Der Kleine Bruder und ich

Karma

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Ich kam, ich sah, ich ass Pelimeni

Laut Colonel Goya, der das Blog „La Voie de l’Epee“ betreibt,  ist der russische Militäreinsatz in Syrien ein Erfolg, weil er:

  1. sein Ziel, die Rettung der Regierung Assads vor dem Untergang erreicht hat (die Russen hatten also ein definiertes Ziel!)
  2. die Russen dabei mit geringeren Kosten öfter zuschlagen als ihre Mitbewerber (das wird den auf Effizienz bedachten Amerikanern nicht gefallen) Spielt dabei der Einsatz bewaffneter Kämpfer (Gruppe Wagner) statt regulärer Truppen eine Rolle?
  3. sie neue Waffen- und Kommunikationssysteme unter realen Bedingungen testen können
  4. die russischen Soldaten die Zahl ziviler Toten durch ihre Einsätze (Collateral Damage) in einem Lernprozess reduzieren konnten (das kommt in der Propaganda gut)
  5. und die Russen sich mit dem “Centre de réconciliation” eben auch diplomatisch positionieren konnten

Russland steht heute unter einem nicht unerheblichen politischen, militärischen, wirtschaftlichen und sozialen Druck. Die Bevölkerungsentwiclung, der Islamismus in Zentral-Asien und die asiatische West-Migration werden früher oder später zu militärischen Auseinandersetzungen führen.

Diese Auseinandersetzungen werden ziemlich sicher asymetrisch geführt werden, unter Umständen auch in einem Mosaik-Szenario wie in Syrien. Da zählt Erfahrung mehr als ein Abschluss in Westpoint.

https://www.heise.de/tp/features/Syrien-Warum-das-russische-Militaer-erfolgreicher-vorgeht-als-die-US-Koalition-3831927.html?seite=2

https://lavoiedelepee.blogspot.de/2017/09/tempete-rouge-enseignements.html?spref=tw&m=1

Meister und Könner

Automechaniker sind eine kuriose Spezies. Auf Grund irgendeiner Mutation auf ihrer DNA sind sie spätestens, nachdem sie den Meister-Titel erlangt haben, komplett unfähig, mit Frauen zu kommunizieren. Das ist ein evolutionär bedingtes Hindernis, das den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens limitiert.

Denn eine überraschend grosse Zahl von Damen lenkt heute selbst einen Kraftwagen, viele sind berufstätig und manche glauben gar, ohne einen Mann leben zu können. Zusammen genommen eine gar schröckliche Vorstellung und so abseitig wie die Idee, Elektronik in Autos zu verbauen.

Nun stehen andererseits die Ingenieure von Peugeot im Rufe eines gewissen Einfallsreichtums und abseitigen Humors.  Dem Meister ganz unbekannt, dem Paula heute den Ford zur Reparatur übergab, dienen die Glühkerzen nicht nur dem Starten des Commonrail-Diesel-Motors, sondern auch, zuweilen sogar von der Heckscheibenheizung unterstützt dazu, die elektrische Last zu vergrössern, um die Temperatur bei der Abgasverbrennung zu erhöhen.

Interessanterweise wusste der Geselle, mit dem Paula am Montag sprach, um diese geheime Wissenschaft und konnte sie ihr sogar darstellen. Vielleicht kann er ja statt seines Vorgesetzten die Reparatur durchführen. Die Chancen auf eine erfolgreiche Reparatur steigen, die für das gewalttätige Ende eines Automechanikers sinken.

https://goo.gl/images/nP3ygW

Abbildung ähnlich (verwirrend)

So geht Zivilcourage

Gestern Nachmittag kam es in Neukölln zu einer versuchten Körperverletzung und Beleidigung mit transphobem Hintergrund. Aussagen zufolge war eine 28-Jährige gegen 15 Uhr in der Braunschweiger Straße unterwegs, als ihr zwei Männer entgegen kamen und sie auf Arabisch ansprachen, dass sie keine richtige Frau sei. Daraufhin sei es zwischen der Frau und den beiden Männern zu einem Streitgespräch und zu weiteren transphoben Beleidigungen gegenüber der 28-Jährigen gekommen. Einer der Männer habe dann versucht, der Frau mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Dies konnte von einer unbekannten Passantin verhindert werden. Andere Passanten unterbanden durch ihr Einschreiten weitere Übergriffe auf die Frau. Anschließend ergriffen die Männer die Flucht in Richtung Karl-Marx-Straße. Die 28-Jährige blieb unverletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen.

https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.627631.php

Schweinische Lieder

Erste Kollegen melden sich von ihren neuen Arbeitsplätzen, protzend mit den Namen der Unternehmen und den Höhen der Gehälter für die sie arbeiten. Keiner von ihnen hat auch nur den Anstand, vier Wochen lang arbeitslos zu sein oder weniger zu verdienen, um uns verbliebenen das Gefühl zu geben, Glück gehabt zu haben.

Das erinnert mich einmal mehr an die schöne Tradition der Illinois Electro Door im Falle einer Entlassung unter Absingen schweinischer Lieder das Etablissement zu verlassen. Gerne erinnere ich mich noch des Kollegen Ambros, der sehr zum Unwillen seines ehemaligen Gespons einen Schreibtisch weiter etwas über urinophile Neigungen vortrug.

Das alles deprimiert mich. Aber vielleicht liegt es ja auch an meinem Besuch beim örtlichen Gendarmerie-Posten. Dort versicherte man mich nach Aufnahme des Unfallherganges und meiner persönlichen Daten zweier Dinge. Erstens werde man den Verursache nicht finden, und zweitens sind die 80er Jahre nicht zuende und werden es nie sein.

Schreibtisch

Fussballwimpel erinnerten an die grossen Dorf-Turniere von 1982, die Schreibtische in Eiche Kunststoff hell mich an meine Zeiten als Verkaufsleiter bei einer örtlichen Vertretung von Pfalzmöbel. Der Teppichboden war damals sehr, sehr preiswert gewesen. Jetzt war er noch, an einigen Stellen, vorhanden.

https://www.youtube.com/watch?v=eqY53hnzjB0&list=PL7AA95457AAD57CF3&index=2

Über das Lenkrad meines Opel Corsa hinweg fragte ich mich, wie mein Kampagnencharakter in Torg: Eternity aussehen würde. Im Radio läuft ein One Shot-Podcast, das dieses RPG darstellt, vor meinem Kleinwagen fährt ein fetter Kerl auf einer Motowell Gamini.

Beide Produkte scheinen gar nicht so übel zu sein, das Spiel interessant, der Roller recht robust, betrachtet man das Gewicht, das er befördert. 

Ich würde meine Figur nach einem Helden der deutschen Pulp-Literatur modellieren. Entsprechend wäre er in den ledernen Hosen und dem Hemd des “Westmannes” gekleidet, eine MIschung aus Kleidungsstücken der Weissen und Amerindianer Ende des 19. Jahrhunderts.

Die gewaltige Faust, die er so gerne gegen die Schläfen unerfreulicher Mitmenschen schlug, sei nun ein bionisches Ersatzteil mit der Möglichkeit, über die Verwendung als Schlagwerkzeug hinweg im Ernstfall auch elektromagnetische Störfelder zu produzieren und mit Datensystemen zu interagieren, um zum Beispiel Viren einzuschleusen.

Dies Werkzeug sei ein Präsent der Cyberpapacy, deren loyaler Anhänger er gewesen ist, bevor er ein Storm Knight wurde. Von Zeit zu Zeit übernimmt seine Konditionierung die Kontrolle über ihn. Als konventionellere Waffen führe er ein Henry-Gewehr Modell 1866 mit Explosiv- und Gaspatronen und einen Chamelot-Delvigne-Revolver im Kaliber .44 Russian. Seine Treffsicherheit mit diesen Waffen verbessert ein bionisches Auge, das auch in den Ultraviolett- und Infrarot-Bereich schauen kann. Und sein Name sei Charley.

Schiene er D’Amato und seinen zu Tisch sitzenden Mit-Amerikanern merkwürdig? Wahrscheinlich nicht merkwürdiger als ich selbst. Sie würden es wahrscheinlich damit erklären, dass wir beide recht deutsch sind. Es geht ja nichts über ein gepflegtes Vorurteil.

An dieser Stelle meiner Gedankenreise bog das Moppelchen vor mir in eine Einbahnstrasse ein. Das Verkehrsschild zeigte in meine Richtung. Ob seine Gamini so stabil ist wie La Mosca? 

http://oneshotpodcast.com/podcasts/one-shot/196-torg-eternity-part-1/http://www.motowell.de/DE/gamini.htm