The ground is now clear

The rest of the planet is still the beautiful metropolis it always was – indeed, aggressive combustive deconstruction has allowed for some valuable insights into imperial architecture, and I managed to get a perfect view of a cross-section of an Imperial defence tower just yesterday (before the other half of it collapsed). The assault of the Archenemy has yet to breach the inner city and has, in fact, done a lot to clear out some of the unsightly shanty-towns in the outer rings, giving those who lived there an exciting new opportunity to relocate. If anything, the ground is now clear for future redevelopment once we recapture the planet.

https://wordpress.com/read/feeds/45759030/posts/1539249107

Let’s be happy

Ich höre jemandem auf Youtube zu, der mir erklärt, wie ich mit meinen Aggressionen umgehen soll. Ganz zufrieden stellen mich seine psychotherapeutisch-orientierten Erklärungen nicht.

Denn eigentlich möchte ich ja auch diese negative Energie nutzen, um Dinge zu verändern, um mein Leben zu verändern. Denn ich bin gerade in einer dieser Situationen, in der sich das Leben um einen herum verändert, in der andere mein Leben verändern und ich deshalb zwangsläufig das Gefühl habe, die Kontrolle zu verlieren.

Bedenkt man dazu das Verhältnis, das ich zu Paula habe, und unsere Finanzkrise, so ist vielleicht nachvollziehbar, dass es mir an negativer Energie so gar nicht mangelt. Ihr gegenüber habe ich den geringen Vorteil, sie bloggend anders äussern zu können als indem ich jemanden anschreie.

Ich bin davon überzeugt, dass mich diese Wut in gewissem Umfang mein Leben lang begleiten wird. Und, nein, Paula ist nicht ihre Ursache. Sie hat mich aber auch nie wirklich aufgehalten. Dazu hätte es eines Einfühlungsvermögens bedurft, das ihr fremd ist.

Every Man a King

Ich bin mit den Veränderungen bei Yoyodyne, dem Verlust sovieler Kollegen und Paulas Abgleiten in eine ihrer Wut-Phasen überfordert. Ich bin auch mit meinen eigenen widerstrebenden Wünschen überfordert. Ich bin also generell überfordert.

Trotzdem zögere ich nicht, Aufgabe zu übernehmen. Strebe ich danach zu erfahren, wieviel ich ertragen kann? Oder bin ich einfach einer dieser typischen Deutschen um die fünfzig, die ihre Pflicht tun, bis sie zusammenbrechen? Mit der Pflicht haben sie es ja eh, die Deutschen, auch wenn da manchmal jemand am Ende Fragen fragt, die niemand gehört haben will wie: “Was heisst hier, wir haben das falsche Dorf niedergebrannt?” oder auch “Frauen und Kinder nicht? Upsi …”

StressSpiritual

Wahrscheinlich geht es nicht um die Grenzüberschreitung, sondern darum, wenigstens ein wenig Kontrolle über das eigene Leben zu behalten. Denn beide Veränderungen können leicht dazu führen, dass ich vergesse, was ich mir wert bin, dass ich untergehe. Da ist die Frage einfach, ob meine Meinung gilt oder die der anderen.

Das ist nicht genau das, was Huey Long mit dem Song “Every Man a King” meinte. Aber der Titel passt irgendwie doch.

https://www.youtube.com/watch?v=Y9Ekflxg2es

Die in der Mitte lächelt

Reihum verlassen uns die gekündigten Kollegen. Wer geht, wer bleibt, wem das eine ein “Kann”, wem das andere ein “Muss” ist, ist scheinbar Zufall.

Das Foto am Kühlschrank zeigt eine Arbeitsgruppe von Dreien. Die in der Mitte lächelt. Sie hat sich gestern verabschiedet.

Andere werden mit stattlichen Prämien aus ihrer Freistellung zurück gelockt, um noch weg zu arbeiten, was in Zukunft nicht mehr sein darf. Um das sicher zustellen, müssten wir die Kunden abschaffen. Dazu konnte sich bis jetzt noch niemand entschliessen.

Eine andere Mitarbeiterin fand sich ohne Aufgabengebiet wieder, weil die Abteilung, die ihr zuarbeitete, komplett entlassen wurde, sie aber nicht.

Einen Prokuristen haben wir immer noch nicht, dafür aber einen Marketing- und einen Finanzdirektor. Die haben ihre Büros allerdings in Taipeh und sprechen kein Deutsch.

Der Rest von uns bildet Arbeitsgruppen, um den Betrieb neu zu organisieren. Ich wurde keiner zugeteilt.

Läuft! Wohin?

  • Der Versuch, Anrufe an Kollegen weiter zu leiten, scheitert regelmässig.
  • VoIP-Anrufe kommen zwar an, es kommt aber nicht zu einer Verbindung, bei der beide Teilnehmer sich hören können.
  • Die Tonqualität ist teilweise untergründig.

Insgesamt scheint das Produkt noch nicht ausgereift und auch nicht mit allen anderen Systemen auf dem Markt kompatibel zu sein.