+886

I was trying to figure out if Wesbecker was in any way “justified.” That is to say, did former employees and victims think that he simply snapped, as the popular conception tells us, or did they think he was driven to desperation by circumstances within the company. I’d expected that Campbell, as a disfigured victim who barely escaped with his life, would have recoiled at the very suggestion. But according to Allie, his first response was, “Hell, everybody supported him, everybody understood where he was coming from. His only problem was that he shot the wrong people.”

Going Postal – Rage, Murder and Rebellion, Mark Ames

Der Betriebsrat versucht gerade festzustellen, wer sein Ansprechpartner ist. Da steht er nicht allein; eben sprach ich in meiner Funktion als Kundenbetreuer mit einem beamteten Wirtschaftsprüfer, der unseren Finanzdirektor suchte. Ich gab ihm seine Telefonnummer, die mit +886 beginnt.

Als Mitglied des Betriebsrates ist meine Weltsicht da noch schlichter. Unser Gegenüber ist per definitionem Geschäftsführer oder Leitender Angestellter, eine(r), der/die/das Personalentscheidungen treffen kann. Da sieht das Gesetz im Gegensatz zur Realität einen Standort in Taipeh nicht vor.

Der Tzar hat nämlich nach einem kurzen Blick auf die Abteilungsleiter, die ihm seine Vorgängerin hinterlassen hatte, sie alle bis zum Grad ihrer Inkompetenz degradiert. Und das waren ziemlich viele Stufen auf der Leiter hinunter. Dabei wusste er nicht einmal, dass Elvira abends nach der letzten Messe sturzbetrunken Kurs auf das Hotelzimmer eines wichtigen Kunden genommen hatte, ein Unterfangen, bei dem sie erst von ihrer Assistentin und dann von ihrem Zustand gestoppt wurde.

Das Organigramm, das wir erhalten haben, sieht  entsprechend aus wie von einem 6-jährigen gezeichnet. Die Hälfte der Mitarbeiter ist für irgendetwas verantwortlich, aber keiner so sehr, dass er eine Entscheidung treffen könnte, und keiner kann einen Arbeitsvertrag oder eine Kündigung unterschreiben.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, ich gehöre nicht zu dieser irgendwie verantwortlichen Hälfte. Entweder bin ich bereits abgeschrieben oder gehöre zu denen, die um Himmels niemand für irgendetwas zur Verantwortung ziehen können sollte.

“An AT&T executive asserted: ‘The employee ought to be made to feel that you are his superior, but that you respect his feelings and wants.” (a.a.o.)

Niemand von uns hat wirklich das Gefühl, das man uns respektiert, einige nicht einmal, dass man sie braucht. Wer kündigt oder als Gekündigter seinen Abgang vorzieht, den lässt das Management mit einem Schulterzucken dorthin ziehen, wo ein höheres Gehalt, Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten winken.

Die Kündigung des Neandertalers allerdings wurde mit Pauken und Trompeten (= einer beachtlichen Gehaltserhöhung und dem Versprechen von bezahlten Weiterbildungen) zurückgenommen.

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