Ich kiffe nicht. Es dämpft meinen Hass

Frauen sind darüber hinaus auch empfänglicher für sogenannte Erinnerungsfälschungen—das heißt, dass man etwas für wahr hält, was in Wirklichkeit nie passiert ist. Tatsächlich sind 92 Prozent der Personen, die unter falschen Erinnerungen leiden, Frauen.

A. M. Knox

https://broadly.vice.com/de/article/amanda-knox-warum-frauen-verbrechen-gestehen-die-sie-nicht-begangen-haben

Paula, die Arme verschränkt und einmal mehr wütend, erklärte mir, wie sehr sie für ihre Mutter da wäre, ging es der irgendwann einmal schlecht. Es hätte mich mehr beeindruckt, wüsste ich nicht, dass die unsere Adresse wahrscheinlich und Paulas Telefonnummer ganz sicher nicht kennt. Da wirds schwierig, um Hilfe zu rufen.

Diese Abweichung zieht sich durch ihr ganzes Leben wie eine Dimensionsfalte durch einen Raumsektor. Ich habe mir Zweifel an fast allem angeeignet, was sie über mich sagt. Inzwischen zweifele ich sogar daran, was sie mir über ihre Kindheit und Jugend voll Missbrauch und Gewalt erzählt hat. Was stimmen kann, ist, dass sie für einige Zeit mit der saarländischen Ministerpräsidentin zur Schule gegangen ist, als die noch nicht die saarländische Ministerpräsidentin gewesen war, sondern einfach ein nerviges Kind aus einer kreuzkatholischkonservativen Kleinbürger-Familie.

Verbringe ich mehr als fünf Minuten mit ihr, habe ich ein deutliches Verlangen nach dem gewaltfreien Äquivalent eines Amoklaufes. Ich möchte dann mein nächstes Einkommen dem Tierschutzverein oder der Christkatholischen Kirche spenden, meine Jobs kündigen und dafür sorgen, dass sie möglichst schnell ihr Zuhause verliert, dass sie alles verliert, ganz egal, was mich das kostet.

Da singt in meinem Kopf Taylor Swift „One day I will live in a big old city and all you are is mean“ und Lola Perry/The Dean/Innana spricht davon, was sie mit all jenen tun will, die sie verletzt haben. Und mit dem Rest der Menschheit – sie ist da weniger spezifisch als Fräulein Swift, denkt und plant mehr im Sinn von „Think Big – Kill All“. Diesen Schritt gehe ich dann doch nicht. Vielleicht bin ich einfach zu faul.

Das titelnde Zitat stammt von Darlene Conner aus der Serie „Roseanne“.

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