Die Liebhaberinnen der Prinzessin

Der Steuerberater schätzte unsere Aussenstände beim Finanzamt für die letzten drei Jahre auf 3.100 Ecu. Für die Finanzierung sehe ich nur eine schwache Chance auf ein Darlehen der örtlichen Volks-, Spar- und Raiffeisenkasse oder die Auflösung unserer vielfach beliehenen Kapitallebensversicherung. Paula ist grundsätzlich dagegen. Allerdings habe ich noch nicht verstanden, ob gegen eine der Finanzierungslösungen oder dagegen, dass wir dem Finanzamt diese Summe schulden.

Ich habe auf eine merkwürdige Weise, die nur für mich Sinn machte, versucht, diesen Punkt hinaus zu schieben. Über die Motive meines Handelns bin ich mir nicht sicher, bin aber bereit, sie mir selbst nachzuliefern. Der Mensch an sich liebt die nachträgliche Rationalisierung. Die Prinzessin Trachea-Aurelia Belaroth z. B. spricht in ihrem Interview mit Arnie Niekamp in „Hello from the Magic Tavern“ zwar freimütig darüber, dass sie mit Frauen „gelegen“ hat, schiebt als Quasi-Entschuldigung aber sofort nach, dass sie so Komplikationen mit der Thronfolge durch unerwünschte Fortpflanzung verhindert.

In dieser Beziehung wiederum ist der Mensch an sich und überhaupt zu den verrrücktesten Dingen bereit. Maniac z. B. versucht gerade in diesem Moment den Omni der örtlichen Pizzeria vor der Türe der Illinois Electro Door wieder in Bewegung zu setzen. Ich hatte ihn immer im Verdacht, eine Auge auf seine Fahrerin geworfen zu haben. Bei ihr bin ich nicht sicher, aber der Dodge wird ihn wohl enttäuschen. Das Ding wäre selbst dem legendären Al Bundy peinlich gewesen.

http://hellofromthemagictavern.com/

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