Möchten Sie Trinkgeld?

http://www.huffingtonpost.de/entry/pizzaboten-packen-aus-diese-schmutzigen-geschichten-erleben-sie-an-der-haustur_de_5a78226de4b01ce33eb4d8c4

“Der Mann, der mir die Hoteltür aufmachte, hatte nur einen Bademantel an. Er hat mich gefragt, ob ich nicht mitmachen wollen würde. Ich schaute in das Zimmer rein und sah zwei nackte Frauen auf dem Bett. Ich habe ihm die Pizza in die Hand gedrückt und bin gegangen.”

“Der Typ hat mich gefragt, wo der nächste Porno-Shop sei. Ich sagte es ihm. Der Mann fragte dann, ob ich ein Trinkgeld haben will. Ich sagte ja. Dann bot er mir einen Blowjob an.”

“Him: „hey sorry man I ain’t got no tip for you“

Me: „oh that’s fine sir, it’s no problem“

Him: „nah man wait“ and he starts looking around for a second before opening the door and gesturing like Monty fucking Hall on let’s make a deal „You want a go with my girl?“

And I notice in the dark, on the bed is this thick girl laying on her stomach naked, ass jiggling in the wind.”

Da kann ich trotz über drei Jahren der Anlieferung verzehrfertiger Speisen nicht mithalten. Eine Prostituierte, die immer im Bademantel öffnete, eine dicke, ältere Frau im schwarzen Negligé, ein Typ in kurzen Shorts mit Nippel- und Bauchnabel-Piercing.

Zu einer meiner Lieblingsgeschichten werde ich jene ernennen, in der ich ein Pärchen beim Fummeln störe. Ich weiss jedoch nicht, ob ich dabei den Focus darauf legen werde, dass es sich um zwei Damen handelte oder wie lange es dauerte, bis mir die Zusammenhänge klar wurden. Das wird wohl davon abhängen, ob ich die Geschichte eher pikant oder als Beleg für mein geringes Verständnis für das Zwischenmenschliche erzähle.

In der anderen wird eine Dame in einer winzige Wohnung leben, die spärlichst möbliert ist. Mit Fortschreiten ihrer Ausbildung wird die Ausstattung von einer Matratze und einem Vogelkäfig aber schrittweise zum Normalen hin wachsen. Dass wird in keiner Beziehung dazu stehen, dass ich sie gelegentlich, vor allem am Anfang, mit Schokoladentafeln und Weinflaschen versorgt habe, die sich im Lieferfahrzeug fanden.

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Sunnyvale, Sunnydale, Hangzhou, Saragossa

Vor einigen Jahren war ich noch ein Gegner von Google. Inzwischen habe ich mich aber damit abgefunden, dass Sunnyvale die heimliche Hauptstadt der Welt ist, Sitz einer weitgehend gesichtslosen Weltregierung mit undurchsichtigen Zielen. Immer vorausgesetzt es ist in Wirklichkeit nicht Hangzhou. In dem Fall ist Jack Ma wahrscheinlich Dr. Evil.

Mein Google Drive ist jetzt so etwas wie mein digitales Zuhause. Ich hebe dort meine Telefonrechnungen auf, die für die Ersatzteile meines Vehikels, meine Aufzeichnungen und sogar meine Steuererklärungen. Ich habe dort auch eine Sicherheitskopie der Musik, die ich auf meinem Mobiltelefon mit mir führe, und eine nicht unerhebliche Bibliothek.

Schritt für Schritt habe ich sogar viele meiner Lieblingsbücher in der aktuellen Form besorgt. Einige fehlen mir allerdings noch. Sollte also jemand eine Ausgabe von Richard Morgans “Das Unsterblichkeitsprogramm” oder Potockis “Handschriften von Saragossa” als epub haben, da hätte ich noch Bedarf.

Ich bemerke aber auch, dass mein Wissen über das Angebot von Google aber oberflächlich ist. Manche Produkte verstehe ich nicht, Hangouts zum Beispiel, von anderen weiss ich wahrscheinlich gar nicht, dass es sie gibt. Hier gibt es also noch Möglichkeiten, etwas dazu zu lernen.

A lesson to be learned. A lesson learned

Paula faselt von all den Dingen, die sie am Haus erledigen lassen will, unter besonderer Berücksichtigung meines Beitrages. Das wechselt sich mit der Drohung ab, sich von mir trennen zu wollen. Ich bin an diese Wechselhaftigkeit gewöhnt, verstehe sie aber nicht.

Denn ich bin ja überaus zuverlässig in meinen Gefühlen. Ich hasse morgens alle Menschen, mittags hasse ich sie auch, und abends verabscheue ich sie hingebungsvoll. Allerhöchstens dass ich beim Kleinen Bruder einmal eine Ausnahme mache.

Insgesamt war die einzige glückliche Beziehung in meinem Leben die mit Freund, dem Kater. Er war der einzige, der mich liebte, wie ich bin, der einzige, dem ich je begegnet bin, der dieses Kunststück vermochte. Jetzt erhoffe ich mir nichts anderes mehr, als in Ruhe gelassen zu werden.

ich bin lernfähig. Und das ist es, was Ihr mich gelehrt habt.

Nowhere

Die Gewöhnung ans Unglücklichsein

Alle Faxe sind verschickt, alle mails geschrieben. Allein die Steuererklärung für 2016 bedarf noch einer Unterschrift von Paula, um abgegeben zu werden.

Mir bleibt dann allein noch, auf das Geld zu warten, das aus allen möglichen Richtungen über uns herein brechen soll und das sie bereits hingebungsvoll verplant hat, und Kat Frankie zuzuhören, wenn sie von ihrem schlechten Benehmen singt.

So gut ging es mir seit langem nicht. Finanziell jedenfalls. Ich werde ein wenig Zeit brauchen, um mich daran zu gewöhnen.