Zukunftssicher in der Auto-Branche

Paulas Tätigkeit als Überführungsfahrerin für das Autohaus ihres Bruders brachte sie in Kontakt mit einem seiner Mitarbeiter, der sich auf die Beschallung des Fahrzeug-Innenraumes spezialisiert hat. Das scheint mir eine gerissene Entscheidung zu sein, denn ob Verbrennungs- oder Elektromotor, Musik muss sein!

https://www.youtube.com/watch?v=oKkRS4rL6Pw&list=PL2Odx_yrfHXLDWG63cCLR43XTsNRmqm9I&index=3

Jene Fachkraft wusste nach einem Blick auf die Fotos auf ihrem Senioren-Handy umgehend den rechten Adapter samt Modellnummer und Bezugsquelle zu benennen. So bedurfte es nur weniger Drohungen, mich zu einer Bestellung zu bewegen. Jetzt harre ich der Installation, um danach das neue Autoradio in der gleichen Weise zu ignorieren wie das alte. 

Ich nämlich lege an dieser Stelle einfach mein Mobiltelefon vor das Tachometer und höre ein wenig Lizzo. 

https://www.youtube.com/watch?v=R9CTs1NsZRI

So etwas soll in einem Elektro-Auto übrigens mehr Spass machen – der Geräuschpegel, den das Auto als Hintergrund liefert, ist wohl deutlich geringer. Das jedenfalls behauptet  Alex Roy auf TheDrive, der denn auch gleich eine Beschreibung mitliefert, wie man im 21sten Jahrhundert seinen neuen Kraftwagen erwirbt: 

The Tesla staff were terrific. The car was in stock. I gave them my credit card. Within minutes I had an e-mail confirmation and an online account. Within hours they confirmed home delivery for the very next day. It was by far the best car purchasing experience I ever had. I went home and counted down the hours.

https://www.thedrive.com/opinion/27490/how-i-learned-to-stop-worrying-and-buy-a-tesla

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Angela Merkel in Destroyed Jeans.

Beschwert sich denn keiner mehr, dass die Frau Merkel Posten an ihre Gefolgsleute verteilt wie ein Sultan des Matriarchats? Ach, das sind die Leute schon gewöhnt, das kennen sie von anderen Politikern, hiessen sie denn Putin, Trump oder Schröder. 

Immerhin, Frau Kramp-Karrenbauer, die neue Verteidigungsministerin und Kronprinzessin, ist eine Sympathisantin Trumps, eine, die ihm nicht aus Prinzip das Nudelholz überzieht wie es bei deutschen Journalisten üblich ist. Das sieht gut aus für die Umsätze von Raytheon und Co. und passt auch gut zur anstehenden Wahl Boris Johnsons zum Premierminister in Grossbritannien. 

Da rücken dann zwei der wichtigsten jener Staaten wieder ins Glied, die man in Washington noch Allierte nennt, aber schon wie Vasallen behandelt. Die Demokratie, das Konzept der westlichen Allianz, bei beiden ist das Gewebe schon durchgescheuert. Da schauen die Knie und die Ellenbogen schon durch. 

Da wird die destroyed Jeans zum Symbol der politischen Lage und sieht doch an Angela Merkel, Ursula von der Leyen und Annegret Kramp-Karrenbauer nicht so attraktiv aus. Nicht so wie Natasha Negovanlis. 

https://pin.it/x5zfuk7zbv7b3j

 

Das All-you-can-eat des Auges

Einem Voyeur ist das Schwimmbad das gleiche wie das All-you-can-eat-Menü beim Chinesen. Hier wölbt sich ein zarter Busen, dort schwillt eine schwere Brust und da, da sieht man kurz einen festen, weissen Po. 

Was sollte mir auch sonst Ausgleich für die Zeit sein, die ich mit Paula und ihrer Schwester dort verbringe? Ich höre Gesprächen zu, die mir zusammenhanglos erscheinen, sinnlos. Ich selbst bin nur eine, offensichtlich allerdings benötigte Dekoration. 

Vor kurzem hatte ich einen Traum über Taylor-Marie Kowalowski. Umgehend nahm ich mir die Zeit, bei unserer nächsten gemeinsamen Schicht aller Anziehung die Spitze zu nehmen. Ungefiltert liess ich sie auf mich wirken, ihre altersgerechte Naivität, ihre Antriebslosigkeit, die Tätowierungen, zugleich fein ausgeführt und sinnlos, die Schnitte, die sie sich selbst zugefügt hat, die Narben der Zigaretten. 

Danach war alles wieder in Ordnung. Die Menschen bleiben mir fern. Fern bleibt es mir auch, Konsequenzen aus dem zu ziehen, was ich sehe. Die Reize sind vorhanden, bleiben aber diffus. Ich habe nicht die Fähigkeit, auf diesem Weg eine Brücke zu einem anderen Menschen zu bauen. 

Der Populismus kommt daher, dass das Leben vieler Menschen schwerer geworden ist. Der Mittelstand ist förmlich erdrückt worden. In den USA umfasste er früher etwa 70% der Haushalte, heute sind das nur noch 50%. Die andere Hälfte ist entweder wohlhabend oder arm. 

Nannette Hechler-Fayd’herbe

https://www.nzz.ch/finanzen/sollte-der-dollar-schwaecher-werden-waere-das-ein-konjunkturprogramm-fuer-alle-ld.1492762

Fehler-Kaskaden und halbe Defekte

Mit höchstens 20 km/h strebe ich auf La Mosca den Berghang hinauf. Wieso die Geschwindigkeit an dieser Stelle so mässig ist, darüber hatte ich im Lauf der Zeit verschiedene Theorien. Der Herr Schrammel tippt auf die Gewichte, deren Unversehrtheit aber der jüngere Lenoire behauptete, bevor er dem Wahnsinn verfiel. 

Doch stellen wir uns einmal folgende Abfolge von Ereignissen vor: ich beförderte mein Vehikel vor einem Jahr in seine Werkstatt, um einen Fehler beheben zu lassen. Dies, vielleicht eine falsche Einstellung der Ventile, sei uns der Fehler 1

Er könnte ihn behoben haben, merkte es aber nicht, weil inzwischen Fehler 2 auftrat, ein defekter Bremssattel vorne. So etwas behindert den Vortrieb in nicht unerheblicher Weise. Als er dann durchdrehte, mag es sein, dass er bei der Rekonstruktion des Rollers nicht mehr die gebotene Sorgfalt hat walten lassen. Das könnte dann Fehler 3 verursacht haben, als da sind falsch installierte oder defekte Gewichte oder ein mangelhaft angeschlossener Schlauch.  

Wir wissen jetzt nicht, ob das stimmt, jedenfalls nicht, bevor der Herr Schrammel oder ein anderer, ähnlich Todesmutiger ins Innere des Rollers vorstösst. Aber solche Fehler-Kaskaden sind tatsächlich nicht ungewöhnlich. Als einzige Voraussetzung braucht es dazu jemanden, der die Übersicht verliert, und jemanden, der ihn nicht aufhält. 

Dass kann bei Schiffen, Atomkraftwerken und ähnlichen Fahrzeugen und Vorrichtungen Konsequenzen haben, die weit über das Empfinden eines Potenz-Defizites hinaus gehen, das ich da am Berg habe. 

Oder aber die CDI meines Vehikels ist halb-defekt wie es Elektroniken manchmal sind. Dann ginge sie unter bestimmten physikalischen Bedingungen leidlich und unter anderen unleidlich. 

KSR 50

Die Defizite meiner getreuen Zhongshen addierend beschloss Paula, ich bedürfte eines neuen Fahrzeugs. Dem Gedanken stand ich nicht völlig ablehnend gegenüber. Sie fand ein geeignetes in einem Dorf in Sichtweite jenes grossen Flusses, den schon Gaius Iulius erwähnte. 

Dieses Dorf befand sich zu meiner Begeisterung ganz in der Nähe eines anderen, in dem der Ex-Kollege Schrammel lebt. Der hat einen Transporter und äusserte zu meiner Überraschung auch noch die Bereitschaft, den Roller zu reparieren. Denn die Kiste sah auf den Fotos sehr gut aus, sollte aber einen Kolbenfresser haben. 

Als wir dann dort anlangten, wir drei, sah die Sache anders aus. Der Roller wirkte, als hätte ihn ein Blinder auseinander- und wieder zusammengeschraubt, die Gabel hatte einen Lagerschaden, der Ansaugstutzen fehlte, und das alles noch zu dem Kolbenfresser. 

Die drei eher harmlos wirkenden jungen Leute, die versuchten, ihn zu verkaufen, hatten noch vier Maschinen in verschiedenen Zuständen des Verfalls in einem Carport stehen und einen Panzer im Vorgarten. Dies schien mir ausgesprochen nützlich. Denn wer weiss schon, wann es Streit mit den Nachbarn um die Länge der Grashalme im Vorgarten gibt. Da wäre es doch herzlich doof, hätte man nicht einen Panzer zur Hand. 

Ich war dagegen, den Roller zu kaufen, befürchtete ich doch, Schrammel bei weitem zuviel Arbeit aufzubürden. Der allerdings war ungefähr aus diesem Grund dafür, das Ding für 100 Ecu statt der ausgelobten 300 zu erwerben. Paula war aus welchen Gründen auch immer meiner Meinung. 

Der Herr Schrammel aber ist Verkäufer. Er weiss, wie er etwas erreichen kann. In diesem Fall lud er uns zu einer Rostwurst auf dem Springturnier um die Ecke ein. Ich beobachtete seine Vorgehensweise genau. Schliesslich ist er in Leben und Beruf ja bei weitem erfolgreicher als ich. Am Ende kauften wir das Ding also doch, allerdings für 50 Ecu. Er wird es jetzt zerlegen und ermitteln, ob sich eine Reparatur lohnt. 

 

Nichts stört den Ablauf der Politik so sehr wie der Wähler

IMG_20190618_132011.jpgSchrittweise erkunde ich das Gebiet um meinen neuen Arbeitsplatz herum. Mal zu Fuss, mal mit dem Roller, immer Schritt für Schritt, immer auf der Suche nach Orten, die mich mit jener distanzierten menschlichen Gesellschaft versorgen können, die allein ich aushalten kann, und mit einer Cola. 

Nach dem Markt von Hagen erschloss ich mir den Bereich um den Jardin den Chine, danach den zwischen diesem Park und dem Gewerbegebiet. Das transportierte meine Kundschaft vom Kaufland am Markt zum Lidl. Das ist deutlich aufgeräumter, leerer und, alors, hat eine Klimaanlage!

So kann ich jetzt wieder spazieren gehend mir überlegen, in welcher Beziehung des Herrn Trumps Neigung, nur zu seinem Vorteil zu handeln, zu dem Preis steht, den ich für Heizöl zahlen muss. 

Insgesamt aber denke ich, dass die britisch-amerikanische Öl-Industrie, die Russen und sogar die Iraner am meisten profitieren, wenn sie mit kleinen und grösseren Gemeinheiten den Preis hochtreiben, es aber nicht zu einem Krieg kommen lassen. Dem Herrn Trump aber käme ein Krieg vielleicht zupass, könnte er ihn doch zum Anlass nehmen, sich selbst wieder zu wählen. Nichts stört doch den Ablauf der Politik so sehr wie der Wähler.