Rover’s Keep

Ich habe da eine Idee für eine Fernsehserie mit dem Titel “Rover’s Keep”.

Im Wesentlichen ist es so ähnlich wie “McLeod’s Töchter”, nur dass diese Serie in Kanada spielt, Claire eine Butch mit grossen… Karos auf dem Hemd ist, die nach dem Tod ihres Vaters feststellt, dass die Hälfte ihrer Pferdefarm ihrer Halb-Schwester Terry gehört, die bisher noch nie aus Montreal heraus gekommen ist.

Auf “Rover’s Keep” führt eine ehemalige Prostituierte den Haushalt, der Knecht sieht verflixt gut aus, hat aber nichts für Mädchen übrig, und Claire hat eine Beziehung mit einer dänischen Einwandererin auf dem Nachbarhof, die mit einem sehr grosszügigen Ehemann gesegnet ist.


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Ich habe einen Peugeot 3008 GT Line gefahren

Eigentlich habe ich ihn nur wieder auf seinen Parkplatz zurückgestellt. Er behinderte Paula beim Ausparken eines Ford Tourneo Custom von erheblichen Ausmassen in erheblichem Ausmasse.

Sie war darob so verwirrt, dass sie sogar meinem Vorschlag zustimmte, einen anderen Wagen, nämlich jenen 3008 GT, von seinem Parkplatz zu entfernen, um sich Raum zu verschaffen. Dann konnte sie sich bei dem nicht zwischen erstem und Rückwärtsgang entscheiden. Schliesslich rief sie statt ihres Bruders mich an.

Zur Verwunderung aller Beteiligten gelang es uns schliesslich, das Vehikel vom Hof des automobilen Grosshändlers auf die Strasse zu befördern, nachdem ich diesen sportlichen SUV zurück an seinen Platz gefahren hatte. Von da an wurde es einfacher, bis wir den Wagen bei ihres Bruders Autohaus ablieferten.   


Die dreifache Umkreisung Bürrstadts

“Moby Dick” ist nur deshalb ein Drama, weil Captain Ahab ein Mann ist. Männer aber stellen, Starbuck ist dafür Beleg, ihre Gefühle nicht über die Logik und den gesunden Menschenverstand. Wäre Ahab eine Frau, so gäbe es das Buch gar nicht, weil die weibliche Fähigkeit, widersinnige Dinge aus einem Gefühl heraus zu tun, von der Gesellschaft absolut akzeptiert wird.

Auf der Jagd nach dem perfekten Couchtisch zog Paula einen Ausflug nach Nord-Holland in Erwägung. Ich freute mich schon aufs Meer, war dann aber nicht enttäuscht, als die Fahrt nicht zustande kam, weil ich inzwischen herausgefunden hatte, dass das ein Stadtteil von Kassel ist. Kassel aber leidet bekanntlich an einer völligen Abwesenheit von Meer.

Dafür weiss ich jetzt, dass es in Raunheim ein Versandzentrum von Amazon mit eigenem Parkhaus gibt. Der adäquate Tisch nämlich stand direkt um die Ecke bei einer Familie. Die quetschte sich in ein enges Reihenhaus, von dessen Verkaufserlös sie wahrscheinlich einen opulenten Neubau in unserer Gegend hätten bezahlen können.

Auf der Rückfahrt ordnete Paula direkt, nachdem wir die Autobahn erreicht hatten, an, dass ich Google Maps deaktivieren sollte. So etwas bräuchte sie nämlich nicht. Für die nächste Dreiviertelstunde umkreisten wir dann Bürrstadt. Dieser Couchtisch kostete also 70 Ecu und das Benzin für 300 km.

Wer nicht mehr dazu gehört, gehört nicht mehr dazu

Mein Drogenexperiment brach ich nach zwei Wochen ab. Wie ich vermutet hatte, erledigte sich damit auch meine Erkältung, ein Abschiedsgeschenk Maniacs.

Er, Schrammel und der Neandertaler sind die einzigen meiner Kollegen, die sich bei mir melden. Keine Wilhelmina Peppermunt, keine Devi, kein Charles, kein Feldmann. Wer nicht mehr dazu gehört, gehört nicht mehr dazu. Ich weiss jetzt schon nicht mehr, ob diese Firma eine ist oder ein merkwürdiger Kult. Ich werde wahrscheinlich niemanden mehr von ihnen treffen.

Ganz der fiese Sack, der ich nun einmal bin, nahm ich mir noch die Zeit, mit einem Post bei Xing dem Herrn General Manager zu zeigen, dass ich mehr vom Produkt verstehe als er. Ich verstehe auch mehr vom Verkaufen als er. Schliesslich konnte ich mir meine Kunden an der Hotline nicht aussuchen. Da nimmt man, wer halt gerade anruft oder mailt und bearbeitet ihn. Das übt.  

Damit aber beendete ich meine Tätigkeit für Yoyodyne Europe. Es geht mir besser, wenn ich dieses Unternehmen hinter mir lasse. Wie heisst es doch so treffend:


Eigentlich sollte ich einen Soundbar bestellen

Himmel hilf, ich weiss ja kaum, was ein Soundbar ist. Für mich ist es ja schon der verschärfte Kunstgenuss, wenn ich ein Arctic S111M mit dem Werbeaufdruck der Illinois Electro Door ans Smartphone anschliesse, um Lena Meyer-Landrut zu hören.

Der Neandertaler, der sich hier besser auskennt, empfiehlt mir statt eines von Paula vorgegebenen gebrauchten Sony HT-CT-290 eine Bose SoundLink II. Ultrabrutal sei der Klang. Bei brutalen Filmen mit gewaltigen Schlachten und Naturkatastrophen bluten mir dann wahrscheinlich meine zarten Öhrchen.

Mit einem Schulterzucken habe ich mich von diesem Thema abgewandt, um eine neue verbesserte Version des Wappens der Silas Universität zu entwerfen, jener bekannten Privat-Universität in der Steyermark. In die zwei roten Viertel setze ich goldene Davidssterne, mir der Assoziationen bewusst, in eines der schwarzen Viertel dann Ctulhu den Grossen wie es auch im Original ist, und in das letzte ein Tortenstück. Darüber den Namen jener Bildungseinrichtung, darunter ihr stolzes Motto “Et Devorabit Omnia”!

Keinen Augenblick wäre ich überrascht, wenn Kommissar Gedeon Winter in “Der Pass” erwähnte, er habe “die Silas” besucht. Oder der Killer. Eher der. Der Kiberer hat sein Metier wohl eher  beim Major Kottan erlernt.
https://www.youtube.com/watch?v=8rKs5zSIgGU


Das haben wir nicht verdient

Das sagt kurz vor Ende der 2ten Staffel von “True Detective” jemand, ein ziemlich wütender Bewohner jenes dystopisch erniedrigten Los Angeles. Das Konzept, das er da aufwirft, ist merkwürdig.

Denn es setzt eine Beziehung zwischen dem voraus, was wir sind oder was wir tun, und dem, wie es uns ergeht. Die Theologie behauptet das zwar, in der Realität gibt es hier aber nach meiner Beobachtung keine Zwangsläufigkeit. Tatsächlich ist es wohl eher so, dass die Idee, dass einer auserwählt sei und es ihm darum gut geht, ein Knüppel auf den Köpfen derer ist, deren Reisschale leer ist.

Von denen gibt es in dem fiktiven Städtchen Vinci in dieser Serie reichlich. Leute, die sich nach Möglichkeit wegducken, wenn die Helden und Schurken sich auf offener Strasse beharken, dass Bagdad aussieht wie eine Ferienanlage, Leute, die anderen Essen machen, für sie strippen, sie fahren, Söldner, die in den Strassenkämpfen verheizt werden.

Dieses Vinci ist überhaupt so ein Plätzchen. Gerade mal 100 Bürger hat es dort, meist wohl Angehörige von ein, zwei Familien, die Macht und Geld untereinander aufteilen, dass es den Medici und Pazzi peinlich gewesen wäre. Alle anderen sind nur als Arbeitskräfte von aussen gekommen oder wohnen zwar dort, haben sich aber nicht ins Wählerregister eintragen können, sind also keine Wahlbürger Vincis, stumm, weil man ihnen keine Stimme gibt.

Dafür aber kann jedes Unternehmen sich dort gegen eine… Spende ansiedeln, das überall sonst an den Umweltvorschriften scheitert. Oder an den Vorschriften über die Arbeitssicherung. Dazu gibt es, sagen wir einmal,  Chemieunternehmen und Personalleasingfirmen. Anderswo hiessen diese Unternehmungen Drogen-Labore, Söldnertruppen und Bordelle.

Einem der “Helden” wirft einer vor, er sei erpressbar geworden, weil er nicht zu dem gestanden habe, was er sei. In fast logischer Konsequenz stirbt der dann in einem Feuergefecht mit einigen, mit denen er früher in Afghanistan gedient hat. Ein anderer Protagonist hat einigen Gentlemen von südlich der Grenze versprochen, was er nicht einhalten konnte. Er verblutet in der Wüste.

Der dritte dieser Burschen verspricht seiner Freundin, keine Umwege zu machen und hält dann an der Schule seines Sohnes an, um einen letzten Blick auf dieses Kind zu werfen. Sein Sprössling ist ein fettes, träges Kind, das an nichts Interesse und schon gar keine Zuneigung für seinen Erzeuger zeigt. Auch der fällt in einem Feuergefecht.

Dass Frauen und Kinder dem Gemetzel entgehen, belegt den logischen Fehler. Denn wie könnten gerade Frauen besseres verdient haben?

Meshugge velt

Eine Opipramol pro Tag macht keinen grossen Unterschied. Etwa drei, vier Tage lang schläft man viel. Danach verschiebt sich die eigene Weltsicht, die Einstellung um, na, sagen wir zwei bis drei Grad.

Das klingt nicht nach viel, kann aber gerade ausreichend sein, um die Folgen eines jener epischen Vorträge abzufangen, die mir Paula über meine Unzulänglichkeiten hält. Allerdings habe ich jetzt einige Zweifel an ihrem Geisteszustand. Noch ein paar Zweifel mehr.

Die Chance, das sie irgendwann ihr Deka Verstand endgültig verliert, ist grösser als die, dass sie mich verlässt. Was a schlamassel, a narishes. Es gibt Situationen, die man nur in jiddisch hinlänglich beschreiben kann.