Robert Focken, Arnulf, Die Axt der Hessen

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Spontan errate ich, welche Stadt im frühen Mittelalter Kolna hiess. Sie liegt am Rhina, Ricolf war damals ihr Bischof.

Ich bin so arm, dass ich mir nicht einmal Vorurteile leisten kann

Die gefährlichste Waffe, die der Mensch kennt, ist ein Mensch mit einer Waffe und einer Überzeugung. Das muss dann nicht unbedingt die neueste Waffe oder die neueste Überzeugung sein; eine der erfolgreichsten Revolutionen der letzten 500 Jahre wurde mit einer grundsätzlich falschen Auffassung der athenischen Demokratie und einem Posten gebrauchter Charleville-Musketen zum Abverkaufspreis gewonnen.

Die Standardwaffe des Kalifates (also known as ISIS, ISIL, IS und Daesh) ist die AK-47, ein Sturmgewehr, das von westlichen Militärs grundsätzlich abgelehnt wird, weil sein Entwurf schon 67 Jahre alt ist UND weil kein westlicher Waffenhersteller daran auch eine Kopeke verdient hat, die Überzeugung ein Mischmasch aus religiösen und kulturellen Stereotypen, die sich an einer Zeit orientieren, die wir Europäer als Frühmittelalter bezeichnen.

Das war ein recht raubeiniges Zeitalter, in dem die Mehrheit der Menschen in der alten Welt so gottesfürchtig fromm war, dass sie jedem Andersgläubigen mit grosser Inbrunst den Schädel spalteten. Das taten sie umso lieber als er zwischen ihnen und seinem Gold, seinem bebaubaren Land und seiner arbeits- und gebärfähigen Frau stand. Karl der Grosse in Deutschland war von dieser Sorte, er war aber keineswegs allein. In der spanischen Reconquista ging es so zu, im muslimischen Jihad, der Nordafrika und die Türkei einnahm, im sogenannten Heiligen Land, das Christen, Juden und Muslimen so wenig heilig war, dass sie es Jahrhunderte lang mit Blut düngten.

Ausser der kopfschüttelnden Erkenntnis, dass Erich Kästner Recht hat (“Doch davon mal abgesehen und bei Lichte betrachtet sind sie im Grund noch immer die alten Affen.”) bleibt uns die Frage, wie wir die Auswirkungen dieses neuesten kulturevolutionären Rückschritts auf jene Menschen beschränken, die zum Niederbrennen von Städten keine Zeit haben, weil sie damit beschäftigt sind, sie zu errichten, und die lieber Bücher lesen als sie zu verbrennen. Die Vorratsdatenspeicherung liefert günstigstenfalls die posthume Erkenntnis, dass der Geheimdienst über den Terroristen Bescheid gewusst haben könnte, und Material für neue Diskussionen in der mediengenerierten Öffentlichkeit, Luftangriffe auf die Territorien des Kalifates haben nur Propaganda-Effekte, Waffen-Embargos sind nutzlos, solange dem Kalifat ungeheure Summen zur Verfügung stehen.

Was also bleibt uns zu tun? Öffnen wir unsere Grenzen den Flüchtlingen aus den Regionen, in denen das Kalifat sich ausbreitet? Zünden wir vertretungsweise dem Bosnier um die Ecke seinen Kebab-Stand an? Geben wir den Nahen Osten verloren oder nehmen wir als Europäer/Amerikaner den Kampf ernsthaft auf? Konservativer Globalismus oder aufrührerischer Isolationismus wie ihn die Pegida verlangt, der Aufstand der Grauhaarigen, die sich noch Vorurteile über die Fremden leisten können. Ob das jetzt ein Zeichen von Wohlstand ist?

Von Juden und Dummheit

http://www.huffingtonpost.de/2014/09/14/antisemitismus-protest-merkel-rede-vor-dem-brandenburger-tor_n_5810232.html?utm_hp_ref=germany

„Wir wollen, dass sich Juden in Deutschland sicher fühlen. Sie sollen spüren, dass dieses Land unser gemeinsames Zuhause ist“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel…

Ich wünschte mir, dass in diesem Land alle Menschen sich sicher fühlen könnten. Da bin ich vielleicht etwas weniger beschränkt als die Plüsch-Kanzlerin. Dabei bin ich doch schon ziemlich beschränkt.

Eben ist mir nämlich aufgefallen, dass die Reise an den Rhein, auf die ich mich gefreut habe, erst im November ist. Dabei hatte ich schon ein Zimmer im Kaiserhof gebucht, einem der besten 2-Sterne-Hotels von Düsseldorf. Hätte ich das gestern gewusst, hätte ich den Rest des Vorschusses, den ich für die beiden Reisen nach Nordrhein-Westfalen erhalten hatte, bei der nächstbesten Aral-Tankstelle dafür ausgegeben, den Firmenwagen bis zum Anschlag zu tanken, ein Vorgang, der mir einen stattlichen Zuwachs an Payback-Punkten beschert hätte. Die wiederum hätte ich bei DM in Katzenfutter und Katzensand umwandeln können.

Aus dieser und anderen Erfahrungen mit der menschlichen Dummheit heraus – ich bin seit 1986 Kundenbetreuer – werde ich versuchen, Strasssteinchen davon zu überzeugen, ihren Sprössling Karl zu taufen. Denn speziell unter dem Einfluss von Sonnenflecken und Magnetstürmen kommen wir dummen Menschen eben am besten mit Namen klar, die höchstens fünf Buchstaben haben. Und da empfiehlt sich eben für den Sohn von jemandem mit Strassteinchens “Approach” schon eines grossen Kaisers Name, also Karl, denn Gaius Iulius Caesar Octavianus Augustus hat eben doch etwas mehr als fünf Buchstaben.

Tage in goldenen Rahmen, Seepferdchen in Kunstharz

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