Der Butler in der S-Bahn

Das treue Nokia Asha 309 verbindet sich mit immer weniger Wlan-Netzen in Hotels, Systemgastronomien und öffentlichen Fortbewegungsmitteln. Da werden Sicherheitsabfragen gestellt, die es einfach nicht versteht, weil die dafür notwendigen Updates nicht mehr stattfinden.

Das Iphone 5 im Corporate-Identity-Bumper hat dieses Problem nicht, ist aber mit der Aufgabe gefordert, eine S-Bahn-Fahrt von 47 Minuten Dauer mit der Vorführung eines Hörspieles („Memoiren eines Butlers“, Bernd Grashoff, 1963) abzudecken, so der Akku nicht vorher voll aufgeladen oder durch einen externen Akku ergänzt wurde.

Bei der Routenplanung im Nahbereich ist dann die Internet-Seite, die das Nokia über den datensparenden Browser Opera Mini ansteuert, der mit dem Iphone ausgelieferten Software um ungefähr 200 m überlegen. Das erfahre ich, nachdem ich hin dem Vorschlag von routenplanung.de gefolgt bin, zurück aber dem des IOS, das allerdings auch nur, weil an dieser Strecke ein Lidl sein soll, das ich dann aber nicht gefunden habe. Dieser Mangel an Zugriff auf das Backwaren-Regal des Discounters kostet mit dann bei Burger King gewiss 3 Ecu mehr, als ich sie dort ausgegeben hätte.

Es gibt bei Opera Mini auch einen Offline-Modus für die Routenplanung. Die Seite bleibt also im Browser stehen, bis die Cookies wieder gelöscht werden. Für die Food Distribution ist es wichtig zu wissen, dass es im Umkehrschluss vor einer Neu-Eingabe einer Route notwendig ist, diese Cookies zu löschen und die App einmal neu zu starten.

Bei der Übertragung von Dateien von einem Computer gleich welchen Betriebssystems auf das Mobiltelefon gewinnt Nokia auf Grund seiner einfachen Bedienung und der fehlenden Notwendigkeit, eine spezifische Software zu installieren, die es nicht für alle Systeme gibt. An dieser Stelle gewinnt ungefähr jedes Mobiltelefon vom Motorola SLVR L7 bis zum neuesten Androiden gegen das IPhone. Ich muss Itunes auf einem Computer installieren, der nur entweder mit Windows oder mit Mac laufen darf? Das ist so… Siemens, so 90er, so Side Cut, so Merkel.

http://www.deutschlandradiokultur.de/memoiren-eines-butlers.1034.de.html?dram:article_id=174991

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Die Erfindung des Smartphones durch L. Neil Smith im Jahr 1980

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Zum ersten Mal las ich von einem Smartphone im Jahr 1985. Es hatte ungefähr die Grösse eines IPhone 6, eine Aktivierungstaste, eine On-Screen-Tastatur und vorinstallierte Apps für den Einsatz als Taschenrechner, Enzyklopädie und Wecker, aber offensichtlich keine Anbindung ans Internet. Jedenfalls erwähnt der Ich-Erzähler des Romans „Der Venus-Gürtel“ von L. Neil Smith nichts davon. Es ist allerdings möglich, dass sich sein Gerät auf der Erde damit verbunden hätte, während es am aktuellen Aufenthaltsort, einem Raumschiff, dazu nicht die Möglichkeit hatte.

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Die Existenz dieses Buches stellt denn eine Reihe Patente von Apple und anderen infrage. Denn das US-Patentamt lehnte den Antrag Charles Halls auf Patentierung des Wasserbetts ja deswegen ab, weil dieses Schlafmöbel bereits von Robert Heinlein in seinem Roman „Stranger in a Strange Land“ beschrieben worden war. L. Neil Smith beschrieb 1980, was Steve Jobs & Co. erst ab 2004 entwickelten. Das gedachte Helmers Gigakom bot mit 67 GB übrigens aber immer noch mehr Speicher als ein IPhone 5 von 2012.

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Flüchtlinge und teure Smartphones: Hetze ohne Fakten

http://mobil.derstandard.at/2000020396192/Fluechtlinge-und-teure-Smartphones-Hetze-ohne-Fakten

Fast alle Asylwerber kommen bereits mit Handys an, das hat viele Gründe

Man solle das „auffällig große“ Smartphone in der Hand des dunkelhäutigen Flüchtlings beachten, schreibt eine Facebook-Nutzerin unter ein Foto, das sie nach einem „kritischen Lokalaugenschein“ in Traiskirchen gemacht hatte. Unter dem Bild: dutzende empörte Kommentare über den vermeintlichen Reichtum der Flüchtlinge. Das Foto wird tausende Male weiterverbreitet, darunter auch von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache (der den Eintrag später wieder entfernt). Nur wenige Wochen zuvor: Der oberösterreichische Landesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) lässt Nutzer an einer „Bildersuche“ teilnehmen. Mit der Frage „Wer findet das neue iPhone?“ publiziert er ein Bild von Flüchtlingen in Linz.

http://www.huffingtonpost.de/franzreinhard-habbel/jenseits-von-pegida-fluechtlingshilfe-smartphone_b_6405998.html

Der FAZ Redakteur Rüdiger Soldt schrieb Ende Juli in einem bemerkenswerten Beitrag über minderjährige Flüchtlinge: „Sie kommen aus Algerien und steigen in Freiburg aus dem ICE. Sie kommen ohne Rucksack und ohne Pässe. Nur ein Smartphone haben sie immer dabei. Das brauchen sie, um Kontakt zu halten. Zur Familie in Afghanistan oder Eritrea. Vielleicht auch, weil sie manchmal Anweisungen von den Schleppern bekommen, in denen ihre Familien mehrere 1000 € bezahlt haben.“ Auch in der Stadt Witten an der Ruhr gab es zunächst Skepsis, was die Handynutzung betrifft. Sie legte sich erst, als ein Mitarbeiter aus dem Amt für Wohnen und Soziales, der die Flüchtlinge unterbringt, erzählte, dass mindestens 50 % von Ihnen bereits „mit einem Handy in der Hand, auf der eine Übersetzungs-App bereits gestartet ist, den Raum betreten“.

Boah ey, die Flüchtlinge haben Handys, denen geht es doch gut!