I made my first Gif

9xrnrdpp

Dorothée de Batz-Castelmore – Gwenlyn Cumryn zeigt in Episode 21 von „All for One“, was sie als Schauspielerin drauf hat. Ihre Präsentation könnte mich während eines Kundengespräches illustrieren.

https://1drv.ms/v/s!AvN_Ve1-28Wvrm9h4_lxvrk3FIMp

 

 

Advertisements

Evolutionsverweigerer auf Fahrrädern

Der Mitbürger, dem ich aus meinem Corsa heraus zusah, illustrierte in trefflicher Weise die Wechselwirkung zwischen Evolution und Zivilisation. Denn was Charles Darwin als „The Survival of the Fittest“ bezeichnete, sagt nichts über den Lebensraum aus, in dem jener Überlebende der jeweils Tüchtigste war.

Ein gesunder Bursche wie der, der da den Fussgängerweg hinabradelte, wäre in den meisten Lebensräumen des Planeten ein sicherer Kandidat gewesen, um sich fortzupflanzen und seinen Nachwuchs bis zu dessen Fähigkeit zu Eigenerhalt und Vermehrung zu ernähren und so seine Gene im Pool zu erhalten. In dem von unserer Zivilisation definierten Lebensraum waren seine Chancen eher schlecht.

Denn jenen Tüchtigsten zeichnet auch immer seine Fähigkeit zur Umsicht, zum Verständnis der Bedingungen aus, unter denen er lebt. Schwarz gekleidet und ohne Licht zu radeln, ist da kontraproduktiv, wo es an Autofahrern nicht mangelt, die oft auch noch fortgeschrittenen Alters und eingeschränkter Reaktikonsfähigkeit sind.

Hätte ich ihn jetzt also umgesägt, so würde das in unschöner Weise darstellen, welchen Einfluss die Zivilisation auf die Zuchtwahl hat und damit auf die Evolution. Denn so hätte er nur einen Abdruck auf meiner Motorhaube hinterlassen und keinen im Gen-Pool.

sadih

https://aeon.co/essays/unveiling-the-erotic-mysteries-at-the-heart-of-homers-odyssey?utm_source=Aeon+Newsletter&utm_campaign=63408070e8-EMAIL_CAMPAIGN_2017_02_16&utm_medium=email&utm_term=0_411a82e59d-63408070e8-69406069

Why, then, does Odysseus leave Calypso? Or, putting it the other way around, why doesn’t he stay? Maybe you think you know. But I believe the poem intends you to be puzzled. First off, Calypso is a nymph – she will always be a babe. Her breasts will never sag. Her bottom will always be firm. Her hair will be forever luxuriant and silky. She’ll always be fun in bed, and always, it seems, willing to go there. Moreover, she can make you immortal and give you eternal youth.

That mystery is a confounding one, but it is nothing compared with the second. Penelope is a middle-aged woman of around 40 – not old, certainly not in our terms, but not nubile either. Past childbearing, or soon to be past it, she is not a babe. Yet more than 100 princes (117 by my count), young enough to be her sons, have been paying court to her for three years, camped out in her palace, eating and drinking, while she and they grow older.

Contrast Odysseus with the suitors, again, and with his own son. We would never have heard of them if Odysseus had not killed the former and fathered the latter. They are not fit subjects for heroic poetry; he is. Consider the contest with Odysseus’ bow, in which Penelope challenges the suitors to string it. They cannot so much as draw it. Odysseus not only can draw it, but shoots an arrow through a line of axe heads with it. He is; they are wannabes.

But the Cyclops is only a very clear case of what is true of everything that happens to Odysseus from the time he leaves Troy to the time he leaves Calypso. Circe, who turns men to swine; the Lotus-eaters, who make men forget their homes and who they are; Hades, where the dead enjoy a semi-life: they are all threats to identity – all forms of death in life.

The threat Calypso poses to Odysseus, therefore, and the reason he describes her as ‘a dangerous nymph’, is a threat to his identity – a threat she carries out by depriving him of the world that gives him meaning, the world that provides the coordinates which give him a location in reality. The eternal life and youth she offers come at too high a price. To be Nobody forever is a living death.

When Odysseus leaves Calypso, and begins to travel towards the reality that is Ithaca, his first port of call is Phaeacia, which is semi-real (Phaeacian ships are self-piloting, for example, but they travel to real places). There he meets his own true self in the songs of the bard Demodocus, and begins to take on his real identity:

I am Odysseus, son of Laertes, known to the world
for every kind of craft – my fame has reached the skies.
Sunny Ithaca is my home.

Noted

Maniac beschwert sich hingebungsvoll über die Unmöglichkeit, anders als in Excel-Statistiken mit der Geschäftsführung zu kommunizieren. Dabei kennt er den Tzaren nicht einmal so gut wie ich (was nicht besonders gut ist).

Er hat bei der Fülle seiner Aufgaben seine Kommunikationskanäle extrem beschränkt und beantwortet jede Idee, jeden Vorschlag und jede Statistik, die ihm über sie zugeht, nur mit „Noted“. Das wirkt natürlich nicht wirklich motivierend. Zugleich lässt es ihn beschränkt erscheinen. Aber zugleich lässt es auch uns beschränkt erscheinen, weil wir auf eine anderes strukturierte Kommunikation festgelegt sind.

Immerhin sehen seine Strukturen ein Plätzchen für einen Technischen Verkäufer im Innendienst vor. Ganz zufällig kenne ich da jemanden, der die entsprechende Eignung ebenso hat wie jenes nicht unerhebliche Mass an Verzweifelung, das Voraussetzung für diese Tätigkeit ist. Es ist kein besonders netter Mitbürger, aber doch keineswegs so untauglich wie es eine gewisse Dame so gerne behauptet.

Die hat auch gerade andere Probleme, fühlt sie sich doch von jenem Gutachter nicht geliebt, der ihrem Innenleben die Berechtigung zum Bezug einer Frührente bescheinigen sollte. Ich plane derweil angesichts der zu erwartenden Rentennachzahlung den Ankauf eines überzähligen Geldspeichers von Dagobert Duck und eines gebrauchten Opel Agila.

Jesus bar Marijam-Tzu

dao

http://www.buecher.de/shop/konfuzius/chinesische-weisheiten-tao-te-king-das-buch-vom-sinn-und-leben-vollstaendige-deutsche-ausgabe-ebook-epub/l/products_products/detail/prod_id/40860959/

Ich weiss nicht, ob Richard Wilhelms Sprache bei der Übersetzung des Tao-te King von seinem europäisch-christlichem Hintergrund beeinflusst wurde. Tatsächlich finden wir die Gleichsetzung von Wort, Gott, Leben und Licht auch beim Evangelisten Johannes.

“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.  Dasselbe war im Anfang bei Gott.  Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.” 

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/johannes/1/

Interpretieren wir aber den Gott des Neuen Testamentes, den, von dem Jesus spricht, wie den Heiligen Geist als Emanationen des Chi und ihn selbst als Schüler eines taoistischen Mönches, ergibt sich ein merkwürdiges, aber in gewisser Weise stimmiges Bild.

Was wäre das für eine Geschichte, könnte ich sie nur schreiben! Der riesige Zimmermann, der zur Umkehr, zur Hinwendung zum Tao aufruft, das Land durchstreift und eine Gruppe um sich sammelt, seinen Erwartungen gemäss hingerichtet wird und das zu seiner Überraschung überlebt und am Ende schwerfällig, aber gut gelaunt die Strasse nach Osten hinunter hinkt, um dazu zu lernen.

Hinter ihm bleiben seine Freunde zurück, die beginnen, eine eklektische Religion zu erschaffen, indem sie seine Lehren im Lichte der mosaischen Religion, des Mithraismus und des Dodekatheismus neu interpretieren, jetzt, wo der Weltuntergang wahrscheinlich dann doch ausfällt, den er vorhergesehen hat wie seinen Tod. Sie adaptieren die ethnien-übergreifende Philosophie des Römischen Reiches und geniessen Schweinswürste.

Auf emotionaler Ebene, der, die sich mir weitgehend entzieht, gäbe es eine Liebesbeziehung mit Johannes, die tiefe Zuneigung zwischen ihm und Maria, die Geschwisterrivalität mit Jakobus und den Konflikt mit dem pragmatischen Judas, dem das Ende der Welt ungewiss, die Not der Armen aber gewiss ist, und die Eifersucht zwischen Johannes, Judas und Petrus auf verschiedenen Ebenen und aus verschiedenen Motiven.

Der Selbstmord des Judas ist dann eine tragische Ironie wie die ganze Geschichte von einem hintergründigem Humor getragen würde, der typisch für Jesus sei, in seinem Leben aber über lange Zeit von seiner Erwartung eines schrecklichen Endes für ihn und die Welt überlagert würde.