Die Erfindung des Smartphones durch L. Neil Smith im Jahr 1980

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Zum ersten Mal las ich von einem Smartphone im Jahr 1985. Es hatte ungefähr die Grösse eines IPhone 6, eine Aktivierungstaste, eine On-Screen-Tastatur und vorinstallierte Apps für den Einsatz als Taschenrechner, Enzyklopädie und Wecker, aber offensichtlich keine Anbindung ans Internet. Jedenfalls erwähnt der Ich-Erzähler des Romans „Der Venus-Gürtel“ von L. Neil Smith nichts davon. Es ist allerdings möglich, dass sich sein Gerät auf der Erde damit verbunden hätte, während es am aktuellen Aufenthaltsort, einem Raumschiff, dazu nicht die Möglichkeit hatte.

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Die Existenz dieses Buches stellt denn eine Reihe Patente von Apple und anderen infrage. Denn das US-Patentamt lehnte den Antrag Charles Halls auf Patentierung des Wasserbetts ja deswegen ab, weil dieses Schlafmöbel bereits von Robert Heinlein in seinem Roman „Stranger in a Strange Land“ beschrieben worden war. L. Neil Smith beschrieb 1980, was Steve Jobs & Co. erst ab 2004 entwickelten. Das gedachte Helmers Gigakom bot mit 67 GB übrigens aber immer noch mehr Speicher als ein IPhone 5 von 2012.

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Flüchtlinge und teure Smartphones: Hetze ohne Fakten

http://mobil.derstandard.at/2000020396192/Fluechtlinge-und-teure-Smartphones-Hetze-ohne-Fakten

Fast alle Asylwerber kommen bereits mit Handys an, das hat viele Gründe

Man solle das „auffällig große“ Smartphone in der Hand des dunkelhäutigen Flüchtlings beachten, schreibt eine Facebook-Nutzerin unter ein Foto, das sie nach einem „kritischen Lokalaugenschein“ in Traiskirchen gemacht hatte. Unter dem Bild: dutzende empörte Kommentare über den vermeintlichen Reichtum der Flüchtlinge. Das Foto wird tausende Male weiterverbreitet, darunter auch von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache (der den Eintrag später wieder entfernt). Nur wenige Wochen zuvor: Der oberösterreichische Landesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) lässt Nutzer an einer „Bildersuche“ teilnehmen. Mit der Frage „Wer findet das neue iPhone?“ publiziert er ein Bild von Flüchtlingen in Linz.

http://www.huffingtonpost.de/franzreinhard-habbel/jenseits-von-pegida-fluechtlingshilfe-smartphone_b_6405998.html

Der FAZ Redakteur Rüdiger Soldt schrieb Ende Juli in einem bemerkenswerten Beitrag über minderjährige Flüchtlinge: „Sie kommen aus Algerien und steigen in Freiburg aus dem ICE. Sie kommen ohne Rucksack und ohne Pässe. Nur ein Smartphone haben sie immer dabei. Das brauchen sie, um Kontakt zu halten. Zur Familie in Afghanistan oder Eritrea. Vielleicht auch, weil sie manchmal Anweisungen von den Schleppern bekommen, in denen ihre Familien mehrere 1000 € bezahlt haben.“ Auch in der Stadt Witten an der Ruhr gab es zunächst Skepsis, was die Handynutzung betrifft. Sie legte sich erst, als ein Mitarbeiter aus dem Amt für Wohnen und Soziales, der die Flüchtlinge unterbringt, erzählte, dass mindestens 50 % von Ihnen bereits „mit einem Handy in der Hand, auf der eine Übersetzungs-App bereits gestartet ist, den Raum betreten“.

Boah ey, die Flüchtlinge haben Handys, denen geht es doch gut!