Manche Messies haben leere Wohnung und volle Köpfe

Ich gehe in meinen Erinnerungen spazieren, stolpere über ein altes Exemplar von “Verraten von Rita Hayworth” von Suhrkamp und bedauere kurz, es in der Gegenwart nicht mehr zu haben. Vielleicht hätte es mir heute besser gefallen als damals, mir vielleicht etwas über Argentinien erzählt, das ich von Wikipedia nicht lernen kann. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Manuel_Puig

Mein Kopf ist voller halb-vergessener Bücher, Erinnerungen an Menschen, denen ich in Wirklichkeit wahrscheinlich egal war, und Orten, an denen ich nie war. Insgesamt sieht es aus wie die Wohnung eines Messies, der es so richtig darauf anlegt, zu RTL2 zu kommen. Ich nenne es Zuhause. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich sonst so wenig zuhause fühle. 

Ich war mein ganzes Leben lang von Wissen fasziniert und habe nie nach Sinn und Zweck gefragt. In einem fortgeschrittenen Abschnitt eines erfolglosen Lebens rate ich daher dazu, eine gesunde Balance zwischen Allgemeinbildung und Fachwissen anzustreben. 

https://www.goodreads.com/book/show/31697469-musketeer-space

In diesem Sinne empfehle ich die Werke von Homer, “Die drei Musketiere” (Dumas und/oder Tansy Roberts), Ugo Pratt und Sherlock Holmes ergänzt durch zwei oder drei gängige Fernseh-Serien, namentlich aber “Buffy”, und ein oder zwei Video-Spiele. Das sollte ausreichen, um sich an Gesprächen beteiligen zu können und sogar einen gewissen Ansatz für eine Ausbildung der Persönlichkeit, nötigenfalls sogar für eine Religiosität liefern. 

https://www1.cbn.com/cbnnews/world/2020/march/europe-leaves-christianity-for-paganism-nbsp

Ich bin sozusagen völlig unschuldig

Aus mir völlig unbegreiflichen Gründen neigt meine Büchersammlung im Google Drive dazu, ein wenig auszuufern. Völlig ohne mein Zutun haben sich da hunderte Bücher versammelt. Wahrscheinlich halten sie eine Protestversammlung gegen den Untergang der Zivilisation ab. Der aber wurde, wie ich hörte, inzwischen abgesagt, weil niemand daran teilnehmen wollte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Finsteres_Mittelalter

Um der Sache Herr zu werden, legte ich ein neues Account bei einem Buchhändler im Tolino-Trust an und lud alle Bücher hoch, die ich unbedingt lesen oder noch einmal lesen will. Also, fast alle. Mir fällt nämlich gerade ein, dass mir dort noch alles von Zelazny fehlt. Auf Lovecraft glaube ich, verzichten zu können. Bei Robert E. Howard bin ich noch nicht sicher.

https://docs.google.com/document/d/1iaPu6HCXihYcAygeeTgfoKdH2B5j2tD-htutu7SIBnM/edit?usp=sharing

Sollten nicht auch “Been Down So Long It Looks Like Up to Me” und “Fear and Loathing in Las Vegas” auf diese neue Leseliste? Ich hörte Gutes von beiden Büchern und habe sie noch nicht. Und “Haus der Sonnen” von Alastair Reynolds? Und sollte ich Tim Powers nicht noch eine Chance geben? Was ist mit “My Sister is a Serial Killer” von Oyinkan Braithwaite? Ich ahne Schlimmes.

https://www.hugendubel.de/de/ebook_epub/richard_farina-been_down_so_long_it_looks_like_up_to_me-33016063-produkt-details.html?searchId=153550264
https://www.hugendubel.de/de/ebook_epub/hunter_s_thompson-fear_and_loathing_in_las_vegas_harper_perennial_modern_classics-23167740-produkt-details.html?searchId=153551139
https://www.hugendubel.de/de/ebook_epub/alastair_reynolds-das_haus_der_sonnen-9224241-produkt-details.html?searchId=153549274&originalSearchString=
https://www.hugendubel.de/de/ebook_epub/tim_powers-dinner_at_deviant_s_palace-23250231-produkt-details.html?searchId=153553450

Fern‌ ‌ist‌ ‌das‌ ‌Land‌ ‌der‌ ‌Phäaken‌

Ich‌ ‌entzog‌ ‌mich‌ ‌einer‌ ‌weiteren‌ ‌Auseinandersetzung,‌ ‌deren‌ ‌Inhalt‌ ‌nur‌ ‌wieder‌ ‌war,‌ ‌dass‌ 
Paula‌ ‌meiner‌ ‌überdrüssig‌ ‌ist,‌ ‌und‌ ‌widmete‌ ‌mich‌ ‌der‌ ‌Bügelwäsche.‌ ‌Und‌ ‌Homer,‌ ‌dem‌ 
Einzigartigen,‌ ‌Odysseus,‌ ‌dem‌ ‌Göttergleichen,‌ ‌und‌ ‌der‌ ‌Göttin‌ ‌mit‌ ‌den‌ ‌strahlenden‌ ‌Augen.‌  
Sollte‌ ‌ich‌ ‌glauben,‌ ‌dass‌ ‌Scheria,‌ ‌das‌ ‌Land‌ ‌der‌ ‌Phäaken,‌ ‌existiere,‌ ‌suchte‌ ‌ich‌ ‌es‌ ‌an‌ ‌der‌ 
Nordküste‌ ‌Afrikas,‌ ‌vielleicht‌ ‌in‌ ‌Tunesien‌ ‌oder‌ ‌Algerien,‌ ‌oder‌ ‌auch‌ ‌auf‌ ‌Sizilien,‌ ‌das‌ ‌einst‌ 
fruchtbarer‌ ‌war‌ ‌als‌ ‌heute.‌ ‌Es‌ ‌müsste‌ ‌eine‌ ‌Halbinsel‌ ‌sein,‌ ‌auf‌ ‌drei‌ ‌Seiten‌ ‌vom‌ ‌Meer‌ 
umgeben,‌ ‌auf‌ ‌der‌ ‌vierten‌ ‌durch‌ ‌Berge‌ ‌vom‌ ‌Hinterland‌ ‌abgeschirmt,‌ ‌mit‌ ‌fruchtbarem‌ 
Ackerland‌ ‌und‌ ‌einem‌ ‌flachen‌ ‌Strand,‌ ‌um‌ ‌Schiffe‌ ‌zum‌ ‌Überwintern‌ ‌darauf‌ ‌zu‌ ‌ziehen.‌ 
Die‌ ‌Phäaken‌ ‌sind‌ ‌allerdings‌ ‌wahrscheinlich‌ ‌im‌ ‌Hauptberuf‌ ‌Piraten.‌ ‌Manches‌ ‌an‌ ‌der‌ 
Beschreibung,‌ ‌die‌ ‌der‌ ‌Blinde‌ ‌von‌ ‌diesem‌ ‌Volk‌ ‌gibt,‌ ‌erinnert‌ ‌nämlich‌ ‌durchaus‌ ‌sowohl‌ ‌an‌‌
Karthago‌ ‌als‌ ‌auch‌ ‌an‌ ‌die‌ ‌Stützpunkte‌ ‌der‌ ‌Barbaresken.‌ ‌Recht‌ ‌oft‌ ‌gebraucht‌ ‌der‌ ‌Sprecher‌‌
dieses‌ ‌Hörspiel‌ ‌die‌ ‌Worte‌ ‌Sklavin‌ ‌und‌ ‌Dienerin,‌ ‌wenn‌ ‌er‌ ‌von‌ ‌den‌ ‌Anwohnern‌ ‌spricht.‌  
Nehme‌ ‌ich‌ ‌dazu,‌ ‌dass‌ ‌Alkinoos‌ ‌seine‌ ‌Nichte‌ ‌geheiratet‌ ‌hat‌ ‌und‌ ‌nur‌ ‌allzu‌ ‌bereit‌ ‌ist,‌ ‌einem‌ ‌Wildfremden‌ ‌mit‌ ‌maritimer‌ ‌und‌ ‌militärischer‌ ‌Erfahrung‌ ‌Green‌ ‌Card,‌ ‌Unterbringung‌ ‌und‌ ‌die‌ ‌eigene‌ ‌Tochter‌ ‌anzubieten,‌ ‌mutmasse‌ ‌ich‌ ‌mal‌ ‌munter‌ ‌vor‌ ‌mich‌ ‌hin,‌ ‌dass‌ ‌die‌ ‌Personaldecke‌ ‌bei‌ ‌den‌ ‌freien‌ ‌Bürgern‌ ‌dünn‌ ‌ist.‌ ‌Dieser‌ ‌Fachkräftemangel‌ ‌ist‌ ‌vermutlich‌ ‌die‌ ‌Folge‌ ‌einer‌ erfolgreichen‌ ‌Teilnahme‌ ‌am‌ ‌Seevölkersturm‌ ‌als‌ ‌Piraten‌ ‌und‌ ‌eines‌ ‌geringen‌ ‌Zuzugs‌ ‌von‌ ‌Migranten‌ ‌aufgrund‌ ‌der‌ ‌abgeschiedenen‌ ‌Lage‌ ‌Scherias.‌ ‌ ‌
In‌ ‌diesem‌ ‌Sinne‌ ‌war,‌ ‌was‌ ‌sie‌ ‌Odysseus‌ ‌an‌ ‌Schätzen‌ ‌mitgaben,‌ ‌als‌ ‌er‌ ‌nach‌ ‌Ithaka‌ ‌
zurückkehrte,‌ ‌wohl‌ ‌eher‌ ‌sein‌ ‌Beuteanteil‌ ‌nach‌ ‌einem‌ ‌Aufenthalt,‌ ‌der‌ ‌nicht‌ ‌nur‌ ‌ein‌ ‌paar‌ ‌Tage‌ ‌gedauert‌ ‌hat.‌ ‌Überraschend‌ ‌wäre‌ ‌das‌ ‌nicht,‌ ‌denn‌ ‌der‌ ‌klare‌ ‌Sinn‌ ‌des‌ ‌Helden‌ ‌für‌ ‌materiellen‌ ‌Besitz‌ ‌wird‌ ‌von‌ ‌Homer‌ ‌ja‌ ‌mehrfach‌ ‌dargestellt.‌ ‌ ‌
Die‌ ‌Plünderung‌ ‌Trojas‌ ‌war‌ ‌nach‌ ‌zehn‌ ‌Jahren‌ ‌Krieg‌ ‌wohl‌ ‌wenig‌ ‌ertragreich,‌ ‌weil‌ ‌Priamos‌ ‌und‌ ‌Co.‌ ‌den‌ ‌Staatsschatz‌ ‌auf‌ ‌die‌ ‌Verteidigung‌ ‌verwendet‌ ‌hatten‌ ‌und‌ ‌durch‌ ‌die‌ Belagerung‌ ‌der‌ ‌Handel‌ ‌unterbrochen‌ ‌war.‌ ‌Nicht‌ ‌ohne‌ ‌Grund‌ ‌versucht‌ ‌sich‌ ‌Odysseus‌ ‌direkt‌ ‌nach‌ ‌seiner‌ ‌Abreise‌ ‌daran,‌ ‌die‌ ‌Kikonen‌ ‌zu‌ ‌auszurauben.‌ ‌Was‌ ‌ihm‌ ‌blieb,‌ ‌ging‌ ‌später‌ ‌mit‌ ‌seinem‌ ‌Schiff‌ ‌unter.‌ ‌

Achilles absent, was Achilles still

From: XXXX, XXXX X.

Sent: Tuesday, May XX, 200X 12:36 PM

To: All Boston

Subject: FW: Goodbye…

As many of you are aware, today is my last day at the firm. It is time for me to move on and I want you to know that I have accepted a position as “Trophy Husband.” This decision was quite easy and took little consideration.

However, I am confident this new role represents a welcome change in my life and a step up from my current situation. While I have a high degree of personal respect for XX as a law firm, and I have made wonderful friendships during my time here, I am no longer comfortable working for a group largely populated by gossips, backstabbers, and Napoleonic personalities.

In fact, I dare say that I would rather be dressed up like a piñata and beaten than remain with this group any longer. I wish you continued success in your goals to turn vibrant, productive, dedicated associates into an aimless, shambling group of dry, lifeless husks. May the smoke from any bridges I burn today be seen far and wide.

Respectfully submitted,

XXXX XXXX

  1. Achilles absent, was Achilles still. (Homer)

zitiert in Going Postal – Rage, Murder and Rebellion, Mark Ames

 

Verfolgt von einem Schiebetorantrieb

Es befragte mich vor einigen Wochen der Produkt-Manager nicht etwa nach Ratschlägen zu seinem überfälligen Coming-Out, sondern nach den Vorzügen des Schiebetorantriebes BA200, unseres allerneuesten Produktes, vorzugsweise in einem Satz und mit einfach gehaltenen Worten. Ich formulierte denn freihändig, er sei die adäquate Lösung für Schiebetore bis 200 kg Gewicht und den Produkten anderer Hersteller haushoch überlegen. Mit dieser Information versehen tanzte er in seinem Cocktail-Kleid davon. Er hat nicht wirklich die Beine dazu. 

Aldiko17

Gerade eben unterbrach mich das elektronische Bücherregal Aldiko beim oft verschobenen Sortieren der literarischen Werke, die ich in 2016 acquiriert und nicht gleich wieder gelöscht hatte, mit Werbung. Der Schiebetorantrieb BA200 der Illinois Electro Door sei die adäquate Lösung für Schiebetore bis 200 kg Gewicht und den Produkten anderer Hersteller haushoch überlegen. Mit leidlicher Verzweifelung wandte ich mich von Homer und Hogg, von Defragmenting Daniel und Friedrich Gerstäcker ab und den Freuden von Youtube zu.

Dem Film voraus ging ein werbender Kurzfilm, der mich über ein neues Produkt der Illinois Electro Door informierte. Der Schiebetorantrieb BA200 sei nämlich die adäquate Lösung für Schiebetore bis 200 kg Gewicht und den Produkten anderer Hersteller haushoch überlegen.

Nun schwanke ich zwischen Paranoia – ich werde von einem Schiebetorantrieb verfolgt – und Grössenwahn. Immerhin bestätigt mich das vielgeliebte Internet, die Mutter all der kostenlosen Musik und all der kostenlosen Bücher, von Carmilla und der Yahoo-Group Bothsidesnow darin, dass unsere Produkte und unser Unternehmen so wichtig sind wie ich es eh schon glaube.

sadih

https://aeon.co/essays/unveiling-the-erotic-mysteries-at-the-heart-of-homers-odyssey?utm_source=Aeon+Newsletter&utm_campaign=63408070e8-EMAIL_CAMPAIGN_2017_02_16&utm_medium=email&utm_term=0_411a82e59d-63408070e8-69406069

Why, then, does Odysseus leave Calypso? Or, putting it the other way around, why doesn’t he stay? Maybe you think you know. But I believe the poem intends you to be puzzled. First off, Calypso is a nymph – she will always be a babe. Her breasts will never sag. Her bottom will always be firm. Her hair will be forever luxuriant and silky. She’ll always be fun in bed, and always, it seems, willing to go there. Moreover, she can make you immortal and give you eternal youth.

That mystery is a confounding one, but it is nothing compared with the second. Penelope is a middle-aged woman of around 40 – not old, certainly not in our terms, but not nubile either. Past childbearing, or soon to be past it, she is not a babe. Yet more than 100 princes (117 by my count), young enough to be her sons, have been paying court to her for three years, camped out in her palace, eating and drinking, while she and they grow older.

Contrast Odysseus with the suitors, again, and with his own son. We would never have heard of them if Odysseus had not killed the former and fathered the latter. They are not fit subjects for heroic poetry; he is. Consider the contest with Odysseus’ bow, in which Penelope challenges the suitors to string it. They cannot so much as draw it. Odysseus not only can draw it, but shoots an arrow through a line of axe heads with it. He is; they are wannabes.

But the Cyclops is only a very clear case of what is true of everything that happens to Odysseus from the time he leaves Troy to the time he leaves Calypso. Circe, who turns men to swine; the Lotus-eaters, who make men forget their homes and who they are; Hades, where the dead enjoy a semi-life: they are all threats to identity – all forms of death in life.

The threat Calypso poses to Odysseus, therefore, and the reason he describes her as ‘a dangerous nymph’, is a threat to his identity – a threat she carries out by depriving him of the world that gives him meaning, the world that provides the coordinates which give him a location in reality. The eternal life and youth she offers come at too high a price. To be Nobody forever is a living death.

When Odysseus leaves Calypso, and begins to travel towards the reality that is Ithaca, his first port of call is Phaeacia, which is semi-real (Phaeacian ships are self-piloting, for example, but they travel to real places). There he meets his own true self in the songs of the bard Demodocus, and begins to take on his real identity:

I am Odysseus, son of Laertes, known to the world
for every kind of craft – my fame has reached the skies.
Sunny Ithaca is my home.

Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends.

Should teen girls pick a college based on husband potential?

Zivilisation bedeutet, Menschen davon abzuhalten, das zu tun, worauf sie laut Anthropologie eigentlich programmiert sind. Deshalb sehen wir Mädchen schräg an, die mit 14 den Aschenbecher für ihren Joint auf ihrem Umstandsbauch abstellen können, und finden junge Männer furchtbar, die sich mit anderen jungen Männern prügeln, nur weil die von der anderen Strassenseite sind. Ungefähr so war der Trojanische Krieg wahrscheinlich aber in Wirklichkeit. Homers Beschreibungen des Achilles, des Agamemnon, des Ajax sind die von Halbstarken, allein Odysseus wirkt erwachsen.

In unserer Zivilisation studieren mehr junge Frauen als junge Männer. Frauen jedoch suchen für die Fortpflanzung Männer, die ihnen das Gefühl geben, sie und ihren Nachwuchs später auch ernähren zu können. Das wird mit gleichem oder höherem sozialen Stand assoziiert, ein adäquates Einkommen ist insgesamt dann nicht nachteilig.

Hieraus ergibt sich nun ein Missverhältnis, das Einfluss auf die Fortpflanzungschancen beider Parteien hat, die der Männer, die mit einer „gewöhnlichen“ Berufsausbildung nicht der Zielgruppe entsprechen, die der Frauen, weil die Zielgruppe sich durch das Übergewicht (nicht dass ihrer Hüften, nein, dass der Studentinnen gegenüber den Studenten) verkleinert. Zwar holen die Herren (einst der Schöpfung, aber die Zeiten sind hart) später im Leben auf, aber die Chancen als Techniker mit Abschluss von der Abendschule bei einer Dame zu punkten, die Kunstgeschichte studiert hat, sind schlecht.

In dem oben gelinkten Artikel von Fusion.net wird diskutiert, ob eine Absolventin einer amerikanische Oberschule eine möglichst gleichmässige Verteilung beider Geschlechter bei der Auswahl eines Kollegiums für ihr Studium berücksichtigen sollte, um ihre Chancen auf Fortpflanzung zu verbessern. Das kann, so es sich nicht einfach um Sartire handelt, nur eine Einzelfalllösung sein.

Es bedarf statt dessen einer Neu-Bewertung der Geschlechter-Rollen. Dazu gehört auch eine Abkehr von der Vorstellung, jedes Mädchen müsse studieren, nur weil es Papas kleines Prinzesschen ist. Es bedarf eines anderen Schulsystems, das die Bedürfnisse von Jungen berücksichtigt und sie fördert. Es bedarf einer besseren Entlohnung auch sogenannter „normaler“ Tätigkeiten.

Sag ich mal. Das zum Titel gewählte Zitat stammt übrigens von Otto von Bismarck, dem notorischen Vertreter eines in die Politik übertragenen Pragmatismus.