Silas, Syrien, Sunnydale

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LHLC
Von allen überraschenden Wendungen in Carmilla ist keine überraschender als dieser Monolog des “All-American-Girl” Laura, den ein misstrauischer alter Sack (moi) als Kritik an der amerikanischen Politik in Ländern wie Afghanistan, Syrien und Libyen interpretieren kann.

Sie spricht an dieser Stelle den/ihren tiefen Glauben in Richtig und Falsch an, die Überzeugung, dass das stets richtig ist, was sie als richtig versteht und die Konsequenzen, die daraus entstehen. An dieser Stelle hat sie so immerhin ihre Freundin vertrieben und die Silas-Universität in das philologische Äquivalent eines oder mehrer der vorgenannten Staaten verwandelt.

Während sich nun die Leichen stapeln und sich mit Matska Belmonde und Baron Vordenberg die Diktatoren abwechseln und im Hintergrund ein obskurer Konzern lauert, stellt sich mir schon die Frage, ob der Zustand relativer (nach den Massstäben dieser Bildungseinrichtung) Sicherheit und Stabilität unter der vorigen Dekanin dem allen nicht vorzuziehen war.

Ihr Kompromiss mit dem Anglefish-God Lophii kostete alle zwanzig Jahre fünf Menschen, wahrscheinlich weniger als an einem Tag der Auseinandersetzungen zwischen der Summer Society, den Zetas und dem Alchemy Club starben oder in Taschenuniversen auf dem Gelände des Campus verschwanden.

Vielleicht sind es diese Zahlen, die Laura für mich nicht zu einem anziehenden Charakter machen. Wahrscheinlich ist es aber einfach ihre übergrosse Bereitschaft, einen Kreuzzug zu starten, die mich an ihr stört. Ich bin da mehr wie Carmilla, wäge meine Chancen ab und prüfe meine Möglichkeiten, um dann ungeachtet des Ergebnisses wieder ins Bett zu gehen.

Wiewohl ich gewiss nicht Teil der Zielgruppe dieser Serie, bin ich bereit, darüber und über gewisse verwegene Sprünge in der Handlung hinweg zu sehen. Denn die Silas-Universität ist einer der wenigen Orte, an denen ich mich mit dem, was ich aus Sunnydale weiss, zurecht finden kann.

Klar, die Summers sind hier nicht die beiden Schwestern Faith und Buffy, sondern eine nur Mädchen offene Studentenverbindung, die dem Sport, der Bildung und der Verehrung der griechischen Göttin Artemis gewidmet ist und dann und wann ein gepflegtes Bacchanal veranstaltet.

Dass gerade Lola Perry, rothaarig und mosaischen Bekenntnisses, zu überraschenden Charakterentwicklungen fähig ist, ist ganz reizend. Ist sie in den ersten beiden Staffeln das Heimchen am Herd (“Susie Homemaker”), entpuppt sie sich am Ende der zweiten Staffel als der aktuelle Avatar der Dekanin, einer uralten und unglaublich mächtigen Vampirin.

In der ersten Episode der Staffel Zero, die eine Rückblende in die Zeit vor der ersten Staffel ist, lernen wir denn gleich mal, dass sie ein erhebliches Interesse an Magie hat und einen heimlichen Hang zu peinlichen Hippie-Outfits. Jede dieser Eigenschaften erinnert an Willow Rosenberg.

Ich sehe hier reichlich Material für ein wenig Fan-Fiction.

Hier irrt Stephen Hawking

Unsere Vorstellung des Universums ist grundsätzlich falsch. Der Welt ist keine Scheibe, die auf den Rücken vierer Elefanten ruht, die auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte stehen. Tatsächlich ist die Welt ungefähr kugelförmig, einer von 8 1/2 Planeten, die um eine Sonne kreisen wie die Herren Kepler und Kopernikus es bereits postuliert und wissenschaftlich bewiesen haben. Dieses Sonnensystem befindet sich im Mittelpunkt eines Universums, das allerdings einen eher bescheidenen Durchmesser von gerade mal etwa anderthalb Lichtjahren hat.

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Es wurde von Red Orc, einem Angehörigen einer uralten und ungeheuer mächtigen Rasse, nach seinen Wünschen und seinen Vorstellungen geschaffen. Auf den verschiedenen Planeten, vor allem auf der Erde, gibt es eine Anzahl verborgener Transmitter, mit denen der Eingeweihte das Universum verlassen kann, um das eine oder andere andere zu besuchen, das ein anderer Angehöriger dieser Spezies, ein Kind oder Enkel Red Orcs, nach seinen Bedürfnissen geformt und mit seinen Kreaturen besiedelt hat, die uns ähnlich sein können, aber keinesweg müssen.

So wenig diese Fakten allgemein bekannt sind, so finden wir doch bestimmte Darstellungen in der Kunst und Mythologie, die davon beeinflusst sind. Speziell die Götter des griechischen Pantheons und ihre Kollegen im Himmel der Etrusker und Wikinger ähneln Red Orc und seinen Verwandten.

In neuerer Zeit haben Roger Zelazny (Nine Princes in Amber) und Roland Emmerich (Stargate) das Thema aufgegriffen. Dabei zeigt Zelazny die Mächtigen stärker als eine weitverzweigte und inzestuöse Familie, Emmerich sie vor allem als eine fremde Rasse. Er betont auch den Konflikt aus ihrer grossen Macht und ihrem Verfall, der sie von ihren eigenen Geschöpfen abhängig gemacht hat, sie in vielen Fällen sogar zu Parasiten reduziert hat, eine Position, die wir so auch bei Philip J. Farmer finden, dessen Darstellung (The World of Tiers) wahrscheinlich die genaueste ist.

In einem gewissen Umfang scheint sich Farmer auf Berichte von Dimensionsreisenden zu stützen, die er in seiner üblichen Art mit Phantasien von Macht und Abenteuern und – die alte Hete – schönen Frauen verbindet. Wie realistisch das ist, kann ich erst genau sagen, wenn ich selbst einen Teleporter finde und benutze. Sollte das nächste Universum und seine Bewohner(innen) auch nur ansatzweise den Beschreibungen des Alten aus Peoria ähneln, werde ich allerdings weder Zeit noch Lust haben, darüber zu bloggen.

http://rooschristoph.blogspot.de/2011/08/jose-philip-farmer-die-welt-der-tausend.html

http://spielwaren-heyer.de/Puzzle-Spiele/Puzzle/Sonnensystem-Puzzle-70tlg.html

Ungleiche Schwestern- weibliche Archetypen im Epos

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