Burn The Witch

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Gehört Tumblr zu Yoyodyne? Ach, nee, das ist Verizon. Die sind eher mal bereit, sich den Teppich unter den Füssen weg zu ziehen, um einen grossen Kunden glücklich zu machen. Bei Oath wird geputzt und aufgeräumt. Flickr ist schon verkauft, bei Verizon erst mal 10.000 Mitarbeiter gefeuert und bei Tumblr gibts in Zukunft keinen „Adult Content“ mehr.

Darunter verstehen sie: „Fotos, Videos oder GIFs, die echte menschliche Genitalien oder weibliche Brustwarzen zeigen, sowie jede Darstellung – auch Illustrationen – sexueller Handlungen“. Das aber war ein wesentlicher Bestandteil von Tumblr. Das war sozusagen ein Reservat, wo sich der Geist der frühen Jahre des Internets hielt, als Pornografie, Anarchie und Kunst wenig bis gar keine Grenzen hatten.

Die Frage der Fragen, die bis jetzt noch keiner vom Marketing beantworten kann, ist natürlich, wie weit die Nutzer-Zahlen deswegen sinken. Die liegen zur Zeit jeden Monat noch bei einer halben Milliarde. Mit hinlänglichem Ungeschick könnte Tumblr jetzt aber das nächste Facebook werden. Irgendwie uncool und nutzlos, aber mit dem Flair einstigen Ruhmes und zu gross, um es pauschal zu vergessen.

Ich lasse mich dort quasi permanent mit belanglosen Nachrichten versorgen. In diesem Sinn ist es für mich das RTL des Internets geworden, Ausdruck des mangelnden Sinnes, den ich in meiner Arbeit sehe, Heimat aber auch eines gepflegten Carmilla-Fan-Kultes und von Unfugbilder.de, npr und burnthawitch.

Aber die letztere ist ja wahrscheinlich auch nach dem 17. nicht mehr da.

https://lookbook.nu/racquelbrazer

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Verizon-muss-Milliardensumme-abschreiben-article20768359.html

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Coming-out bei Facebook

Bis vor kurzem hatte ich zwei Facebook-Profile, die ich beide nicht benutzte. Eine zufällige Durchsicht der Posts auf dem einen ergab, dass einige meiner sogenannten Freunde inzwischen ein Coming-Out gehabt hatten.

Nun bin ich grundsätzlich ja erst einmal tolerant und offen für alle möglichen Lebensstile, aber auf seiner Friendslist will man AfD-Wähler ja auch nicht gerade haben. Oder in seiner Familie. Das ist heute ja etwas sehr ähnliches.

Jetzt habe ich nur noch ein Facebook-Profil, das ich in gewohnter Weise wieder ignorieren werde. Immerhin schmückt mich dort die Bekanntschaft mit Daisy Porter-Reynolds, James Greff, Morag Rose, Dieter Peter, Roger Skubowius, L. Neil Smith und etlichen anderen, mit schönen Frauen, Künstlern und Intellektuellen aus eigenem Recht.

Far from Paris

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