l neil smith - blade of pna

L. Neil Smith, The Blade of P’Na

In Go(l)d we trust. Or at least in a Golden M

Der Neandertaler beobachtet seinen Bildschirm wie der Luchs, der auf die Beute lauert. Quatsch, er ist noch aufmerksamer, mindestens so aufmerksam wie ein Zuhälter, der eines seiner Mädchen im Verdacht hat, Geld abzuzweigen.

Wenig ausgelastet von jener Tätigkeit, für die er eingestellt wurde und der seine Vorgesetzten die höchste Bedeutung zumessen, gesegnet sei ihre Unkenntnis der eigenen Abteilung, hat er sich darauf verlegt, bei Option888 zu spekulieren. Dazu versucht er mich jetzt auch immer zu überreden.

Bei mir stehen dem aber meine Feigheit ebenso entgegen wie die Idee, dass ein so profitables Geschäft es eigentlich nicht nötig habe, jedem neuen Kunden für den ersten Monat einen Verlustausgleich zu garantieren. Mal abgesehen davon, dass sie neben anderen Werten auch in Coins spekulieren, die ich dieser Tage noch für Teufelszeug halte.

Denn schliesslich werden diese Währungen nicht von einem Staat herausgegeben, sondern… durch das Lösen von mathematischen Formeln per Computer erzeugt? Die Existenz von Computern ist also die Sicherung einer Währung?

Das scheint mir insgesamt noch weniger realistisch als das Finanzmodell, das L. Neil Smith in seiner Gallatin-Reihe entwarf. Wieviele metrische Unzen Kupfer ist wohl heute ein Bitcoin wert? Und wieviele morgen? Wäre es ökologisch gesehen nicht aber einfacher, einen Internet-Dollar zu erfinden, der alleine durch das Vertrauen der Menschen darauf gesichert würde, dass es morgen auch noch ein World Wide Web gibt?

Denn auch der Wert einer McDonald’s Black Card bemisst sich ja weniger in der Zahl der Fertiggerichte, die man in seinem Leben verputzen kann, als in der Vorstellung, dass es dieses Unternehmen so lange gibt, wie man Hunger hat.

http://www.businessinsider.de/mcdonalds-hat-eine-geheime-karte-fuer-promis-und-milliardaere-2016-12

Coming-out bei Facebook

Bis vor kurzem hatte ich zwei Facebook-Profile, die ich beide nicht benutzte. Eine zufällige Durchsicht der Posts auf dem einen ergab, dass einige meiner sogenannten Freunde inzwischen ein Coming-Out gehabt hatten.

Nun bin ich grundsätzlich ja erst einmal tolerant und offen für alle möglichen Lebensstile, aber auf seiner Friendslist will man AfD-Wähler ja auch nicht gerade haben. Oder in seiner Familie. Das ist heute ja etwas sehr ähnliches.

Jetzt habe ich nur noch ein Facebook-Profil, das ich in gewohnter Weise wieder ignorieren werde. Immerhin schmückt mich dort die Bekanntschaft mit Daisy Porter-Reynolds, James Greff, Morag Rose, Dieter Peter, Roger Skubowius, L. Neil Smith und etlichen anderen, mit schönen Frauen, Künstlern und Intellektuellen aus eigenem Recht.

Die Erfindung des Smartphones durch L. Neil Smith im Jahr 1980

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Zum ersten Mal las ich von einem Smartphone im Jahr 1985. Es hatte ungefähr die Grösse eines IPhone 6, eine Aktivierungstaste, eine On-Screen-Tastatur und vorinstallierte Apps für den Einsatz als Taschenrechner, Enzyklopädie und Wecker, aber offensichtlich keine Anbindung ans Internet. Jedenfalls erwähnt der Ich-Erzähler des Romans „Der Venus-Gürtel“ von L. Neil Smith nichts davon. Es ist allerdings möglich, dass sich sein Gerät auf der Erde damit verbunden hätte, während es am aktuellen Aufenthaltsort, einem Raumschiff, dazu nicht die Möglichkeit hatte.

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Die Existenz dieses Buches stellt denn eine Reihe Patente von Apple und anderen infrage. Denn das US-Patentamt lehnte den Antrag Charles Halls auf Patentierung des Wasserbetts ja deswegen ab, weil dieses Schlafmöbel bereits von Robert Heinlein in seinem Roman „Stranger in a Strange Land“ beschrieben worden war. L. Neil Smith beschrieb 1980, was Steve Jobs & Co. erst ab 2004 entwickelten. Das gedachte Helmers Gigakom bot mit 67 GB übrigens aber immer noch mehr Speicher als ein IPhone 5 von 2012.

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