Preise und Gedichte

„Ein Mensch, der was geschenkt kriegt, denke: 

Nichts zahlt man teurer als Geschenke!“

Hier irrt der deutsche Dichter Eugen Roth. Was man erbt, das ist oft noch viel teurer als alle Geschenke. Erst kostet das Erbe den Erblasser nämlich das Leben, und auf den Erbnehmer kommt auch allerhand zu, das er gerne vermieden hätte, hätte er denn gewusst, was ihn das kosten wird. 

Dann streitet man sich mit Verwandten zum Beispiel um einen Anteil an einem Haus, das man besser unter Verwendung von 20 Litern feinsten Super-Benzins renoviert hätte. Das grob gesagt hätte des Gutachters Empfehlung sein können, wäre er kein so gut erzogener Mensch gewesen. 

Auf vierzig Seiten beschreibt er meiner Schwester Haus als eine verkommene Bruchbude, in die man schon vor längerer Zeit hätte Geld hineinstecken müssen. Die Frage, wofür sie des Vaters Rente und des Schwagers Gehalt verwendete, ist müssig. Ich bin ihr so fremd wie jedem anderen und weiss darum nicht, welchen Neigungen, Nöten und Lastern das Geld geopfert wurde. 

Alles, was ich weiss ist, dass meine Hoffnung schwindet, jemals wieder zu erlangen, was wir schon ausgelegt haben. In dieser Rechnung steht nicht, dass sich nun meine Geburtsfamilie meiner endgültig entledigt. Willkommen war ich ihnen ja vorher schon nie. 

Wie die amerikanische Dichterin Brittney Denise Parks, die mich ja gar nicht kennt, einmal so spitz und treffend formulierte: 

“There is a place that I call home

But it’s not where I am welcome”

Enhanced State Sponsoring

Es kann der Bürger seit Jahresanfang mehrmals im Jahr die Steuerklasse ändern, ergeben sich in seinem Leben denn Veränderungen, die steuerlich abzubilden für ihn vorteilhaft seien. 

https://www.haustec.de/management/normen-recht/steuerklasse-wechseln-jetzt-mehrmals-im-jahr-moeglich

Das ist theoretisch eine hübsche Idee, die praktisch gesehen allerdings am Finanzamt scheitern wird. Meine Erfahrung lässt mich vermuten, dass der Bürger, der das versucht, am Ende des Jahres entweder die ungünstigste Steuerklasse über den ganzen Zeitraum berechnet bekommt oder sogar mehrere Bescheide erhält. 

Das deutsche Steuerrecht und die Praxis der Finanzbehörden schliesst in diesem Fall nicht aus, dass auch sich widersprechende Steuerbescheide angemahnt werden, bei Vorliegen mehrerer Bescheide auch alle. Erfahrungsgemäss ist der Betrag der Mahnung dabei nicht an den des Bescheides gekoppelt. 

Gerade liegen mir Mahnungen zu zwei Bescheiden vor, mit denen im einen Fall von einer Forderung von 4512 Ecu 3321 angemahnt werden, im anderen von 3128 gleich 4130. Dass einer dieser Bescheide durch den anderen aufgehoben werden sollte, entging meinem Sachbearbeiter. 

Überraschenderweise fiel es mir auf. Der Steuerberaterin, an die ich mich in meiner Verzweiflung wandte auch, das und einiges mehr. Die Fünftel-Regelung, auf die Paula so verbissen hofft, setzte sie mit 50 Ecu an. Hoffnung gäben jedoch einige andere Fehler, die sie gefunden hatte. 

Ganz optimistisch gehe ich jetzt davon aus, dass ich nur 2.500 nachzahlen und etwa 900 für das aktuelle Jahr als Vorab leisten muss. Und für jedes andere Jahr, bis ich selbst in Rente gehe. Danach wird dieser Staat ohnehin zusammenbrechen, entfällt ihm doch mit mir einer seiner wesentlichen Sponsoren. 

Und Ideengeber. Gerade überlege ich nämlich, ob es nicht einfacher sei, wenn jeder Bürger die anonymisierte Steuererklärung eines anderen prüfen würde. Das Ergebnis wäre so genau wie das des hoch qualifizierten Finanzbeamten, jener könnte aber eingespart werden. 

Starke Frauen – Wikipedia macht mir Angst

Sutton Coldfield was granted the Royal Tudor Rose by King Henry VIII in thanks for being aided by a young woman who shot dead, with an arrow, a wild boar which was charging at the King in 1528. He asked for the person responsible to come forward and a young woman from Sutton Coldfield came out of the trees. Vesey, a close friend of the King, was present at the incident.[5] They also returned dispossessed land to the young woman’s family.[6]

https://en.wikipedia.org/wiki/John_Vesey

Tanja Kinkel würde daraus einen Roman von nicht weniger als 390 Seiten machen inclusive einer Liebes-Geschichte mit Komplikationen und ein oder zwei ungelenken Sex-Szenen. Wobei bitteschön ganz generell die Frage bleibt, was eine junge Dame mit Pfeil und Bogen bewaffnet in Sicht- und Schussweite der königlichen Gesellschaft und des Bischofs von Exeter macht. 

Was Frau Kinkel aus der Geschichte der Marie-Leopoldine von Österreich-Este machen würde, ist ungewiss. Jene Prinzessin warf einen kurzen Blick auf ihren fünfzig Jahre älteren Bräutigam und kniff die Knie zusammen, dass kein Aspirin dazwischen Platz gehabt hätte. Statt dessen stellte sie sich mit seinem Nachfolger gut, der ihr eine ordentliche Rente auszahlte. Mit der erwarb sie Grundstücke, Bauernhöfe, Brauereien und ein gepflegtes Aktienvermögen, das ihre beiden Söhne aus zweiter Ehe erbten. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Leopoldine_von_%C3%96sterreich-Este

Corona ist nicht nur ein Bier

Wissenschaftler und Geheimdienst-Mitarbeiter sitzen jetzt irgendwo in Keller-Büros und geben Daten in Computer ein. Die einen interessieren sich dafür, wie sich eine Seuche wie der Corona-Virus unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts ausbreitet, die anderen dafür, wie die Chinesen auf eine solche Bedrohung reagieren. 

Wie sie eine Grossstadt unter Quarantäne stellen und wie schnell sie eine Fach-Klinik auf dem Boden stampfen können, sind wichtige Informationen, auf die man in anderen Situationen zurückgreifen kann. Relevant kann auch die Rolle sein, die die Streitkräfte dabei spielen. 

Wenn es militärische Spezialisten gibt, liegt der Schluss nahe, dass die Volksarmee selbst Viren entwickelt. Werden sie interviewt, analysieren Chinesisch-sprechende Analysten ihren Dialekt, um unter Umständen den Standort einer solchen Einheit einzugrenzen. Akten werden angelegt, Namen notiert, Bilder gespeichert, Tabellen geschrieben. 

Sind die Chinesen bei der Bekämpfung der Seuche erfolgreich, sind Viren als Waffe bei einem offenen oder verdeckten Kampf mit ihnen vom Tisch. Gleichzeitig wird der Aktien-Kurs beim nächsten Ausbruch einer solchen Seuche nicht völlig abstürzen. 

Immer vorausgesetzt, es handelt sich nicht um die statistisch überfällige Pandemie, die die Menschheit ausrottet. Man kann ja noch hoffen. 

Selbst ist der Arzt

Gerne stelle ich mir vor, eine Psychotherapie zu beginnen. Denn dabei stellt man mir jene Frage, der sich alle Menschen sonst verweigern, nämlich die, wie es mir geht. Das interessiert den Therapeuten natürlich – nur – aus beruflichen Gründen. Aber das ist immerhin mehr Interesse als z. B. Paula zeigt. 

Und wie geht es mir wirklich? Wie es einem geht, dessen Seele Krebs hat. Heilen wird das wohl nicht mehr. Es kann besser werden, aber manche Funktionen, die eine Seele normalerweise hat, sind weg, amputiert worden, weil sie befallen waren. Die wachsen wahrscheinlich so wenig nach wie ein Fuss.

Doof nur, dass man derlei Dinge in unserer Gesellschaft immer selbst erledigen muss. Der mit dem Fuss muss ihn ja auch nicht selbst mit dem Brotmesser absägen, der findet dafür einen Arzt, der das ratzfatz und sogar unter Betäubung erledigt.

These Artists Scammed a ‚$36K Film Shoot‘ by Faking an Engagement

https://www.vice.com/en_ca/article/884gw5/these-artists-scammed-a-dollar36k-film-shoot-by-faking-an-engagement

Das neueste Stückchen von Knox und Cumyn. In Canada nennt man das Kunst, in Deutschland groben Unfug, Vorspiegelung falscher Tatsachen und massive Verstösse gegen die Datenschutzgrundverordnung. Aber Gwen sieht in diesem Kleid sehr gut aus.