Heilig sei Dir der Feierabend des Beamten, wenn Du mordest!

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Craig Rice, Stiff Lucky

http://manybooks.net/authors/ricec.html

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La peur est la soeur de la stupidité

Schnee fällt leise auf die Strasse, die schon weiss ist. Es ist definitiv kein Wetter, um mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Ich nehme also den Motorroller. Spätestens nachdem ich ihn den Berg hinauf zur Bundesstrasse geschoben habe, kommen mir Zweifel an meinem gesunden Menschenverstand. Dann aber fällt mir ein, dass ich so etwas ja gar nicht habe.

Also fahre ich wie Valentino Rossi los, nur viel, viel langsamer. Und viel, viel, viel vorsichtiger. An manchen Stellen erreiche ich 40 Stundenkilometer, auf jeden Fall aber erreiche ich, dass eine Menge Autofahrer hinter mir vor Wut ins Lenkrad beissen. Untermalt mein Handeln vielleicht gar eine Radio-Meldung, die einen Stau anzeigt, ausgelöst von einem Irren auf einem silbernen Roller?

Ich höre nichts, ich sehe nichts, nichts anderes als die Strasse vor mir. Jeder Kreisel ist eine Herausforderung, die Brücke ein Wagnis, die Dorfstrasse ein Abenteuer. Als ich einmal anhalte, tue ich es aus Vorsicht, gleich jedoch meine Dummheit bestätigend an einer besonders engen Stelle der Strasse. Der Linienbus weist mich darauf hin.

Ich rutsche nach rechts vom Sattel herunter und halte die Maschine schief, damit er mich nicht streift. Ich habe meinen Eigenanteil für die letzte Fahrt im Krankenwagen noch nicht bezahlt. Langsam geht das ins Geld.

Ich frage mich, wie ich die Strasse “Kein Winterdienst Nr. 10” schaffen soll, die nicht ohne Grund so heisst. Sie ist dann aber die einzige, auf der kein Schnee liegt. Ich denke an das abgefahrene Ticket der RPR in Paris, das ich noch in der Tasche habe und denke an einen alten französischen Film. Den Parkplatz überquere ich mein Fahrzeug schiebend.

Ich bin nicht dumm… nicht so dumm, also doch dumm, aber anders

Es erwies sich, dass ich nicht zu dumm bin, eine Batterie anzuschliessen. Ich bin nur zu dumm, vorher zu prüfen, ob Plus und Minus auch auf der richtigen Seite sind. Offensichtlich habe ich die falsche Batterie erhalten.

Batterien

Die neue Batterie kostete mich beim Kalabreser 28 Ecu. Er stellte noch die Ventile ein, die wohl die Wurzel des Übels waren, richtete den Haupt-Ständer und den Lenker, wechselte Motoröl und Treibriemen und berechnete insgesamt 150 Ecu, die Paula sich von ihrem Bruder lieh.

Gut erzogen wie ich bin verkniff ich mir den Hinweis darauf, dass sie sich eine zumindest vorübergehende Tätigkeit suchen könnte, etwa die Auslieferung von neapolitanischen Flachkuchen zur Mittagszeit. Diese Stelle ist so wenig begehrt, dass quasi immer Mitarbeiter dafür gesucht werden.

Ich hasse es, wenn ich angeschrien werde. Auch Hinweise auf die Höhe des Gehaltes, für das ich im Dunkeln arbeite, schätze ich nicht, wenn sie mit Aussagen verküpft sind, wie “Dafür arbeite ICH doch nicht.” Schon gar nicht, wenn sie von Leuten kommen, die mich sonst nach jeder abendlichen Schicht nur mit “Wieviel?” begrüssen.

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Freiwilliger Sozialdienst

http://www.thesmokinggun.com/documents/florida/beenie-baby-barter-018476

OCTOBER 27–A Florida woman was arrested Wednesday evening after allegedly offering to perform a sex act on a cop in exchange for cash and a Beanie Baby doll, according to a court filing.

During a conversation that followed, Robinson “negotiated to perform oral sex” on the cop in exchange for $5 and a “Beenie Baby teddy bear.” A criminal complaint does not indicate whether the officer was already in possession of the Beenie Baby or was somehow expected to procure the doll pre-fellatio.

5 Dollar und ein Beanie Bärchen? Das ist keine Prostitution, das ist freiwilliger Sozialdienst.

https://en.wikipedia.org/wiki/Beanie_Babies

http://world.ty.com/

http://hippierefugee.blogspot.de/2012/02/beanie-babies.html

Umgepolt und Sodomit

Mein Roller-Mechaniker deutete unzart an, ich hätte die Batterie verpolt. Tja, das kann ja nun auch nicht jeder.

Die meisten Menschen schliessen sie schon aus Versehen korrekt an, der Rest aus Prinzip. Ich kann auch anders. Immerhin erklärt das die mangelnde Tankanzeige und zum Teil auch die gleichfalls vollständig mangelnde Funktion meines Vehikels.

Es sei allerdings, so meinte er, nicht schlecht, dass ich deswegen vorbei gekommen sei. Denn die Ventile von La Mosca seien viel zu eng eingestellt, und das Motoröl sähe “bestialisch” aus. Ich bin mir nicht sicher, ob das etwas Gutes ist, immerhin kommt er aber aus einem Land, in dem einer der bedeutendsten Maler “Der Sodomit” heisst.

An diesem Punkt war Paula meiner Anwesenheit so überdrüssig, dass sie ihren Bruder um ein Darlehen in Höhe der voraussichtlichen Reparaturkosten bat. Sie war nicht erfreut, als der Kalabrier andeutete, sein Zeitplan liesse eine Abholung erst am Freitag zu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ventilsteuerung

https://de.wikipedia.org/wiki/Sodoma