Die Menage à Trois mit Penny Pax und Hamlet

Die Mitarbeiterin von Creditplus hat eben aufgelegt, um meinen neuesten Kreditantrag zu prüfen. Ich bin mir nicht sicher, welches Ergebnis ich mir da wünsche.

Es ist die Frage, die schon Hamlet stellte, der dauer-depressive Dänenprinz: „Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern Des wütenden Geschicks erdulden oder, Sich waffnend gegen eine See von Plagen, Durch Widerstand sie enden…“ Wäre er ein heitereres Gemüt gewesen, hätte Claudius nicht seinen Vater ermordet? Wäre er ein heitereres Gemüt gewesen, wäre er dann wieder nach Wittenberg gegangen?

Verschiedentlich habe ich schon die Theorie gelesen, die Tragödie wäre gar keine geworden, hätte er nur mit Ophelia das getan, auf dessen Darstellung Penny Pax ihr künstlerisches Schaffen ausgerichtet hat.

Überhaupt geht es nur auf einer Ebene um den finanziellen Bankrott. Der ist heute in den meisten Ländern ja gesetzlich geregelt, gilt auch nicht mehr als ehrenrührig, seit etliche sogenannte Prominente sich im Fernsehen geoutet haben. Viel gravierender scheint mir das Problem des persönlichen Bankrotts, des Eingeständnisses, der selbstgeschaffenen Lebenssituation nicht gewachsen zu sein.

Wohl dem, der an dieser Stelle jemanden hat, dem er die Schuld zuschieben kann wie Hamlet Claudius. Vielleicht hatte der ja ursprünglich nichts schlimmeres im Sinne gehabt, als ungestraft mit seiner Schwägerin schnackseln zu können, und hätte sich irgendwann einer anderen Dame zugewendet, Ophelia vielleicht oder einer strammen Spülerin aus der Palastküche.

Nachdem ich ein Foto des Fluggerätes gesehen habe, mit dem ich nach Maghrebinien reisen soll, verschiebe ich Antwort auf diese Fragen… Es gibt Dinge, die mir mehr Angst machen als Paula und mein Schufa-Score. Was ist eine Lawotschkin La-128?

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Um den Kölner Dom wäre es schade

Meine Bank und ich haben ein Problem. Sie haben reichlich Geld, das sie ganz dringend verleihen müssten, finden aber niemanden, der kreditwürdig ist. Und ich bin nicht kreditwürdig, brauche aber eigentlich dringend ein Darlehen, um die Zeit zu überbrücken, bis Paula ihre Rente bekommt.

Das Bedauern des Kundenbetreuers hielt sich in engen Grenzen, die ihn aber nicht behinderten, wo es um die Hausfinanzierung ging. Denn da hätte er den Vertrag nun vorliegen, den wir nächste Woche unterschreiben sollten. Nach welcher Frist wird da dem Mitarbeiter die Provision wohl ausbezahlt?

Dabei bin ich eigentlich der ideale Kunde. Mir ist durchaus zuzutrauen, dass ich den Kredit nicht zurückzahle und so den monetären Überhang abbauen helfe, mit dem die Europäische Zentralbank die örtliche Spar- und Raiffeisenkasse wie alle anderen Banken der Euro-Zone zu ersticken versucht.

Ich bin quasi vorbildhaft-richtungweisend für Millionen von Europäern, deren persönliche Finanzkrise jene Finanzkrise auslösen kann, die den Status ante-Finanzkrise von 2008 wieder herstellt, jene Ordnung aus Inflation, Zinsen und Dividenden, die seit dem Untergang von Lehman Brothers eine gefährliche Anarchie ersetzt hat.

Es ist also sozusagen unser aller Pflicht, die Privatinsolvenz anzumelden, bevor die in Politik und Gesellschaft überschwappen kann und der Untergang des Abendlandes droht. Am Ende brennen dann Kirchen und Banken. Und um den Kölner Dom wäre es doch schade.

Das Konzept des optimierten Einkaufens

Ich analysiere gerade die Rundfahrt, die ich gestern abend unternommen hatte, um Hähncheninnenfilet, Hackfleisch, Katzensand, Schlagsahne, Milch und Soft-Pudding zu kaufen. Die mir von Paula angeordnete Vorgehensweise scheint mir nämlich nicht logisch. Denn ich musste dazu erst nach Panzerbach zu Netto, dann nach Hagen zu Lidl und schliesslich wieder nach Panzerbach zu Kaufland, um in einen Geschäft diesen, im anderen jenen und im dritten die restlichen Artikel zu kaufen.

Das ist ziemlich retro, Einkaufen halt wie es früher mal gemacht wurde, damals, als wir hin und wieder noch Geld hatten. Einem modernen Einkauf muss ein gewisses Mass an Analyse voraus gehen. Unterscheidet sich der Katzensand von Lidl wirklich von dem bei Kaufland? Denn das Ziel muss natürlich sein, die Zahl der anzufahrenden Unternehmen zu reduzieren, um den Aufwand an Zeit und Treibstoff zu verringern. Und ein Ausflug nach Hagen eines einzigen Artikels wegen ist da kontraproduktiv.

In diesem Zusammenhang muss auch die Frage gestellt und beantwortet werden, um welche Zeit regelmässig das Hähncheninnenfilet aus dem Sonderangebot abverkauft ist. Das ist im Netto gewöhnlich schon um 14:00 Uhr der Fall. Es ist also zwar für die Hausfrau mit halbwegs freier Zeiteinteilung verfügbar, jedoch nicht für einen berufstätigen Mann über 50, der gegen 17:30 Uhr am Markt vorbei fährt und den seine Frau gegen 19:20 Uhr wieder auf Einkaufstour schickt.

Dafür werden nach 19:00 Uhr in allen Discountern die Waren „runter gezeichnet“, die sich dem Mindesthaltbarkeitsdatum oder dem Ende der sonderangebotsabhängigen Sortimentszugehörigkeit nähern. Mit diesem Begriff bezeichnet der Einzelhandel eine Preisreduzierung durch einen Aufkleber mit dem ermässigten Abverkaufspreis oder einen mit dem an der Kasse umgesetzten Rabatt.

Bei Kaufland ist diese letzte Stunde der Zeitraum, um besondere Schnäppchen zu machen. Brot und Obst sind prinzipiell günstiger, Schweinegeschnetzeltes habe ich gestern mit 10% Rabatt bekommen, die ich erst auf dem Kassenzettel gesehen habe.

Daraus folgert, dass im Konzept des optimierten Einkaufens diese Artikel und mariniertes Schweinefleisch gezielt zu diesen Zeiten gekauft werden sollten. Nicht-preisveränderliche Artikel sollten entweder gleichzeitig oder auf dem Arbeitsweg gekauft werden.

http://www.supermarktblog.com/2013/03/28/kaufland-verstehen-in-nur-3-minuten/