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In Go(l)d we trust. Or at least in a Golden M

Der Neandertaler beobachtet seinen Bildschirm wie der Luchs, der auf die Beute lauert. Quatsch, er ist noch aufmerksamer, mindestens so aufmerksam wie ein Zuhälter, der eines seiner Mädchen im Verdacht hat, Geld abzuzweigen.

Wenig ausgelastet von jener Tätigkeit, für die er eingestellt wurde und der seine Vorgesetzten die höchste Bedeutung zumessen, gesegnet sei ihre Unkenntnis der eigenen Abteilung, hat er sich darauf verlegt, bei Option888 zu spekulieren. Dazu versucht er mich jetzt auch immer zu überreden.

Bei mir stehen dem aber meine Feigheit ebenso entgegen wie die Idee, dass ein so profitables Geschäft es eigentlich nicht nötig habe, jedem neuen Kunden für den ersten Monat einen Verlustausgleich zu garantieren. Mal abgesehen davon, dass sie neben anderen Werten auch in Coins spekulieren, die ich dieser Tage noch für Teufelszeug halte.

Denn schliesslich werden diese Währungen nicht von einem Staat herausgegeben, sondern… durch das Lösen von mathematischen Formeln per Computer erzeugt? Die Existenz von Computern ist also die Sicherung einer Währung?

Das scheint mir insgesamt noch weniger realistisch als das Finanzmodell, das L. Neil Smith in seiner Gallatin-Reihe entwarf. Wieviele metrische Unzen Kupfer ist wohl heute ein Bitcoin wert? Und wieviele morgen? Wäre es ökologisch gesehen nicht aber einfacher, einen Internet-Dollar zu erfinden, der alleine durch das Vertrauen der Menschen darauf gesichert würde, dass es morgen auch noch ein World Wide Web gibt?

Denn auch der Wert einer McDonald’s Black Card bemisst sich ja weniger in der Zahl der Fertiggerichte, die man in seinem Leben verputzen kann, als in der Vorstellung, dass es dieses Unternehmen so lange gibt, wie man Hunger hat.

http://www.businessinsider.de/mcdonalds-hat-eine-geheime-karte-fuer-promis-und-milliardaere-2016-12

Möchten Sie Trinkgeld?

http://www.huffingtonpost.de/entry/pizzaboten-packen-aus-diese-schmutzigen-geschichten-erleben-sie-an-der-haustur_de_5a78226de4b01ce33eb4d8c4

“Der Mann, der mir die Hoteltür aufmachte, hatte nur einen Bademantel an. Er hat mich gefragt, ob ich nicht mitmachen wollen würde. Ich schaute in das Zimmer rein und sah zwei nackte Frauen auf dem Bett. Ich habe ihm die Pizza in die Hand gedrückt und bin gegangen.”

“Der Typ hat mich gefragt, wo der nächste Porno-Shop sei. Ich sagte es ihm. Der Mann fragte dann, ob ich ein Trinkgeld haben will. Ich sagte ja. Dann bot er mir einen Blowjob an.”

“Him: „hey sorry man I ain’t got no tip for you“

Me: „oh that’s fine sir, it’s no problem“

Him: „nah man wait“ and he starts looking around for a second before opening the door and gesturing like Monty fucking Hall on let’s make a deal „You want a go with my girl?“

And I notice in the dark, on the bed is this thick girl laying on her stomach naked, ass jiggling in the wind.”

Da kann ich trotz über drei Jahren der Anlieferung verzehrfertiger Speisen nicht mithalten. Eine Prostituierte, die immer im Bademantel öffnete, eine dicke, ältere Frau im schwarzen Negligé, ein Typ in kurzen Shorts mit Nippel- und Bauchnabel-Piercing.

Zu einer meiner Lieblingsgeschichten werde ich jene ernennen, in der ich ein Pärchen beim Fummeln störe. Ich weiss jedoch nicht, ob ich dabei den Focus darauf legen werde, dass es sich um zwei Damen handelte oder wie lange es dauerte, bis mir die Zusammenhänge klar wurden. Das wird wohl davon abhängen, ob ich die Geschichte eher pikant oder als Beleg für mein geringes Verständnis für das Zwischenmenschliche erzähle.

In der anderen wird eine Dame in einer winzige Wohnung leben, die spärlichst möbliert ist. Mit Fortschreiten ihrer Ausbildung wird die Ausstattung von einer Matratze und einem Vogelkäfig aber schrittweise zum Normalen hin wachsen. Dass wird in keiner Beziehung dazu stehen, dass ich sie gelegentlich, vor allem am Anfang, mit Schokoladentafeln und Weinflaschen versorgt habe, die sich im Lieferfahrzeug fanden.

Sunnyvale, Sunnydale, Hangzhou, Saragossa

Vor einigen Jahren war ich noch ein Gegner von Google. Inzwischen habe ich mich aber damit abgefunden, dass Sunnyvale die heimliche Hauptstadt der Welt ist, Sitz einer weitgehend gesichtslosen Weltregierung mit undurchsichtigen Zielen. Immer vorausgesetzt es ist in Wirklichkeit nicht Hangzhou. In dem Fall ist Jack Ma wahrscheinlich Dr. Evil.

Mein Google Drive ist jetzt so etwas wie mein digitales Zuhause. Ich hebe dort meine Telefonrechnungen auf, die für die Ersatzteile meines Vehikels, meine Aufzeichnungen und sogar meine Steuererklärungen. Ich habe dort auch eine Sicherheitskopie der Musik, die ich auf meinem Mobiltelefon mit mir führe, und eine nicht unerhebliche Bibliothek.

Schritt für Schritt habe ich sogar viele meiner Lieblingsbücher in der aktuellen Form besorgt. Einige fehlen mir allerdings noch. Sollte also jemand eine Ausgabe von Richard Morgans “Das Unsterblichkeitsprogramm” oder Potockis “Handschriften von Saragossa” als epub haben, da hätte ich noch Bedarf.

Ich bemerke aber auch, dass mein Wissen über das Angebot von Google aber oberflächlich ist. Manche Produkte verstehe ich nicht, Hangouts zum Beispiel, von anderen weiss ich wahrscheinlich gar nicht, dass es sie gibt. Hier gibt es also noch Möglichkeiten, etwas dazu zu lernen.

A lesson to be learned. A lesson learned

Paula faselt von all den Dingen, die sie am Haus erledigen lassen will, unter besonderer Berücksichtigung meines Beitrages. Das wechselt sich mit der Drohung ab, sich von mir trennen zu wollen. Ich bin an diese Wechselhaftigkeit gewöhnt, verstehe sie aber nicht.

Denn ich bin ja überaus zuverlässig in meinen Gefühlen. Ich hasse morgens alle Menschen, mittags hasse ich sie auch, und abends verabscheue ich sie hingebungsvoll. Allerhöchstens dass ich beim Kleinen Bruder einmal eine Ausnahme mache.

Insgesamt war die einzige glückliche Beziehung in meinem Leben die mit Freund, dem Kater. Er war der einzige, der mich liebte, wie ich bin, der einzige, dem ich je begegnet bin, der dieses Kunststück vermochte. Jetzt erhoffe ich mir nichts anderes mehr, als in Ruhe gelassen zu werden.

ich bin lernfähig. Und das ist es, was Ihr mich gelehrt habt.

Nowhere