Mercedes Morris ist lieb

Aus der letzten Episode von “Slasher” lernen wir, dass Mercedes Morris als durchgedrehte Killerin nicht überzeugt. Das überrascht nicht, wenn man sie vorher zum Beispiel in “Coupleish” gesehen hat. 

Sie ist einfach zu lieb, um überzeugend die blutige Klinge zu führen, und zu zierlich, um die Ergebnisse einer solchen Arbeit dann problemlos zu transportieren, wenn das Opfer schwerer ist als Joanne Vannicola. Deren Darstellung als psychisch kranke Stiefmutter war übrigens überzeugender als ihre Todesszene. 

Und die war immer noch besser gespielt als die Todesszene des Charakters von Ms. Morris. Diese Darstellung war ungerade so realistisch wie das Äquivalent von Laura Hollis am Ende der dritten Staffel von “Carmilla”. Beide halten in dieser Situation noch einen Monolog, die eine mit durchtrennter Halsschlagader, die andere ohne Lunge. 

Natürlich bestreite ich das Recht von Jen und Connor nicht, alle im Haus zu töten. Es sind immerhin Menschen, und von denen halte ich nicht viel. Aber ich erlaube mir den Hinweis, dass der Mord an Amy disputabel ist. Immerhin hatte sie ja wirklich keine Möglichkeit, den Thread zu löschen, der die Tragödie auslöst.