Der Opel Corsa als Zeichen der Unterdrückung

Wenn aus dem G20-Gipfel etwas zu lernen ist, dann nicht das immer noch die Weissen auf diesem Planeten die Richtung vorgeben oder der Kapitalismus eine Erfindung des Teufels ist oder Gewalt verabscheuungswürdig ist. Das alles ist nicht neu.

Neu ist uns nur wie gross das Mass an Frustration ist, das hinter dieser Gewalt stehen muss. Wir reden hier über das Deutschland des “Du, lass uns da mal darüber reden.” und des “Du, das macht mich voll betroffen.” Das ist das Deutschland, in dem mehr Menschen ihren Namen tanzen als ein Maschinengewehr bedienen können. In dem im Kindergarten schon Konflikte wegdiskutiert werden. Das Wischi-waschi-Kamillentee-Deutschland.

Was da durch die Strassen tobte, das ist der kriminalisierte und diskriminierte Mann, der in dieser Gesellschaft keinen Platz mehr findet, die ultimative Randgruppe. Das ist der Hooligan, der Radikale, der in diesem Augenblick mehr mit dem Migranten mit dem Springmesser im sozialen Brennpunkt gemeinsam hat, als mit Angela Merkel. Wo er einen Kleinwagen abfackelt, brennt das Symbol jener sozialen Unterdrückung, in die ihn eine feminisierte Gesellschaft zwingt.

Es ist eine ähnliche Kluft wie sie die zweite französische Kolonialisierung ab 1830 kanalisiert. Der marginalisierte Mann wurde damals nach Algerien, dem Senegal, Indochina abgeschoben, wo er Mann sein durfte und das dem Kapitalismus auch noch nützlich war. Was in der Kolonialinfanterie landete, in der Legion Etrangere, in den Bataillons d’Afrique, das waren nicht die Angepassten, die Weichgespülten, das waren die anderen, die Primitiven. Hier schliesst sich wieder der Kreis, denn wie sie taten was sie für den Kapitalismus taten, führte ja auch dazu, dass im die Welt heute so aussieht wie sie es eben tut.  

 

 

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