Episode 47 – The Original Brownie Lady

Episode 47: Brownie Lady (7.15.2016)

Diese Episode von „Criminal“ behandelt die wirtschaftliche Existenz von „Sticky Fingers“, einem Unternehmen, das in den 1970er Jahren dem Vertrieb sehr spezieller Kekse in Kalifornien gewidmet war. Die Inhaber, Herr und Frau Volz, waren tatsächlich so erfolgreich, dass sie nicht nur reichlich Geld einnahmen, sondern sogar von legalen Interferenzen unbehelligt blieben, bis sie sich mit ihrer Tochter aufs Land zurückzogen.

 

stickyfingers

Dieser Erfolg lag vielleicht daran, dass sie statt eines Unternehmensberaters mit einem Abschluss aus Yale das I Ging bemühten. Standen also Entscheidungen von Bedeutung an, warfen sie die Münzen, schlugen im Buch nach und befragten ihr Herz nach der Bedeutung.

My Mother the Ganja Dealer

Daraus ergeben sich drei Fragen. Die erste, offensichtliche ist die, wieviele Unternehmen so geleitet werden, wieviele Manager Freitag nach Geschäftsschluss auf dem Boden ihres Büros knien, um drei chinesischen Münzen auf dem Teppich zu betrachten und mit ihrem Montblanc-Kugelschreiber Linien auf einem Notizblock mit Werbeaufdruck zu ziehen.

Bei der zweiten geht es folgerichtig darum, ob sie weniger erfolgreich sind als ihre Kollegen mit dem Berater mit Anzug und Diplom. Möglicherweise täuschen wir uns selbst, wenn wir uns von diesen Gesellen täuschen lassen. Im Fernsehen kommen Unternehmensberater nur in „House of Lies“ gut weg, wenn auch manchmal nur um Haaresbreite und noch mit der Hose in der Hand.

Die dritte Frage ist natürlich die, ob ein solcher Keks etwas gegen meine Depression tun kann. Ich sollte mich von den Vorurteilen der 1970er Jahre nicht davon abhalten lassen, die Problem der 2010er zu lösen.

bell_hol

Braucht jemand einen Radio-Wecker?

Demenz umwoelkt meine Erinnerungen an frühere Desaster. Wie sonst wäre der abseitige Gedanke zu erklären, bei dem ich mich gerade erwische, die verschrobene Idee, Paula von meinem Amazon-Gutschein eine neue Handytasche zu schenken und das nur, weil sich ihre auflöst. Meine letzten Geschenke hat sie regelmäßig abgelehnt, immer wieder ein herber Verlust, da es sich bei den Summen, die ich investiert habe, nie lohnt, die Geschenke zurück zu schicken. Braucht jemand einen chinesischen Radio-Wecker?

Bild 37 – Gia San des I Ging deutet klar an, dass die Autoren dieses Buches auch so ihre Schwierigkeiten mit Frauen hatten. Dafür hatten die alten Konfuzianer aber schaetzenswerte Vorstellungen, wie Frauen sein sollten. Die diskutierten sie dann wahrscheinlich in einem Teehaus wie aus einem Roman von Barry Hughart mit ihren Freunden und jungen Männern mit straffen Gesaessbacken. In Aleister Crowleys Worten lautet der Text so:

The household: This right rule’s its base!
The wife be firm, correct, in her own place.
First, proper law’s the necessary thing.
House keeper, keep the house with modesty!
Be stern for idleness and chattering.
Thus fortune helps enrich the family.
All share the luck of the high handed king.
Sincere, majestic, the end’s glittering.

Ein Problem mit Idealbildern von Frauen, seien es die es I Ging oder die der Porno-Industrie, ist stets, dass es sich um Idealbilder handelt und nicht um die Realität. Ein anderes Problem sind die Anforderungen, die sich aus ihnen umgekehrt an Männer ergeben. Der einen oder anderen könnte vielleicht Rocco Siffredi entsprechen, der Li T’ieh-Kuai des 20. Jahrhunderts. Uns anderen geht aber die eiserne Krücke dieses taoistischen Unsterblichen ab und mir auch der Wunsch, der perfekte Ehemann zu sein.

Aufstieg und Fall Europas

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Sag Ja! zur Apokalypse

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