Tod dem Brathähnchen – Neil Patrick Harris spricht kein Aramäisch

Ein zukünftiges Brathähnchen verkündete den neuen Morgen, das ihn dem Teller wieder näher brachte. Mir hingegen brachte er interessante Gedanken.

Da war zum einen ein neues Verständnis von Paulas Bedürfnissen, nach denen sie ihr Leben eingerichtet hat, spätestens seit sie den Rentenantrag gestellt hat. Zum anderen sortierte mein Verstand die Eindrücke, die vom Traum der letzten Nacht geblieben waren.

Mein fleissiges Unterbewusstsein hatte mir eine Welt vor einer Apokalypse dargestellt, eine, die sich schon lange nicht mehr weiterentwickelt hatte. Jeder ihrer Bewohner wusste vom anstehenden Ende und hatte sich damit abgefunden. Der Wendepunkt war für mich dann ein Gottesdienst, den Neil Patrick Harris in einer Sprache hielt, die ich für Aramäisch hielt und die es ganz sicher nicht war. Er übrigens verstand von ihr genauso wenig wie ich und musste an mancher Stelle herzlich über die Worte lachen.

Wie ich es dann schaffte, in der Zeit zurück zu gehen, um die Entwicklung neu zu starten weiss ich nicht mehr. Irgendjemandem gegenüber behauptete ich im Traum, aus Restbeständen des deutschen Kaiserreiches eine Zeitmaschine aufgetrieben zu haben. Auf jeden Fall sollte diese neue Entwicklungslinie dann wissenschaftlich bestimmt sein.

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Wohin Touristen selten kommen

Ich nähere mich den Problemen meines Lebens mit ungewohnter Apathie. Sei es Paulas Wut, die Forderung des Steuerberaters (ich bin schuld), der Tod der Peugeot Flash (ich bin schuld), die Kosten eines Rechtsstreites, den Paula verloren hat (ich bin schuld) oder die Schwellung in einer touristisch wenig erschlossenen Gegend meines Körpers, ich bleibe… höflich gesagt… gelassen.

Nun, auf die Schwellung reagierte ich schon mal mit einem weiteren Ausbruch meiner Depression. Dass ich parallel dazu Kevin Rhodes‘ „Apocalypse – Life on the other side of over“ las, war nicht hilfreich.

Ein kurzer Krankenschein bedeutet bei mir, dass mein Zusatz-Verdienst ausfällt, und ein langer Krankenschein, dass ich insolvent bin. Und dass ich mit mir selbst ins Reine kommen muss, ob ich Paula die Insolvenz gönne oder wieder einmal Verantwortung für sie übernehmen will. Oh, und wie mein Leben weitergehen soll, wenn es denn weitergehen sollte.

kraloo

http://books.noisetrade.com/kevinrhodes/apocalypse-life-on-the-other-side

Alles hat ein Ende, die Welt hat sogar zwei

http://www.amazon.de/2016-%C3%9Cbernahme-durch-Dritte-Macht/dp/3937355987/ref=pd_sim_b_6?ie=UTF8&refRID=1JEYE8TD8DWTS785XYEA

2016 kommen also die Weltraum-Reichsdeutschen vom Mond. Diese Apokalypse ist ein vorübergehendes Problem, weil 2017 Jesus zurückkommt. Sieht aus, als würde ich doch bald Frau und Schulden los werden.

Sag Ja! zur Apokalypse

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