Danke!

Manche Dinge nehmen wir als gegeben an. IBAN zum Beispiel ist inzwischen so fest in unserem Bewusstsein verdrahtet, dass wir uns eine obskure Vergangenheit ohne nicht einmal vorstellen können. Höchstens, dass wir den Wilden jenseits des Zaunes, in Russland etwa oder auf den Philippinen oder in Lankhmar, zutrauen, Geld auf andere Weise von einem Konto zum anderen zu befördern.

Und da konfrontiert mich dann eine ältere Dame mit ihrem Versuch, Geld aus dem Königreich der Schweden nach Luxemburg zu transferieren. Unklar ist mir, welchen Browser bzw. welche App sie verwendet. Es könnte sich also um den Netscape Navigator ebenso handeln wie um eine App für mobile Betriebssystem S60 von Nokia.

Von mir mit IBAN und BIC versehen konfrontiert sie ihr online-banking dann erst einmal mit der Frage, ob das Empfänger-Konto im Bankgirot- oder im Plusgirot-System ist. Wie ich inzwischen gelernt habe, ist Plusgirot so etwas ähnliches wie das alte Postgiro in Deutschland und längst Teil von Bankgirot. Die Eingabe eines IBAN war gar nicht vorgesehen, aber dafür die einer Konto-Nummer.

Es bedurfte der vereinigten Kräfte von Service und Buchhaltung, um eine zu produzieren. Sie erwies sich als falsch – oder war wenigstens mit diesem online-banking nicht kompatibel. Auf einer alten Rechnung fand ich noch die Nummer eines anderen Kontos, das wir vor einigen Jahren gelegentlich benutzt haben.

Damit konnte sie nun eine Überweisung vornehmen, jedoch in der Währung des Königreiches, der Schwedenkrone. Jawohl, in der Heimat von Martin Beck, der Grumpy Cat des Kriminalromanes, und The Girl with the Dragon Tattoo, verwendet man statt des Euros noch Kronen.

Danke für diese Erweiterung meines Horizontes. Es war wieder einmal nötig.

Und im Übrigen bin ich der Ansicht, dass die Romane von David Lagercrantz nicht kanonisch sind.

Die Tote im Götakanal und das Mädchen mit dem Drachen-Tattoo

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