Saunaclub Zum Röhrenden Hirsch

Der Anlageberater der Örtlichen Volks- und Raiffeisenbank (ÖVRB) meldete sich tatsächlich wieder.

Noch vor acht Jahren kostete es uns gerade 6,50 Ecu die etwa 30 Ecu zu kassieren, die die Geschäfte der Deutschen Lusthansa über einen Zeitraum von 40 Jahren erbracht hatten. Heute sind es 179 Ecu Gebühren für einen drastisch geringeren Erlös.

Er empfahl, das Papier als Sammlerstück bei ebay zu veräussern. Ich hingegen werde diesen Anteilsschein einer Bordellkette jetzt schlicht rahmen und über das Sofa hängen, dort wo der Röhrende Hirsch hängt. Das kostet fast nichts und passt gut zu den Nussbaum-Stilmöbeln, die Paulas Mutter uns hinterlassen hat.

Nicht, dass sie tot wäre. Sie liess sie nur einfach stehen, als sie bei uns aus- und bei ihrem Aktuellen einzog. Ich kann nicht sagen, worüber sich Paula mehr freute.

hirsch

http://www.xxxregional.de/fkk-saunaclub/?weisser-hirsch

https://www.deutsche-eiche.de/Startseite

Lothar Matthäus als Stadt

https://www.vice.com/de/article/der-vice-guide-zum-uberleben-in-koln

Lea Albring

24.01.2017

Köln ist hässlich und ein bisschen billig, aber die Kölner sind stolz auf ihre Stadt. Wer hier überleben will, muss die Kölner mit ihren eigenen Waffen schlagen.

„Köln ist so etwas wie Lothar Matthäus als Stadt“, hat ein schlauer Mensch gesagt. Die Stadt ist völlig von sich selbst überzeugt. Und das, obwohl es objektiv nicht viele Gründe dafür gibt. Köln ist vieles – hässlich, chaotisch, provinziell –, aber keine Schönheit, und schon gar keine Weltstadt.

Und trotzdem: Die Kölner lieben es. Sie sind völlig unangemessen viel zu stolz auf ihre Stadt und tun das auch ständig kund – so wie allen anderen Scheiß, der sie gerade umtreibt.

Wenn du also eher so der reservierte Typ bist, gerne in Schwarz rumläufst und wahlweise in der Gothic-Szene oder Galerien abhängst: Zieh nicht nach Köln. Lass es einfach sein. Zieh nach Düsseldorf, Kaufbeuren oder Bad Sassendorf. … 

Ziehst du nach Köln, ziehst du freiwillig ins Småland – in ein neverending Småland.

Jetzt habe ich so etwas wie Heimweh. Und Köln ist nicht „ein bisschen billig“. Wenn es billig wäre, wäre es nämlich so etwas wie welt-billig. Nichts geringeres ist von der Stadt zu erwarten, die der Nabel des Universums ist.

Das Land des schadhaften Lächelns

An dieser Stelle wollte ich eigentlich ausgiebig davon sprechen, wie ich das Nokia-Mobiltelefon einer rumänischen Kollegin konfiguriert hatte. Dabei hatten wir uns in Italienisch unterhalten, weil das eben die einzige Sprache war, die wir beide leidlich sprachen.

Doch warum übernehme ich solche Aufgaben? Tue ich es nur, weil ich es kann? Strebe ich nach Ruhm, Ehre und der Anerkennung, die sich in einer leicht angesengten Pizza Marinara ausdrückt? Oder übernehme ich gerne die Verantwortung für andere? An dieser Stelle muss ich mir eingestehen, dass Paula von mir abhängig ist.

Das gleiche gilt für Maniac. Als ich einen Tag länger in Maghrebinien war als geplant, zeigte er unseren Kompli… äh, Kollegen zufolge deutliche Zeichen von Stress und äusserte Furcht, ich könne mich angesichts meiner Schulden und des Zustandes meiner Beziehung absetzen wollen.

Als verböte sich der Gedanke nicht schon wegen des Mangels an Renten- und Krankenversicherung dort. Immerhin ist Maghrebinien nicht ohne Grund als das “Land des schadhaften Lächelns” bekannt, eine Beschreibung, die ihm Molwanien allerdings in den letzten Jahren streitig machte.

Auf eine Geschäftsreise in dieses Land hoffe ich noch. Da kann ich meine Motivation auch verstehen und darstellen.

http://www.molwanien.de

Unter uns Plutokraten

aktie

(Abbildung ähnlich)

Mein Versuch, die Dividenden von Paulas einziger Aktie zu kassieren, scheiterte am Anlagenberater der Örtlichen Volks- und Raiffeneisenbank (ÖVRB). Seine Mitarbeiterin am Counter hatte angesichts eines solchen Anteilsscheines in Papierform mit dem Aufdruck 50 D-Mark samt der dazu gehörigen Coupons leichte Zeichen von Panik gezeigt.

Tatsächlich wusste er in der Theorie genau, was ich wollte. Er hatte es wohl in der Ausbildung gelernt. Es war nur nicht klar, ob der Besitz von Aktien, die nicht virtuell in einem Depot liegen, auch legal war und wie dann die Dividende auszuzahlen sei. Dazu musste er seinen alten Professor für Wirtschaftsgeschichte befragen, der allerdings im Augenblick gerade nicht zu erreichen war.

Viel verspreche ich mir finanziell davon nicht, hatte das Unternehmen, dessen Miteigentümerin Paula ist, doch während der Wirtschaftskrise von 2008 ff. einige Verluste einstecken müssen. Übrigens muss ich für sie zur Bank, weil jener Wirtschaftsbetrieb, zu dessen Miteigentümerin ein wohlmeinender Onkel sie im Alter von fünf Jahren machte, die Deutschen Lusthansa ist.

Das ist ist ein Mischkonzern, dessen Basis eine Kette von Bordellbetrieben als Franchise mit dem Slogan “Nur Fliegen ist schöner” darstellt. Inzwischen gehören dazu auch online-shops für Strickwaren und Hobby-Bedarf, einige Baumärkte und McDonald’s-Filialen.

Gewiss fragt sich nun der eine oder andere der wenigen Leser dieses Blogs, ob ich denn nicht einfach die Deutsche Lusthansa erfunden habe. Abgesehen davon, dass mir natürlich die Phantasie für ein solches Unterfangen fehlt, mangelt es mir auch am Geschick, das Logo dieses Unternehmens zu kreieren. Hier ist es:

lusthansa

Wie undenkbar wäre aber auch ein solches Geschäft in einer Welt, die offensichtlich wahnsinnig wird? Der Präsident der USA hält die Demokratie für Zeitverschwendung, Paula denkt über einen Umzug an einen Ort nach, der noch weiter von meinem Arbeitsplatz entfernt ist, und meine Vorgesetzte über eine Ausdehnung meiner Arbeitszeiten.

Jenseits des Mondes

Stellen wir uns mal vor, ich könnte schreiben und verfasste einen Science-Fiction-Roman. Der könnte dann so aussehen:

Erde und Mond sind im Jahr 2160 ein einziger Staat, regiert von einem Präsidenten, dessen Bild in jedem Büro und jedem Ladengeschäft hängt. Da schon sein Vater und sein Grossvater Präsidenten waren, könnte man von einer Monarchie sprechen. Also, wir könnten das, denn seine Untertanen, die Bürger jenes Gäanischen Reiches tun es mit Vorsicht nicht. Denn anderenfalls finden sie sich schnell aus ihrem beschaulichen Leben heraus gezerrt, um als Freiwillige in einer Kampf- oder Arbeitsbrigade an der Eroberung des Sonnensystems teil zu nehmen. Dieses Unterfangen und die heldenhaften Mühen der Freiwilligen preisen die Medien ununterbrochen, jedoch finden sie stets fern der Heimat und unter unangenehmen und gefährlichen Bedingungen statt. Die Urbarmachung der Amazonas-Wüste, der Bau unterseeischer Städte und die Erschliessung der Utopia Planitia-Ebene auf dem Mars fordern unzählige Opfer.

Jedoch ist mancher, der auf Erden als tot gemeldet wird, in einen der anderen Staaten auf dem Mars desertiert, von denen es Dutzende im Noctis Labyrinthus und noch mehr an anderen Stellen des Planeten gibt. Jenseits des Mars aber erstreckt sich die unbekannte Weite des Raumes, in den nur heldenhafte Besatzungen vorstossen, um die Asteroiden und die Äusseren Planeten zu erforschen. Die Entfernung vom Mars zu den Asteroiden ist doppelt so weit wie die von der Erde zum Mars und jeder der anderen Planeten liegt noch einmal doppelt so weit von seinem erdnäheren Nachbarn entfernt. Und auch mit der neuesten Antriebstechnologie braucht man für die Reise zwischen den beiden bewohnten Planeten des Systems rund 70 Tage.

Die Geschichte, die ich nicht schreiben werde, beginnt damit, dass jemand versucht, Valeria Moynes umzubringen. Das ist höchst bedenklich, aus offensichtlichen Gründen für Valeria aber auch für die Zukunft des Gäanischen Reiches, denn als einzige Tochter des Präsidenten ist sie seine designierte Nachfolgerin. Sie wendet sich an ihren Onkel, den Vizepräsidenten, um Schutz vor ihren Verfolgern zu finden. Während sie aber in seinem Büro auf ihn wartet, entkommt sie nur knapp dem nächsten Attentat. Eher zufällig trifft sie auf der Flucht den Kapitän eines Handelsschiffes, dem sie sich anschliesst. Er nimmt sie dann als Reinigungskraft und Küchenhilfe mit auf einen Flug zum Mars. Schritt für Schritt lernt sie, dass mit zunehmender Entfernung von der Erde die Verehrung ihres Vaters, die Begeisterung für seine Pläne, der Einfluss der neo-kantianischen Philosophie und die Heterosexualität drastisch abnehmen. Sie lernt aber auch einiges über die Abläufe auf einem Raumschiff, die Zubereitung von Essen und Toleranz.

Auf dem Mars ist ihr dieses Wissen nützlich. Denn schon in der Utopia Planitia geht es anders zu als im Mutterland. So nennen die Siedler und Soldaten dort die Einheit aus Erde und Mond, die sie mehr oder weniger freiwillig verlassen mussten. Ihre Hauptstadt heisst Neu-Jerusalem, denn sie wurde von israelischen Spezialisten für die Urbarmachung von Wüsten gegründet, die als erste auf den Mars umgesiedelt wurden. Essen ist wichtig, denn die Beschaffung der Zutaten ist schwierig. Toleranz ist wichtig, denn im Gegensatz zur Erde wird auf dem Mars die Ausübung der verschiedenen Religionen von der Regierung nicht unterdrückt. Verschiedene jüdische Sekten unterhalten Synagogen in der Stadt, Orthodoxe und Unitarier haben Kirchen und Buddhisten und Sikh Tempel. Valeria mietet einen Schlafplatz in einem Slum, dessen Hütten aus ausrangiertem Baumaterial errichtet wurden. Sie arbeitet als Kellnerin und besucht verschiedene Gottesdienste, um etwas über Religion zu lernen und die Mars-Bürger des Gäanischen Imperiums zu verstehen.

Mit einer örtlichen Sitte allerdings hat sie Schwierigkeiten. Schon auf dem Schiff hat sie das Sprichwort gehört: „Jenseits des Mondes sind alle Frauen schön“, das andeutet, wie wenige Frauen es unter den Raumfahrern und Kolonisten gibt. Entsprechend viele Angebote erhält sie. Dem eines Bauern- und Brauer-Kollektivs kann sie sich nur durch die Flucht entziehen, während ihre acht Bräutigame noch über Reihenfolge und Vorrang diskutieren. Mit einem unitarischen Priester, den sie vorher schon kennen gelernt hat, bereist sie nun von Neu-Jerusalem aus die Farmen und Siedlungen im Umland.

Viele Höfe werden von Familien geführt, die ganz konventionell aus Mann und Frau und Kindern bestehen, andere von zwei Männern, die manchmal ausnehmend hübsche Kinder haben. Auch sie zeigen ein lebhaftes, allerdings weniger sexuelles Interesse an ihr. Es stellt sich bald heraus, dass ein Labor in einem Nachbarstaat Klonkinder, vorzugsweise Mädchen liefert. Neugierig tritt sie die Reise in diesen Staat in der Marina Syrtis an. Das ist die Stelle um einige hinlängliche technische Ausführungen über das Leben in Höhlen und Biodomen und die Landwirtschaft bei knappem Sauerstoff und Wasser einzufügen, die aus wissenschaftlichen Studien anderer stammen. Ein Versehen führt sie auf einen Umweg und der in einen Krater, an dessen einer Seite die Ruinen einer Siedlung sein könnten. Sie macht einige Fotos und versucht, die Stelle auf einer Karte zu markieren. GPS gibt es auf dem Mars noch nicht, weil es zu wenige Satelliten gibt.

Im Freistaat Marina Syrtis gibt es eine quasi-demokratische Regierung. Sie tauscht zwei ihrer Eizellen gegen eine Ausbildung als Technikerin für Lebenserhaltungssysteme und ein nennenswertes Sümmchen in lokaler Währung, von dem sie für einige Monate leben kann. In dieser Zeit reist sie mit einer Gruppe anderer Techniker ins Noctis Labyrinthus, um dort in einem der Staaten dort, dem Herzogtum, die Luftfilter einer Höhlenstadt zu reparieren. Danach will sie dort bleiben, um diese Gesellschaft kennen zu lernen. In dieser Zeit hört sie davon, dass sie auf der Erde für tot erklärt wurde, ihr Onkel einem „Unfall“ erlegen ist und ihr Vater einen ihrer Cousins, einen Geheimdienst-Offizier, adoptiert und zu seinem Nachfolger ernannt hat.

Von allen Verpflichtungen im Mutterland befreit, heuert sie auf einem Raumschiff ohne gäanisches Raumfahrzeugkennzeichen an. Das Schiff ist ein Haufen Recycling-Metall mit einem Recycling-Antrieb, das nach 72 Tagen an einer Raumstation anlegt, die auch nach ungezügelter Wiederverwendung von Materialien aussieht. Mit ihr aber lässt sich der Flug zu den Asteroiden deutlich vereinfachen. Kann dieser Roman mit einigen philosophischen Bemerkungen und im Anflug auf die Hauptstation Ceres enden?

 

I think I’d like to be dead now

carmilla3_36

Wer schreibt denn solche Sätze? In diesem Fall weiss ich, dass er von Jordan Hall stammt, die die allerletzte und schwächste Episode meiner Lieblings-Show um eine bissige Vampirin und ihre Geliebte geschrieben hat.

Diese Folge gibt nicht einmal der so begabten Annie Briggs Gelegenheit, ihre Fähigkeiten wirksam einzusetzen. Überhaupt ist sie wohl allein darauf ausgelegt, den Zuschauern ein Happy End zu geben, das logisch hier nicht mehr zu erwarten war, aber in einer Welt voller Hoffnung und Magie doch wieder eigentlich unvermeidlich ist.

Es gefiel mir fast allein die Schlussszene, in der die Heldinnen dem Untergrund entstiegen, um sich Toronto zu nähern, zum ersten Mal die reale Landkarte betretend wie Odysseus, wenn er am Strand von Ithaka erwacht und Zyklopen, Lotos-Esser, den Hades und die Götter hinter sich gelassen hat.

 Noch drastischer bringt uns natürlich der Hinweis auf den Executive Producer wieder in die Realität zurück. carmilla3_36-2

George Orwell’s ‚1984‘ hits bestseller list again

http://edition.cnn.com/2017/01/24/us/george-orwell-1984-bestseller-trump-trnd/index.html

Updated 1839 GMT (0239 HKT) January 24, 2017

2017 has been „doubleplusgood“ for sales of George Orwell’s „1984.“

The famed dystopian novel of life in a totalitarian state sat at No. 6 on Amazon’s bestseller list Tuesday morning. On Monday, too, the book hovered between No. 5 and No. 7 on that same bestseller list, as CNN’s Brian Stelter noted in his Reliable Sources newsletter.

First published in 1949 and imagining a future authoritarian society, „1984“ is widely regarded as one of the most influential novels of the 20th century. Its state, Oceania, employs a language called Newspeak (and words like „doubleplusgood“) to limit freedom of thought.

The book focuses in particular on the impact of omnipresent government surveillance and the state’s use of propaganda to enforce orthodoxy to an all-powerful leader, known as „Big Brother.“

The novel’s newfound popularity comes several days after White House press secretary Sean Spicer argued defiantly that Trump’s swearing-in Friday drew the largest-ever audience for an inauguration „period,“ despite obvious photo and statistical evidence to the contrary.

Senior Trump adviser Kellyanne Conway later defended that argument by saying Spicer’s false claims were actually „alternative facts.“

Dear team Trump,'alternative facts' are lies

 
That phrasing was reminiscent of Orwell’s „Ministry of Truth,“ which, he wrote, concerns itself with „lies.“
The book’s bestseller status isn’t necessarily just due to Team Trump, as „1984“ remains required reading in most schools.
The Amazon bestseller list is updated hourly, so „1984’s“ time near the top may not last long. It currently sits just after Connor Franta’s „Note to Self“ and before Margot Lee Shetterly’s „Hidden Figures.“
This isn’t the first time „1984“ has seen a sales spike in recent years. The book also hit Amazon’s bestseller list in 2013 after Edward Snowden revealed the extent of the National Security Agency’s surveillance program.