Ich lasse Hand an mich legen

Da nicht alle meine Bewegungseinschränkungen auf eine gewisse Affinität zu Schokolade und Wurstbrot zurück zu führen sind, steuerte ich heute morgen einen Arzt in Gut&Böse an, der Chirotherapie als eine seiner Leistungen auf seinem Türschild auslobte.

Die Arzthelferin am Empfang machte mir dann klar, dass sie meine Kundendaten schon hatten. Wie es aussieht, hatte ich mir vor reichlich zehn Jahren vom einem anderen Mediziner in Panzerbach eine Krankmeldung ausstellen lassen, dessen Patientdaten diese Praxis nun geerbt hatte. Ich bekam dann zehn Minuten Reizstrom, bevor er mich aufs Zaghafteste einrenkte, als wäre ich einer seiner anderen noch klapprigeren Kunden, um mir dann ein grünes Rezept zu verabreichen, damit ich mir selbst ein Medikament verabreichen kann, das zu kaufen ich kein Rezept gebraucht hätte.

So kann ich mich jetzt etwas leichter bewegen, der grössere Vorteil aber liegt bei ihm, der der Krankenkasse den Reizstrom, das 2-minütige Gespräch, das Einrenken und sogar das Erstellen des Rezeptes in Rechnung stellen wird. Zum vertrauten Hausarzt qualifiziert ihn das nicht.

Aber Hausärzte sind wie Hausbanken. Da ist nichts mehr mit Vertrauen, da wird genommen, was am Arbeitsweg liegt und/oder eine Fähigkeit auf Schild oder Website behauptet, die halbwegs zur Krankheit passt. Da geht es nicht anders zu als bei der Auswahl des Discounters, bei dem ich eine Dose Kidney-Bohnen erwerbe. Und da sind diese Gesellen auch selber schuld.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s