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Pest oder Pocken? Beides!

Es gibt Aufgaben, auf die man sich nicht freut. Ich zum Beispiel soll demnächst einem Gutachter Gesellschaft leisten, wenn er das Haus meiner Schwester begutachtet. Paula hat mir sofort ihre Unterstützung angeboten. 

Wie nett ist es doch von ihr, ihre eigene Neugierde in einem gesellschaftlich anerkannten Rahmen zu befriedigen. Versteht noch jemand, dass ich lieber anderswo wäre, vorzugsweise mit einem neuen Namen und Pass?

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sie mir hinterher die Lebensumstände meiner Schwester vorwirft, die Ähnlichkeit zwischen uns betont und mir die Schuld an dem Gerichtsverfahren zuschiebt, zu dem sie mich genötigt hat. 

Prediger 1.9

»70 000 Menschen leben in Neapel«, schreibt Campanella, »und von ihnen arbeiten kaum 10 000 oder 15 000. Diese kommen durch übermäßige, andauernde, tägliche Arbeit herunter und gehen zugrunde. Die restlichen Müßiggänger aber verderben gleichfalls, und zwar durch Faulheit, Geiz, körperliche Gebrechen, Ausschweifung, Wucher und so weiter. Dabei verführen und verderben sie den größten Teil des Volkes, indem sie es in Armut und knechtischer Kriecherei halten und die eigenen Laster auf es übertragen.«

Tommaso Campanella, Der Sonnenstaat

Da bin ich Profi

Völlig allein sitze ich im Büro, allen anderen bin ich zuvor gekommen. Fast zöge ich in Erwägung, mir eine Episode von “Task Force Hamm” zu Gemüte zu führen, müsste ich nicht dauernd damit rechnen, dass Kollegen und Chef gleich auftauchten. 

Dann aber gilt es, Tätigkeit vorzutäuschen oder sie sogar aufzunehmen. Nein, man kann nicht sagen, dass das hier mein Traum-Job ist. Dazu fehlt ihm einiges; mir auch. Ich bemühe mich jedoch darum, ins Bild zu passen und meine Fehler zu reduzieren. 

Das tue ich aus meinem persönlichen Ehrgeiz heraus. Da bin ich Profi. Ausserdem will mich ja anscheinend auch niemand entlassen. Vorübergehend war sogar eine Schulung bei einem der Hersteller angedacht. Die entfällt aber wohl zu meinem Bedauern, hatte ich doch schon ein recht preiswertes Hotel und einige Vergnügungen im Auge, die jene Stadt bietet.

Wir brauchen einen Krieg!

Gerne lassen die Kritiker der EZB-Geldpolitik unerwähnt, dass 40 Prozent der erwachsenen Deutschen gar kein nennenswertes Vermögen haben. Fast nirgends in den entwickelten Volkswirtschaften gibt es einen so hohen Anteil an Menschen, die nicht sparen und damit auch keine private Altersvorsorge betreiben. Mag sein, dass viele auch deshalb wenig oder gar nicht sparen, weil wir einen starken Sozialstaat haben. …

Die meisten jedoch können nicht sparen, weil sie durch geringe Löhne und die zu leistenden Steuern und Abgaben gezwungen sind, ihr gesamtes verfügbares Einkommen für das tägliche Leben aufzuwenden. Diesen Menschen ist es ziemlich egal, ob die Zinsen bei null Prozent oder zehn Prozent liegen. Denn wer nichts Erspartes hat, kann auch nicht von Zinsen profitieren.

https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/gastkommentar-top-oekonom-widerspricht-ezb-kritikern-der-deutsche-sparer-gehoert-zu-den-gewinnern_id_11114977.html?utm_source=pocket-newtab

Der Herr Fratscher ist eine Flachpfeife. Wer nichts Erspartes hat, der hat sich wahrscheinlich Geld geliehen. In diesem Fall ist die Höhe der Zinsen für ihn für einigem Interesse. 

Gar mancher, der sich jetzt ein Haus finanziert, weil das billiger ist als die Miete, wird in 10 Jahren recht betroffen aus der Wäsche schauen, sind die Zinsen dann wieder in alte Höhen geklettert. Generell kann man sagen, dass die aktuelle Lage jenen in die Hände spielt, denen die gute Fee kein 20-teiliges goldenes Essbesteck in die Wiege gelegt hat. 

Es wird also nicht ewig so bleiben, diese Bevorzugung der Armen zugunsten der Reichen ist schliesslich doch geradezu widernatürlich, ein Verstoss gegen die Ordnung, die immer galt. Diese Situation schreit nach einem Krieg. 

“The Elf Queen appeared in the doorway. Perhaps filled the doorway would be a better description. She was probably close to me in weight, but about two feet shorter. She was wearing a flaming red muumuu and white bunny slippers. Her arms dangled fat rolls, and I stopped counting chins at number five. Her blond hair was up in curlers, and her blue eyes were beady between layers of lard. Other than the pointy ears, there was not much magical here. She was a definite candidate for gastric bypass surgery. 

“Presenting Queen Ilrendelia. Ruler of the Elves of the Enchanted Forest. Mistress of all she sur-vaaays. Y’all have a good un.”He popped a Budweiser and went back into the trailer to watch wrestling. The Queen waddled over to her Lazy Boy recliner/throne and flopped into it with a satisfied grunt.

“Your Majesty. We have come to as for your wisdom. We seek knowledge,” Milo told her. 

“I don’t do spells no mo. I’m on disability. I done hurt my back. Get me a check from the gubmint, says I can’t do no spells no mo,” she said in a very plump and semiliterate voice.”

Larry Correia, Monster Hunter International

Salazars Rache

Eher zufällig habe ich jetzt den letzten Teil von “Pirates of the Caribbean” gesehen. Die Filmschaffenden blieben ihrer Tradition treu, ein fragmentarisches Drehbuch mit massiven Lücken in der Logik und opulenten Szenen aus dem Computer zu garnieren und den Rest  der Phantasie der Zuschauer zu überlassen. 

Nötig wäre dieser letzte Teil aber für die wohl nicht gewesen. Die Piraten sind darin heruntergekommene, alt gewordene Halunken, die mächtigen Mythen zuende, die ihnen Lebensraum boten wie die See. Carina Smith, Astronomin und Horologin, löst ihren Vater ab, den schrecklichen Piraten Hector Barbossa, der so oft vom Tod zurück kehrte, und ersetzt Magie mit Wissenschaft. Sogar Will Turner wird von seinem Fluch befreit und kehrt zu seiner Familie zurück.  

Am Schluss segelt Jack Sparrow mit den letzten überlebenden Piraten davon, ein Fossil, einer, der keine Fortsetzung mehr vor sich hat. Immerhin, er hat sein Schiff wieder, die ‘Black Pearl’. Und mehr wollte er ja eigentlich nie als das … yo ho, und ne Buddel voll Rum.  

https://www.youtube.com/watch?v=icD0D5hrjv4

https://www.youtube.com/watch?v=LkWQvzrv6gI