Über das Lenkrad meines Opel Corsa hinweg fragte ich mich, wie mein Kampagnencharakter in Torg: Eternity aussehen würde. Im Radio läuft ein One Shot-Podcast, das dieses RPG darstellt, vor meinem Kleinwagen fährt ein fetter Kerl auf einer Motowell Gamini.

Beide Produkte scheinen gar nicht so übel zu sein, das Spiel interessant, der Roller recht robust, betrachtet man das Gewicht, das er befördert. 

Ich würde meine Figur nach einem Helden der deutschen Pulp-Literatur modellieren. Entsprechend wäre er in den ledernen Hosen und dem Hemd des “Westmannes” gekleidet, eine MIschung aus Kleidungsstücken der Weissen und Amerindianer Ende des 19. Jahrhunderts.

Die gewaltige Faust, die er so gerne gegen die Schläfen unerfreulicher Mitmenschen schlug, sei nun ein bionisches Ersatzteil mit der Möglichkeit, über die Verwendung als Schlagwerkzeug hinweg im Ernstfall auch elektromagnetische Störfelder zu produzieren und mit Datensystemen zu interagieren, um zum Beispiel Viren einzuschleusen.

Dies Werkzeug sei ein Präsent der Cyberpapacy, deren loyaler Anhänger er gewesen ist, bevor er ein Storm Knight wurde. Von Zeit zu Zeit übernimmt seine Konditionierung die Kontrolle über ihn. Als konventionellere Waffen führe er ein Henry-Gewehr Modell 1866 mit Explosiv- und Gaspatronen und einen Chamelot-Delvigne-Revolver im Kaliber .44 Russian. Seine Treffsicherheit mit diesen Waffen verbessert ein bionisches Auge, das auch in den Ultraviolett- und Infrarot-Bereich schauen kann. Und sein Name sei Charley.

Schiene er D’Amato und seinen zu Tisch sitzenden Mit-Amerikanern merkwürdig? Wahrscheinlich nicht merkwürdiger als ich selbst. Sie würden es wahrscheinlich damit erklären, dass wir beide recht deutsch sind. Es geht ja nichts über ein gepflegtes Vorurteil.

An dieser Stelle meiner Gedankenreise bog das Moppelchen vor mir in eine Einbahnstrasse ein. Das Verkehrsschild zeigte in meine Richtung. Ob seine Gamini so stabil ist wie La Mosca? 

http://oneshotpodcast.com/podcasts/one-shot/196-torg-eternity-part-1/http://www.motowell.de/DE/gamini.htm