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Schick is scho

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Orientierungslos werkele ich an einem Samsung S5230, das ich für Paulas Busenfreundin verkaufen soll. Tatsächlich habe ich diese Aufgabe nur übernommen, um an diesem Stück Hard- und Software herum spielen zu können. Prinzipiell gehört das Handy offensichtlich in die gleiche halbgetakelte Klasse wie das Motorola Wilder und die Nokia Ashas, Artefakte aus einer Zeit des Übergangs vom Mobiltelefon mit Tasten zum Smartphone.

In dieser Klasse gibt es einige Modelle, deren Hardware wlan und deren Betriebssystem Whatsapp unterstützt, ein Programm, das dieser Tage nun einmal die „Killer-App“ ist. Dazu gehören eine Reihe von Nokias wie mein treues Asha 309 und seine Geschwister-Typen 310, 311, 500, 501 und 503. Einige andere Typen aus der Asha-Serie haben zwar kein wlan, bieten aber immerhin noch Whatsapp. Mit einer hinlänglich grossen Datenflat oder einem hinlänglich kleinen Mitteilungsbedürfnis kommt man also auch mit den Typen 230, 305, 306 und 308 noch recht gut zurecht.

Dann gibt es einige Samsung-Modelle wie das Star 2, Star 3, Corby 2, Rex 70, Rex 80 und Rex 90, die zwar wlan bieten, den Benutzer bei der Kommunikation aber nur zwischen e-mail, Facebook und Twitter wählen lassen. Ganz unten, weil weder mit wlan noch Whatsapp gerüstet, rangieren schliesslich Geräte wie das Motorola Wilder mit dem exotischen Betriebssystem Brew, das Samsung Corby, das Rex 60 und sein Vorgänger, das Star, das ich gerade planlos erfolgreich wieder belebt habe. Während ich mit der anderen Hand Kunden-Anfragen nach Ersatzteile für Antriebe aus den späten 70er Jahren beantwortet habe, ist es mir jetzt tatsächlich gelungen, einen anderen Bildschirmhintergrund einzustellen, das Betreiber-Logo auf dem Display zu verschieben und Zeit und Datum zu aktualisieren.

Gedacht wurde bei der Entwicklung des Star ganz anders als beim Asha. Ich muss es über eine Taste rechts am Gehäuse aktivieren. Das kann ich beim Nokia 309 zwar auch, tue es aber fast immer über die Auflegen-Taste auf der Vorderseite. Das geht beim Star für eine bestimmte Zeit auch, dann aber wird diese Funktion tatsächlich hörbar abgeschaltet. Wo mein Asha dann einen nach rechts (für Linkshänder nach links) zu verschiebenden Screensaver hat, sehe ich bei diesem Teil nur behindert von einer Sperrfunktion schon auf den Bildschirmhintergrund.

Habe ich sie deaktiviert, sind unten drei Felder für das Tastenfeld, das Telefonbuch und das Menü und links eine ausklappbare Leiste mit Widgets. Beim Asha habe ich direkt die Icons der verschiedenen Apps vor mir, die ich mir nach Häufigkeit der Benutzung selbst auf dem Start-Bildschirm sortieren oder auch auf einen zweiten Bildschirm verschieben kann. Auf einem dritten Bildschirm habe ich ein Programm aus einer kleinen Auswahl im Hintergrund bereit stehen.

Die Installation zusätzlicher Apps kann beim Nokia Asha per Kabel vom PC erfolgen. Hier wird einfach das Programm auf die Speicherkarte kopiert und danach vom Handy selbstständig gefunden. Beim Samsung habe ich keine Installation versucht. Es war kein passendes Datenkabel dabei, und die Beschreibung, die ich im Internet fand, schien mir befremdlich: „Lade dieses Programm herunter. Lade dieses Program herunter. Rezitiere den dritten Gesang des Zdynok Barshat über die zweite Hölle. Mach ein Java-Update. Gib als Master Passwort die #9072641# ein. Verbrenne nun Weihrauch für Herrn Buddha – Schon fertig.“

Dafür wirkt das Star im Vergleich zum Asha relativ elegant und kann mit Smart Touch bedient werden. Dabei wird dann ein Zeichen mit dem Finger auf den Touch Screen gemalt, um das Star zu entsperren. In Verbindung mit dem Mangel an GPS, Whatsapp und dem niedrigen Preis bei e-bay und in den Kleinanzeigen scheint mir dieses Telefon in besonderer Weise drogenhändlertauglich, speziell wenn mit den kostenlosen Sim-Karten von O2, Vodafone, Lebara und Lycamobile kombiniert.

Eine von denen ersetzt der Busenfreundin jetzt meine Zweit-Congstar-Vertrags-Sim-Karte. Denn in einem lichten Moment ergoogelte ich mir, dass ich den Vertrag zwar Paula, aber nicht ihr übertragen dürfte. Damit entfiel eine der wesentlichen Bedingungen für diese Kombination, und ich wurde in diesem Punkt ihrer frei.

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Der Butler in der S-Bahn

Das treue Nokia Asha 309 verbindet sich mit immer weniger Wlan-Netzen in Hotels, Systemgastronomien und öffentlichen Fortbewegungsmitteln. Da werden Sicherheitsabfragen gestellt, die es einfach nicht versteht, weil die dafür notwendigen Updates nicht mehr stattfinden.

Das Iphone 5 im Corporate-Identity-Bumper hat dieses Problem nicht, ist aber mit der Aufgabe gefordert, eine S-Bahn-Fahrt von 47 Minuten Dauer mit der Vorführung eines Hörspieles („Memoiren eines Butlers“, Bernd Grashoff, 1963) abzudecken, so der Akku nicht vorher voll aufgeladen oder durch einen externen Akku ergänzt wurde.

Bei der Routenplanung im Nahbereich ist dann die Internet-Seite, die das Nokia über den datensparenden Browser Opera Mini ansteuert, der mit dem Iphone ausgelieferten Software um ungefähr 200 m überlegen. Das erfahre ich, nachdem ich hin dem Vorschlag von routenplanung.de gefolgt bin, zurück aber dem des IOS, das allerdings auch nur, weil an dieser Strecke ein Lidl sein soll, das ich dann aber nicht gefunden habe. Dieser Mangel an Zugriff auf das Backwaren-Regal des Discounters kostet mit dann bei Burger King gewiss 3 Ecu mehr, als ich sie dort ausgegeben hätte.

Es gibt bei Opera Mini auch einen Offline-Modus für die Routenplanung. Die Seite bleibt also im Browser stehen, bis die Cookies wieder gelöscht werden. Für die Food Distribution ist es wichtig zu wissen, dass es im Umkehrschluss vor einer Neu-Eingabe einer Route notwendig ist, diese Cookies zu löschen und die App einmal neu zu starten.

Bei der Übertragung von Dateien von einem Computer gleich welchen Betriebssystems auf das Mobiltelefon gewinnt Nokia auf Grund seiner einfachen Bedienung und der fehlenden Notwendigkeit, eine spezifische Software zu installieren, die es nicht für alle Systeme gibt. An dieser Stelle gewinnt ungefähr jedes Mobiltelefon vom Motorola SLVR L7 bis zum neuesten Androiden gegen das IPhone. Ich muss Itunes auf einem Computer installieren, der nur entweder mit Windows oder mit Mac laufen darf? Das ist so… Siemens, so 90er, so Side Cut, so Merkel.

http://www.deutschlandradiokultur.de/memoiren-eines-butlers.1034.de.html?dram:article_id=174991

The BREW is stale

Creating an Ecosystem: The Lessons from BREW OS

Klassiker der Unterhaltung – Leroy Jethro Gibbs und der Nokia Tune

Klassiker der Unterhaltung – Leroy Jethro Gibbs und der Nokia Tune

Der Nokia Tune wird 20 Jahre alt. Auf wievielen Mobiltelefonen ist er seitdem installiert worden? Wieviele mp3-Äquivalente von Platin-Schallplatten zierten nun Stephen Elops Büro, gäbe es sie denn? Die korrekte Zahl weiss wahrscheinlich niemand, sie liegt auf jeden Fall über einer Milliarde, ein Klassiker, dessen Verbreitung selbst einen Dieter Bohlen depressiv werden lassen könnte. Aber wird es ihn weiter geben, wenn nun Microsoft die Mobilfunk-Sparte von Nokia übernimmt, und wie wird er dann heissen? Wir sollten umgehend vormerken, gegebenenfalls entsprechende Petitionen einreichen zu wollen.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, welches Mobiltelefon Supervisory Special Agent Gibbs in Zukunft als Running Gag in Navy CIS schrotten wird. Denn Probationary Agent Dorneget wies ja bereits in Staffel 10 darauf hin, dass Di Nozzos privater Vorrat an Motorola V600 zur Neige geht. Da die Product Placement-Abteilung von CBS schon seit Jahren die Protagonisten ihrer Serien mit Microsoft-Produkten bestückt, wird Gibbs wohl bald ein Nokia in einem Wasserglas mit Nitro-Verdünner versenken, auf einen Tisch klopfen oder in weitem Bogen wegwerfen. Sollte es sich dabei etwa um das amerikanische Pendant zum europäischen Modell 113 handeln, könnte Di Nozzo wohl auch danach verwirrt auf ein immer noch funktionierendes Mobiltelefon schauen.

Probationary Agent Bishop reichen wahrscheinlich schon die Tasten unter dem Display, um verwirrt zu schauen.