Braucht jemand einen Radio-Wecker?

Demenz umwoelkt meine Erinnerungen an frühere Desaster. Wie sonst wäre der abseitige Gedanke zu erklären, bei dem ich mich gerade erwische, die verschrobene Idee, Paula von meinem Amazon-Gutschein eine neue Handytasche zu schenken und das nur, weil sich ihre auflöst. Meine letzten Geschenke hat sie regelmäßig abgelehnt, immer wieder ein herber Verlust, da es sich bei den Summen, die ich investiert habe, nie lohnt, die Geschenke zurück zu schicken. Braucht jemand einen chinesischen Radio-Wecker?

Bild 37 – Gia San des I Ging deutet klar an, dass die Autoren dieses Buches auch so ihre Schwierigkeiten mit Frauen hatten. Dafür hatten die alten Konfuzianer aber schaetzenswerte Vorstellungen, wie Frauen sein sollten. Die diskutierten sie dann wahrscheinlich in einem Teehaus wie aus einem Roman von Barry Hughart mit ihren Freunden und jungen Männern mit straffen Gesaessbacken. In Aleister Crowleys Worten lautet der Text so:

The household: This right rule’s its base!
The wife be firm, correct, in her own place.
First, proper law’s the necessary thing.
House keeper, keep the house with modesty!
Be stern for idleness and chattering.
Thus fortune helps enrich the family.
All share the luck of the high handed king.
Sincere, majestic, the end’s glittering.

Ein Problem mit Idealbildern von Frauen, seien es die es I Ging oder die der Porno-Industrie, ist stets, dass es sich um Idealbilder handelt und nicht um die Realität. Ein anderes Problem sind die Anforderungen, die sich aus ihnen umgekehrt an Männer ergeben. Der einen oder anderen könnte vielleicht Rocco Siffredi entsprechen, der Li T’ieh-Kuai des 20. Jahrhunderts. Uns anderen geht aber die eiserne Krücke dieses taoistischen Unsterblichen ab und mir auch der Wunsch, der perfekte Ehemann zu sein.

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