkäufer. Er weiss, wie er etwas erreichen kann. In diesem Fall lud er uns zu einer Rostwurst auf dem Springturnier um die Ecke ein. Ich beobachtete seine Vorgehensweise genau. Schliesslich ist er in Leben und Beruf ja bei weitem erfolgreicher als ich. Am Ende kauften wir das Ding also doch, allerdings für 50 Ecu. Er wird es jetzt zerlegen und ermitteln, ob sich eine Reparatur lohnt. 

 

Manche, sagt man, sind verflucht

Filme wie dieser: https://de.xhamster.com/videos/bbw-nude-pizza-delivery-8656728?pb= verführen junge, rechtschaffene Männer und auch einige Frauen dazu, sich jenen moralisch verkommenen Subjekten zu verpflichten, die Pizzerien besitzen und für sie Flachkuchen und Teigwaren neapolitanischer Art auszuliefern.

Ich weiss um die traurige Realität. In all den Jahren hat mir noch nie eine die Türe nackig aufgemacht. Aber trotzdem steige ich an fast jedem Wochenende in ein klappriges Auto und mache mich auf den Weg.

An manchen Tagen kann ich mir neuerdings, vorstellen, meiner Haupttätigkeit zu entsagen, um lange zu schlafen und im Bett die Nachrichten zu lesen und zu frühstücken. Aber ich würde trotzdem zwei- bis viermal die Woche mit einem Kofferraum voll fertiger Speisen und einem Handy voller Podcasts losziehen.

Dabei triebe mich zum einen die Versorgung meiner selbst mit Nahrung, erhält ein Fahrer doch zu seinem Gehalt noch eine gratis Mahlzeit, zum anderen die Beschaffung von Geld. Denn dann würde ich meinen Motorroller alle 24 Monate austauschen und in schöner Regelmässigkeit mal in die Hauptstadt, mal anders wohin fahren.

Das aber täte ich schön alleine. Meine Erfahrung rät dazu. Meine Lebenssituation ist aber in jeder Weise eine andere. Von der Rente bin ich noch weit weg, und alleine bin ich auch nicht.

Ich hab’s ganz allein gemacht

Also, den Öl-Wechsel an La Mosca, der viergetakteten, den habe ich ganz alleine hingekriegt und zwar ohne eine einzige Panik-Attacke. Aber der Öl-Filter sieht aus, als hätte er sich mit drei betrunkenen Russen angelegt. Ganz verdreht ist er. Ein neuer kostet aber nur ein paar Ecu.

https://www.ebay.de/itm/Ersatz-Olfilter-50ccm-4Takt-Piaggio-Fly-ZAPC442-LBMC445-Piaggio-Motor-/172142738858

In den Sonnenuntergang reiten – für Fortgeschrittene

Gerne stelle ich mir vor, nach einigen geschickten Vorbereitungen eines Morgens La Mosca zu besteigen, um vorgeblich meiner Arbeit zuzustreben, statt dessen aber den Roller auf dem Parkplatz vor meiner Arbeitsstelle auf einen gemieteten Kleintransporter zu verladen.

Irgendwo auf einem Rastplatz würde ich meine Sim-Karte wechseln, so unerreichbar werdend und alle für mich unerreichbar machend, derer ich überdrüssig bin. Ein Auswanderer wäre ich so in einer neuen Welt, die ich selbst schüfe, ihren Eingeborenen frei begegnend, da ich selbst frei wäre.

Unweigerlich holte mich aber mein früheres Leben ein, wenn die Bausparkasse an meine Türe klopfte und Tilgung und Zinsen für das Haus forderte, in dem zu wohnen ich mich weigerte, verweigerte ich mich doch dem Menschen, der dort wohnte. Auch Versicherungen und Finanzämter sind findig, wenn es darum geht, ihre Schuldner zu finden.

Maniac hat bereits beantragt, dass ich seine Handy-Nummer in diesem Fall nicht aus meinem Speicher lösche.

Lucky Luke hatte es damals einfacher. Er allerdings lebte ja auch unbeweibt und schuldenfrei.