Dauerhaft Im-Meeting-sein – Modeerscheinung oder echter Lifestyle?

Der Nassauer hat uns heute morgen darüber informiert, dass er gekündigt hat. Er drückte sein tiefes Bedauern aus. Das allerdings galt nicht etwa der Trennung von seinen Mitarbeitern, die eh wussten, dass sie ihm schnurz waren. Es galt Feronia, der er so gerne noch seine Kündigung vor die Füsse geworfen hält, wäre sie ihm mit ihrer nicht zuvor gekommen.
In der e-mail des Tzaren, die des Nassauers Mitteilung folgte, flocht der ihm den gewohnten literarischen Lorbeer-Kranz. Dabei wird er nicht recht traurig darüber sein, gibt ihm das doch Gelegenheit, die Abteilung nach Geschmack und Neigung neu zu gestalten. Spräche er mit mir, so hätte ich dazu einiges zu sagen. Er wird es also wohlweislich nicht tun.
Da ist er nicht weit von Paula entfernt. Auch die hört mir nicht zu, spreche ich von den Möglichkeiten, die sich im aktuellen firmeninternen Machtkampf zu Beförderung und Einkommenszuwachs auftun. Ob das nun an einer tiefen Einsicht in die Vergeblichkeit meiner Bemühungen liegt oder einem weitgehenden Desinteresse entzieht sich noch immer meinem Begreifen?
Ich bin meiner selbst nach einem tagelangen, mühsam unterdrückten Wutanfall noch müde. Ich sollte endlich lernen, wie beschränkt meine Möglichkeiten sind, Einfluss auf unsere Situation zu nehmen. Mein Verstand und das I Ging sind sich in dieser Hinsicht einig, meine Gefühle jedoch sind noch anderer Meinung.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s