„Arianism was the teaching of the priest Arius (250-336), who lived in Alexandria, Egypt, in the early fourth century. His main belief was that the Son, Jesus, had been created by his father, God. God was therefore unbegotten and had always existed, and so was superior to the Son. The Holy Spirit had been created by Jesus under the auspices of the Father, and so was subservient to them both,“ writes Jacobsen. The Catholic belief (the trinity) is somewhat different, holding that god is present in the father, son and Holy Spirit, making them one and equal.

https://www.livescience.com/46150-vandals.html

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Zivilisierte Barbaren

Ich verbrachte einen nicht unerheblichen Teil meines Tages mit den Wandelnden Leichen. Das ist kein Euphemismus für einen Ausflug in eine Senioren-Verwahr-Anstalt, sondern der Titel von Paulas bevorzugter Fernseh-Serie.

Sie hat in Handlung und moralischer Tiefe einige Ähnlichkeit mit den Italo-Western früherer Tage, Typen halt, die durch eine Hund-frisst-Hund-Welt ziehen. Gelegentlich versucht mal einer, sich über diesen Mangel an Zivilisation zu erheben und Erbsen zu pflanzen, statt sie seinem Nächsten mit vorgehaltener Glock einfach abzunehmen.

Aber im Wesentlichen läuft es darauf hinaus, dass sich alle Beteiligten ungefähr so benehmen wie Westküsten-Möchtegern-Intellektuelle sich Barbaren vorstellen, nachdem sie während des Studiums einen Ausflug als Praktikanten in eine Welt gemacht haben, in der Saubazis wie Reagan, Clinton und Bush versucht haben, den Kapitalismus zur Gesellschaftsform umzudeuten.

Die Wahrscheinlichkeit spricht aber dafür, dass echte Barbaren “zivilisierter” sind, schon weil jeder Todesfall in der eigenen Gruppe ihren Fortbestand gefährden kann. Deshalb galt den Amerindianern zum Beispiel jener Krieger mehr, der den Feind im Kampf mit der Spitze seines Bogens berührte und davon kam, als der, der ihm den Schädel einschlug (obwohl ihnen diese Übung ebenso vertraut war). Und darum lesen wir bei diesen Steinzeitlern des 17., 18. und 19. Jahrhunderts so oft von Kindern anderer Stämme, die sie stehlen und aufziehen, und von Kriegsgefangenen und Überläufern, die in ihre Gemeinschaften aufgenommen werden.

In diesem Sinne wurde auch Fortpflanzung als heilig und erstrebenswert betrachtet und bemühte man sich um eine möglichst grosse genetische Vielfalt. Partnertausch war von den Inuit bis zu den Yamomami eben aus anderen Gründen beliebt als in den Vorstädten von Los Angeles oder den Clubs von Berlin. Das entsetzte die christlichen “Entdecker” und “Kolonisatoren” und lieferte Freyre und Chagnon die Folio für ihre Arbeit als Soziologen und Anthropologen wie als Influencer der “Mondo Cannibale”-Trashfilme und damit als  Vorläufer der Macher von The Walking Dead.

Ich verkniff mir einen Vortrag darüber wie über die Vorteile von 357er Revolvern gegenüber halb-automatischen Pistolen in einer post-apokalyptischen Welt, der geringen Zahl schwangerer Frauen in den Gemeinschaften im Allgemeinen und in Negans Harem im Besonderen. Ich hätte mich damit bei Paula nicht beliebter gemacht, als es mir  mit dem Hinweis eh schon gelungen war, dass die fortschreitende Verwesung vor dem Gehirn ja wohl nicht halt machen würde und damit voraussichtlich sieben Jahre nach der Zombiefication nicht mehr gar so viele Untote übrig sein könnten.

https://en.wikipedia.org/wiki/Manurhin_MR_73

Achilles absent, was Achilles still

From: XXXX, XXXX X.

Sent: Tuesday, May XX, 200X 12:36 PM

To: All Boston

Subject: FW: Goodbye…

As many of you are aware, today is my last day at the firm. It is time for me to move on and I want you to know that I have accepted a position as “Trophy Husband.” This decision was quite easy and took little consideration.

However, I am confident this new role represents a welcome change in my life and a step up from my current situation. While I have a high degree of personal respect for XX as a law firm, and I have made wonderful friendships during my time here, I am no longer comfortable working for a group largely populated by gossips, backstabbers, and Napoleonic personalities.

In fact, I dare say that I would rather be dressed up like a piñata and beaten than remain with this group any longer. I wish you continued success in your goals to turn vibrant, productive, dedicated associates into an aimless, shambling group of dry, lifeless husks. May the smoke from any bridges I burn today be seen far and wide.

Respectfully submitted,

XXXX XXXX

  1. Achilles absent, was Achilles still. (Homer)

zitiert in Going Postal – Rage, Murder and Rebellion, Mark Ames

 

Ganz in Schwarz

Der Prädikant trug ein Messgewand. Das irritierte mich, denn bisher kannte ich evangelische Pfarrer nur im schwarzen Talar. Für mich als Mitglied der Deutschen Episkopalkirche, den es unter die Protestanten verschlagen hatte, senkte es allerdings die Schwelle. Er sah so nämlich aus wie unsere Geistlichen damals als ich noch relativ regelmässig zur Kirche ging.

Ich hatte mich nicht ungerne zum Gottesdienstbesuch nötigen lassen, weil Paula, ihre Schwester und der “Schwiegervater” dabei sein wollten, wenn Pfarrerin und Gemeinde der verstorbenen Schwiegermutter gedenken. Denn nur so konnte ich die Frage klären, die mich beschäftigte.

Könnte ich mich einer solch zufälligen Schar von Menschen anfreunden? Mit dem Gesang, der so begeistert wie falsch ist, dem Spinner mit dem glatten Gesicht, der komischen Alten, die mit russischem Akzent mich von hinten ermahnt, den bemühten Frauen mittleren Alters? Vielleicht sollte ich den DLRG als Alternative in Erwägung ziehen. Da sind wenigstens die Mitglieder nicht nur mit allen Wassern gewaschen, sondern auch immer geduscht.

+886

I was trying to figure out if Wesbecker was in any way “justified.” That is to say, did former employees and victims think that he simply snapped, as the popular conception tells us, or did they think he was driven to desperation by circumstances within the company. I’d expected that Campbell, as a disfigured victim who barely escaped with his life, would have recoiled at the very suggestion. But according to Allie, his first response was, “Hell, everybody supported him, everybody understood where he was coming from. His only problem was that he shot the wrong people.”

Going Postal – Rage, Murder and Rebellion, Mark Ames

Der Betriebsrat versucht gerade festzustellen, wer sein Ansprechpartner ist. Da steht er nicht allein; eben sprach ich in meiner Funktion als Kundenbetreuer mit einem beamteten Wirtschaftsprüfer, der unseren Finanzdirektor suchte. Ich gab ihm seine Telefonnummer, die mit +886 beginnt.

Als Mitglied des Betriebsrates ist meine Weltsicht da noch schlichter. Unser Gegenüber ist per definitionem Geschäftsführer oder Leitender Angestellter, eine(r), der/die/das Personalentscheidungen treffen kann. Da sieht das Gesetz im Gegensatz zur Realität einen Standort in Taipeh nicht vor.

Der Tzar hat nämlich nach einem kurzen Blick auf die Abteilungsleiter, die ihm seine Vorgängerin hinterlassen hatte, sie alle bis zum Grad ihrer Inkompetenz degradiert. Und das waren ziemlich viele Stufen auf der Leiter hinunter. Dabei wusste er nicht einmal, dass Elvira abends nach der letzten Messe sturzbetrunken Kurs auf das Hotelzimmer eines wichtigen Kunden genommen hatte, ein Unterfangen, bei dem sie erst von ihrer Assistentin und dann von ihrem Zustand gestoppt wurde.

Das Organigramm, das wir erhalten haben, sieht  entsprechend aus wie von einem 6-jährigen gezeichnet. Die Hälfte der Mitarbeiter ist für irgendetwas verantwortlich, aber keiner so sehr, dass er eine Entscheidung treffen könnte, und keiner kann einen Arbeitsvertrag oder eine Kündigung unterschreiben.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, ich gehöre nicht zu dieser irgendwie verantwortlichen Hälfte. Entweder bin ich bereits abgeschrieben oder gehöre zu denen, die um Himmels niemand für irgendetwas zur Verantwortung ziehen können sollte.

“An AT&T executive asserted: ‘The employee ought to be made to feel that you are his superior, but that you respect his feelings and wants.” (a.a.o.)

Niemand von uns hat wirklich das Gefühl, das man uns respektiert, einige nicht einmal, dass man sie braucht. Wer kündigt oder als Gekündigter seinen Abgang vorzieht, den lässt das Management mit einem Schulterzucken dorthin ziehen, wo ein höheres Gehalt, Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten winken.

Die Kündigung des Neandertalers allerdings wurde mit Pauken und Trompeten (= einer beachtlichen Gehaltserhöhung und dem Versprechen von bezahlten Weiterbildungen) zurückgenommen.

Carmilla bites again

It’s not hard to draw a connection between the queer and the monstrous. At the heart of every horror story is a monster that threatens to upend a community’s entire way of life. The monster is the abnormal creature that barges into an idyllic world and makes it strange. As Karen Tongson, an associate professor of gender studies and English at USC, told the Los Angeles Times, “people who lived with a lot of their love and their passion in the closet, or who felt demonized in the broader culture, it’s very easy to find points of identification with monsters.” Author Michael Bronski added, “In some way, gay people, queer people, are the worst fear for heterosexuals, as well as on some level, the best fantasy—the sheer pleasure of not being on the inside, of not having to control everything you do and think and say to fit norms.”

https://www.thedailybeast.com/the-feminists-making-vampires-gay-again

Ich denke, es ist klar, was ich mir zum Geburtstag schenken werde, n’est-ce pas?