Focke-Wulf 290 A

In Syrien oder Afghanistan geht es in erster Linie nicht darum, Bunkeranlagen anzugreifen, und schon gar nicht Massen feindlicher Kampfflieger vom Himmel zu holen. Stattdessen soll die Luftwaffe Spezialeinheiten helfen, Gegner aufzuspüren und auszuschalten, die meist mit kleinen, sehr beweglichen Einheiten kämpfen, wie die Taliban und der IS. Dafür brauchen Bodentruppen von der Luftwaffe eine präzise Nahaufklärung und Feuerunterstützung, die Kollateralschäden vermeidet.

In beidem sind die Propeller-Maschinen bessere Strahlflugzeuge. Propeller-Maschinen lassen sich auch mit 180 Stundenkilometern über dem Geschehen bewegen. Selbst in unwegsamen Gelände, wie Gebirge, können sie noch nahe am Boden manövrieren. Dabei sind die kleinen „Props“, wie sie im Flieger-Jargon heißen, in der Lage, fast den gesamten Waffen-Mix zu tragen, über den auch Düsenflugzeuge verfügen, wie Maschinenkanonen, Raketen und Bomben. Und sie lassen sich überlegter einsetzen. „Der Pilot, überblickt die Kampfsituation und kann den Finger vom Abzug nehmen, weil er eher erkennt, wenn Zivilisten auftauchen“, sagt Ulrich Scholz, ehemaliger Strahlflugzeugführer sowie Flug- und Waffenlehrer bei der Bundeswehr gegenüber FAZ.NET.

Was die „Props“ zudem attraktiv macht: Deren Technik dominiert noch nicht komplexe Elektronik und Software, sondern Mechanik. Die Maschinen sind somit robuster und besser geeignet für die unwirtlichen Kriegsschauplätze in scheiternden Staaten und Entwicklungsländern. Propeller-Maschinen können auch mal auf Buckelpisten landen und ohne aufwendig ausgestattete Luftwaffenbasen mit Highend-Hangars und Heerscharen an Technikern gewartet werden. Gerade in den Frontstaaten asymmetrischer Konflikte, denen Infrastruktur sowie Material und Personal fehlen, lassen sich so Luftwaffen aufbauen und betreiben. Aus solchen Überlegungen heraus, liefern die Vereinigten Staaten seit einem Jahr Super Tucanos des brasilianischen Herstellers Embraer an die Afghanischen Streitkräfte, damit jene effektiver gegen die Taliban kämpfen können.

Für Operationen zur Aufstandsbekämpfung würde auch die amerikanische Luftwaffe Propeller-Maschinen anschaffen. Das machte bereits ihr Oberbefehlshaber General David Lee Goldfein deutlich, ein bekennender Anhänger der Idee, wieder verstärkt auf Propeller-Maschinen zu setzen. Goldfein betont zudem gerne ein weiteres Argument: „Low costs“. Die Kriegsführung moderner Militärmächte verschlingt exorbitante Summen. Wer der Ambition folgt, militärisch global aktiv zu sein, wie die Vereinigten Staaten, muss die Kosten für die Kriegsführung im Blick haben. Ein Weg dafür wären Propeller-Maschinen.

Die Stückkosten für ihr modernstes Kampfflugzeug, die F22 „Raptor“, gibt die amerikanische Luftwaffe mit satten 140 Millionen Dollar an. Für ihre Propellermaschine vom Typ T-6 veranschlagt sie dagegen nur 4,2 Millionen Dollar. Die T-6 nutzen die amerikanische wie auch die deutsche Luftwaffe als Ausbildungsflugzeug für junge Piloten. Der Hersteller Beechcraft versucht, eine bewaffnete Version, die T-6 „Wolverine“, zu deutsch Vielfraß, an die amerikanische Luftwaffe zu verkaufen. Wegen ihren günstigen Kosten hat sich für Propeller-Kampfflugzeuge ein Nischenmarkt entwickelt, auf dem vor allem Zweite- und Dritte-Welt-Staaten einkaufen, die direkt in asymmetrische Konflikte verwickelt sind.

So jagen Kolumbiens und Perus Luftwaffen mit Super Tucanos im Amazonasgebiet Transportflugzeuge von Drogenschmugglern. Die brasilianische Tucano verkauft sich bestens und findet sich in verschiedenen Versionen in einigen Luftwaffen Lateinamerikas und Afrikas. Der US-Hersteller IOMAX wiederum ist mit dem „Archangel“ am Markt. Der „Erzengel“ basiert auf einem Agrarflugzeug, entwickelt um Felder mit Pestiziden zu besprühen. Eine bewaffnete Version kauften die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit einer Kampfstaffel dieser Propeller-Maschine, geflogen von Söldnern, unterstützen sie, die ihnen genehme Kriegspartei im libyschen Bürgerkrieg.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/renaissance-in-der-luft-die-rueckkehr-der-propeller-kampfflugzeuge-15078131.html

Was ist eigentlich aus den alten Konstruktionsunterlagen für die Focke-Wulf FW190D geworden? Mit einem Turboprop-Motor, einem neuen Cockpit für mehr Sicht und etwas Elektronik könnte dieses Flugzeug immer noch jeden Insurgenten in Furcht und Schrecken versetzen. Beim Preis können wir vielleicht die A29 sogar noch unterbieten.

 

Die Flut kommt

Experten gehen davon aus, dass bald die nächste Flüchtlingswelle aus der Ukraine einsetzt.

Damit rechne ich. Aber zuvor werden wir mit weiteren Flüchtlingsströmen aus dem Sudan und aus dem Jemen konfrontiert werden. Die Situationen in diesen Ländern sind am Kippen. Europa muss sich auf enorme Flüchtlingsströme vorbereiten. Niemand will es aussprechen. Es ist aber so, dass diese Flüchtlingsströme kommen werden. Wir können sie nicht aufhalten.

US-Präsident Barack Obama hat gesagt, die Flüchtlingsströme führen zu einer Destabilisierung Europas. 

Die Flüchtlingsströme sind eine grosse Herausforderung. Oberstes Ziel muss sein, die europäischen Demokratien zu schützen. Es soll rasch entschieden werden, wer bleiben darf und wer nicht. Wer kein Bleiberecht bekommt, der muss rasch zurückgebracht werden können.“

http://www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/Wer-aufmuckt-wird-im-schlimmsten-Fall-erschossen-/story/10312033?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%253A%2520EspacechFussballrss%2520%2528bernerzeitung.ch%253A%2520Fussball%2520%2528RSS%2529%2529&ref=yfp

Hingebungsvoll lobt die Presse die Menschlichkeit, mit der eine Mehrheit der Bevölkerung den Flüchtlingen begegnet, hingebungsvoll grölt eine Minderheit andere Meinungen über sie. Nichts davon hat Einfluss auf das, was geschieht.

Die Daesh, die Taliban, die Al-Kaeda treiben Syrer, Kurden, Libyer, Libanesen, Palästinenser, Yeziden, Assyrer, Chaldäer, Paschtunen und arabische Christen vor sich her, eine Flut, in der zwar nicht gerade das Abendland untergeht, die aber Europa, Deutschland, Österreich, Frankreich verändern wird.

Manchmal werden das kleine Veränderungen sein. Frauen mit dem Hijab in der Innenstadt, eine Kinderstation im Krankenhaus, die plötzlich stärker ausgelastet ist, Schulen, die mit einem unerwarteten Anstieg an Schülern kämpfen müssen, die Sprachkurse anbieten müssen, Schlägereien zwischen Schülern entlang der türkisch-arabischen Sprachgrenze, in Frankreich entlang der Dialekt-Grenze zwischen Syrien und Maghreb, entlang der religiösen Verwerfungslinien zwischen Yeziden und Muslimen, Juden und Muslimen, europäischen Christen und Chaldäern.

Einige Veränderungen werden gravierender sein. Oder wir werden sie so empfinden, weil sie nicht in das Bild passen, dass unsere Euphorie gerade von der Zukunft zeichnet.

Wir werden wohl konservativer werden, einfach weil mehr Menschen mit traditionellen Werten unter uns leben werden. Wir werden viel, viel Geld brauchen, um diese Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren, sie, die, die nach ihnen kommen, und schliesslich ihre Angehörigen, die ihnen eines Tages folgen werden.

Dieses Geld wird uns wahrscheinlich an anderer Stelle fehlen. Und es wird nicht in allen Fällen gelingen, sie in die Gesellschaft zu integrieren, die Deutsche und Flüchtlinge zusammen weiterbauen werden. Diese Menschen werden ihr Leben lang von staatlicher Hilfe und der ihrer Familien abhängig sein. Einige von ihnen werden Verbrechen begehen.

http://www.focus.de/finanzen/news/willkommenskultur-und-integration-deutsche-bahn-will-gezielt-fluechtlinge-ausbilden_id_4894267.html

Die aber, die sich erfolgreich einbringen, werden uns vor andere Fragen und Probleme stellen. Immerhin werden sie in einigen Bereichen mit den einheimischen Arbeitskräften konkurrieren. Pflegenotstand? Gibts demnächst wahrscheinlich nicht mehr. Wer in der Gesundheitsbranche mit knapper Belegschaft Kosten sparen will, muss sich eine andere Erklärung als den Mangel an Arbeitskräften einfallen lassen.

Mindestlohn? Reicht schon mal für den Einstieg. Wer in Syrien Anwalt war, ist wahrscheinlich froh, wenn er hier überhaupt Arbeit findet. Gewerkschaften? Die tun gut daran sich jetzt schon für die neuen Mitarbeiter zu interesieren. Sie existieren in vielen Betrieben eh nicht mehr, und Migranten mit einem Hintergrund aus Flucht und Vertreibung, Armut und Verfolgung sind erfahrungsgemäss nicht unbedingt gewerkschaftsaffin.

Your Caps, Captain!

AAFESpogs

„Actuellement et depuis 2001, des POG sont utilisés par les militaires de pays membres de l’OTAN en Irak et en Afghanistan comme monnaie (US) dans les camps militaires2,3 et en Irlande. Il s’agit en fait officiellement de bons d’achat dénommés « POG Gift Certificates » remplaçant les pièces de monnaie métalliques par des pièces en carton plus faciles et moins coûteuses à transporter que ces dernières2.De nombreux lots de POG s’échangent encore sur des sites de petites annonces entre particuliers.”

http://fr.wikipedia.org/wiki/Pog

Die Soldaten in Afghanistan und dem (Rest-) Irak zahlen im Lager mit WAS? Mit Caps, dem Hit der Schulhöfe der 90er? Das gibt dem Begriff “In Statu Discipuli”, der früher gelegentlich benutzt wurde, um den Rechtszustand des Soldaten zu beschreiben, eine ganz neue Bedeutung.

Und wirft die Frage auf, wie der Sammler-Markt für diese Caps sich nach dem Truppen-Abzug entwickeln wird.

With Love From Sunnydale

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