Das Leben an sich ist immer erst einmal vorläufig

Wieder starre ich auf die gleiche Karte bei Google Maps, die mir die so vertraut ist. Sie zeigt mir den neuen Standort der Yoyodyne Drives of Europe. Sie zeigt mir auch gleich gegenüber den Standort eines Kunden meines neuen Arbeitgebers. 

Fast hätte ich den eben am Telefon gefragt, ob ihm gleich gegenüber einer rauchend vor dem Hallentore stände, der aussähe wie ein Neandertaler. Das, wohl gemerkt, ist keine Beleidigung, denn er ist ja einer, der Kollege, der immer noch mit mir essen gehen will. 

Wäre ich jetzt lieber dort, stände neben ihm und beschwerte mich über das Leben an sich und Paula im Besonderen? Vielleicht, jedoch um seiner willen und nicht um Yoyodyne Drives.

Dort schätzte man mich nämlich stets so wie ich es verdiente, schob mich also zur Seite, überging mich und redete mich klein, eben ganz so wie ich es auch zuhause gewohnt bin. 

Paula ist dieser Tage so schlecht gelaunt wie immer, aber mit der Situation wohl zufrieden. Das letztere wahrscheinlich, weil ich ihr so wenig darüber gesagt habe, wie wenig mir meine aktuelle Tätigkeit gefällt. 

Dass habe ich meinem Chef auch nicht gesagt. Der wollte nämlich irgendwann die Unterschiede zwischen der erforderlichen Arbeitsweise und meiner eigenen diskutieren. Ich lieferte eine sachliche Analyse und sparte aus, was für mich das eigentliche Problem ist. 

Vorläufig geht es also weiter. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich darüber glücklich bin. 

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