Makrorealismus in der Rue de l’Evangile

Ich bestätigte die makrorealistische Theorie, indem es mir nicht gelang, gleichzeitig mit den Kollegen der Illinois Electro Door zu soupieren und an der Arbeitsplanung in der Pizzeria teilzunehmen. Ich entschied mich für das San Grigorio, nachdem ich den Wert der zu planenden Schichten gegen die Wahrscheinlichkeit aufgerechnet hatte, beim Tzaren einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
Daraus ergab sich dann die Gelegenheit, etwas Zeit in St. Louis zu verbringen. Ich nutzte sie erst sehr verantwortungsbewusst, um 2-Takt-Öl zu kaufen und beim Optiker eine Rechnung für Paula ausdrucken zu lassen. Ich hatte gehofft, die Zeit danach auf angenehme Weise zu verbringen, doch Helm und Rucksack und der Beutel mit dem Öl waren mir dauernd im Weg, hinderliches Gewicht, sperrige Umstände, die mich von dem abhielten und bei dem behinderten.
Irgendwo an der Ecke Rue de feuilles de chêne und Rue de l’Evangile wurde mir klar, dass dies nicht die einzigen Dinge waren, die ich mit mir herumschleppte und dich mich davon abhielten, die Zeit zu geniessen. Mit festem Schritt und Grosszehenarthrose immer am Rand des Untergangs entlang zu marschieren, hat seine Spuren an mir hinterlassen. Da scheint die Fähigkeit, Zeit zu verschwenden, ebenso gelitten zu haben wie die, längere Strecken auf Asphalt zu gehen.
Also postierte ich mich vor der alten Dragoner-Kaserne auf einer Bank, hörte mir ein Podcast an und betrachtete mir die Menschen, bis ich ihrer überdrüssig und mein linkes Bein eingeschlafen war.
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