Blümchensex und Salzkartoffeln

Bekomme ich ein Handgeld, wenn ich der Krankenpflegeschule einen Bewerber bringe? Ich hätte da noch Platz auf meinem Paypal-Konto.

Ich versuchte am Wochenende, den Dreifach Abgebrochenen zu einer solchen Karriere zu überreden, hatte mich vorher aber darüber nicht informiert. Mir schien er ob seiner Ausbeutungswilligkeit und verträglichen Art recht geeignet für dieses Metier. Zugleich war ich leidlich optimistisch, dass er die Einjährige Ausbildung schaffen könne.

In Verbindung mit einem Ausbildungsgehalt und einer Auswahl an jungen Schwesternschülerinnen, Schwesternhelferinnen und Medizinischen Fachangestellten eignete sich diese Ausbildung auch Ablenkung von seiner Trennung von Taylor-Marie Kowalowski.

Ihre Wünsche und Hoffnungen waren zu verschieden. Er wünschte sich Harmonie und Salzkartoffeln und hoffte auf Blümchensex, sie wünschte sich Drama und Antidepressiva und… aber da kann ich nur spekulieren.

Sie hat mich mal, wie sagt man, angemacht, als wir zusammen in einem Kleinwagen eingesperrt waren. Ich habe es ihr ausgeredet. Minderjährigkeit und psychische Probleme finde ich wenig attraktiv. In diesem Zusammenhang verweise ich auf den vorläufigen Höhepunkt der Trennung, bei dem die strunzbesoffene Taylor-Marie vor des Dreifach Abgebrochenen Türe kniete und ihn anflehte, ihr ins Gesicht zu treten. Er würde es sonst bereuen!

Meine Neigungen sind da einfach andere.

Greg Bear, Aeon


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German Guilt, French Restraint

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Der Wagen war ein betagter Golf. Ich studierte das Vehikel vor der Pizzeria San Grigorio wie einst Old Shatterhand eine Fährte in einem Fly-Over-State.

Es war klar, dass der Besitzer es nicht als Neuwagen erworben hatte. Zum einen war er zu jung, zum anderen hatte das Auto ein Kennzeichen, das so typisch an Gebrauchtwagen vergeben wird.

Es war auch klar, dass er auf jemanden wartete und kein Native German war. Beides folgerte ich daraus, dass er den Motor laufen liess. Ich habe immer noch Schuldgefühle, weil ich vor zwei Jahren einmal auf einem Behinderten-Parkplatz gestanden habe.

Für den Liter Diesel, den ich beim Tanken am Samstag habe daneben laufen lassen, fühle ich mich weniger schuldig. Denn ich war abgelenkt. Paula war nämlich los gezogen, um einer jungen Französin ihre Meinung darüber kund zu tun, dass die ihr Auto nach dem Tanken vor der Zapfsäule und damit ihr im Weg hatte stehen lassen. .

Ich hatte inständig gehofft, dass die Madeleine Paula auf ihren Euro herausgeben würde. Sie hätte es doch schon dafür verdient, dass sie mir immer eingeredet hat, dass ich minderwertig bin. Aber die junge Dame war wohl einsichtig, zu gut erzogen oder hatte sich im Einzelhandel darin geübt, solche Einwürfe zu ignorieren.

Ich war enttäuscht von ihr. Mit dieser Einstellung wäre De Gaulle im Exil gestorben.

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Princess Hijab in Lion’s City

Ich bin ein wenig erstaunt, wie einfach ich mich an die Beförderung meines Übergewichtes zwischen Wohnort und Arbeitsstelle per Bus gewöhnte.

Ein Hörspiel im Ohr darauf warten, in welchem Outfit Prinzessin Hijab einsteigt, eine junge Muslima mit Sinn für Mode, andere Stammfahrer schon mit Nicken grüssen, dann zu Fuss von der Bushaltestelle zur Arbeit wandern und hinterher zurück, um das Hörspiel wieder aufzunehmen, ein Kreislauf, der sogar eine gewisse Anziehungskraft hat.

Immerhin befriedigt er sowohl mein Bedürfnis nach Einsamkeit mit den Fussmärschen zwischen Haltestelle und Yoyodyne als auch das nach einer diffusen menschlichen Gesellschaft.

Und ich kam sogar mit meinem Buch voran. Im Augenblick handelt es sich dabei um Stephen Kings “The Gunslinger”. Das warf allerdings die Frage auf, wieviele Patronen der Herr Roland denn mit sich führe, tötet er doch allein in Tull 63 Menschen und macht sich danach immer noch keine Sorgen um Nachschub.

https://www.range365.com/guns-stephen-kings-dark-tower#page-12

Ich konnte auch das Nötigste einkaufen. Denn genau gegenüber der Bushaltestelle und über eine Treppe und eine Unterführung gefahrlos zu erreichen gibt es einen Nahkauf. Dessen Sortiment ist merkwürdig organisiert und lückenhaft, aber hinreichend für mich und sogar für die verwöhnten Hipster von der Werbeagentur Morgenstern gegenüber.

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Ungeachtet dessen hoffe ich noch mit der gebotenen Vorsicht darauf, La Mosca wieder zu erlangen, die viergetaktete. Gerade im Augenblick ist der Herr Lenoire der Hybris verfallen und glaubt nun, die Reparatur doch noch durchführen zu können.

Lion’s City ist übrigens die Marke der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, abgekürzt MAN, für Niederflurbusse, jene also, deren Eintritt auf einem Niveau mit dem Gehsteig liegen (sollten).

https://de.wikipedia.org/wiki/MAN_Lion%E2%80%99s_City

Planlos schrauben

Ich habe noch nicht verstanden, was ich gestern abend getan habe. Im Ergebnis aber gehe ich davon aus, dass der Motor meines Rollers jetzt hin ist. Das ist das Ergebnis weniger einer Verkettung widriger Umstände als meiner Unfähigkeit, dazu zu lernen.

Ich sollte von manchen Dingen Abstand halten, etwa von der Ölablassschraube, mich weigern, irgendwas an solchen Fahrzeugen zu tun. Vor allem aber sollte ich die Wünsche anderer Menschen ignorieren.

Das ist natürlich schwierig, wenn Paula mir vorjammert, dass das Auto ruckt und ich doch bitteschön mal zusehen soll, dass La Mosca, die viergetaktete, wieder läuft, damit sie mich nicht zur Arbeit und zurück befördern muss.

Na, wenn die raus kriegt, was ich getan habe, wird sie auch nicht glücklich sein. Ich habe schon einmal die App der Strassenverkehrsbetriebe installiert.