Wovon Architekten alpträumen

Des Kleinen Bruders kleiner Bruder, den, der mit Lisa-Lena-Marie schläft, wollen wir in diesem Blog fürderhin Nathanael nennen. Das wird seine Auftritte hier etwas einfacher für uns alle gestalten. 

Die vielköpfige Sippe seiner Angebeteten residiert auf der falschen Seite der Hauptstrasse von Alt-Panzerbach. Diese Einteilung wurzelt tief in einer Vergangenheit, in der die richtige Seite die mit den grösseren Parzellen fruchtbaren Ackerlandes war. 

Wer nun aber kein “Land an de Föss” hatte, hockte oben auf dem Berg in einem kleinen Haus mit einem Ziegenstall und einem Werkzeugschuppen. Seine Nachfahren vereinigten alle drei Baulichkeiten dann zu einem Wohngebäude für ihre eigene zahlreichere Nachkommenschaft. 

Es dauerte bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, bis der Dorfpfarrer nicht mehr regelmässig über Leviticus Kapitel 18, Verse 15 bis 18, predigen musste. https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/lev18.html

Die Bekanntschaft des jungen Mannes verschaffte mir die Gelegenheit, in eines dieser Häuser hineinzuschauen. Jetzt weiss ich, wovon Architekten alpträumen. Grosse Räume mit hochflorigen Teppichböden und wechselndem Bodenniveau, darin eine Küche, ein Bad, in einem Wohnzimmer noch eine Toilette, eine Keramikinsel in grünem Plüsch, ein Durchgang zu einem Anbau, drei Stufen hinunter, 160 hoch, 60 cm breit. 

Seinem Vermieter gehören einige davon, die er üblicherweise um 30.000 Ecu erwirbt, mit bescheidenem Einsatz von Mitteln und Material renoviert und vermietet. Ich sollte mich vielleicht mit ihm gut stellen. 

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