Wie ich will? Denkste!

Im Laufe der Zeit hatte ich drei Begegnungen mit dem Kundenservice von Congstar. Immer wieder stiessen da eine Parallel-Gesellschaft mit eigenen Gesetzen und eigenem Rotwelsch auf einen, der an Service und Kundenorientierung glaubt, einen Don Quichotte auf einem Peugeot-Roller statt einem klapprigen Gaul.

Für Paula erwarb ich im örtlichen DM eine Prepaid-Karte. Bei meinem Versuch, sie telefonisch im „Prepaid wie ich will“-Tarif zu aktivieren, stiess ich auf völliges Unverständnis. Schliesslich war ja auf die Packung der Hinweis „Smart M“ gedruckt, eine Information, die vollumfänglich definierte, dass dieser Vertrag im ersten Monat in genau diesem Tarif zu führen sei. Danach könne ich selbstverständlich wechseln.

Und selbstverständlich fiele zum Kaufpreis der Karte im Drogeriemarkt auch noch eine Aktivierungs-Gebühr an, die grosszügigerweise mit dem Start-Guthaben verrechnet würde. Beides erwies sich im folgenden als falsch. Die Karte war nach zwei Wochen im anderen Tarif, und die Gebühr wurde nicht abgebucht.

Beim Wechsel vom „Prepaid wie ich will“-Tarif in den baugleichen Postpaid-Tarif „Congstar wie ich will“ bekam Paula dann ein Paket, das ihr am Ende dann gegen Unterschrift und Vorlage des Personalausweises bei der Postagentur in Panzerbach ausgehändigt wurde. Diese so quasi zum amtlichen Dokument aufgestiegenen Sendung enthielt dann ein Bestätigungsschreiben zum Tarifwechsel, einen Werbeflyer, der dafür warb, Freunde als Congstar-Kunden zu werben, und den beliebten, jedoch aber völlig sinnfreien schwarzen Aufkleber mit dem weissen Congstar-Stern.

In Erwartung einer sms, die mir das Ende von Netzclub und damit der Karte im Vorführ-Handy für unser App-System ankündigt, legte ich mir einen dritten Congstar-Vertrag zu, grundgebührfrei und mit einer Gutschrift von 20 Ecu behaftet, von der ich mir ausrechnete, dass sie die Aktivierungsgebühr in Höhe von 10 Ecu vollumfänglich auffinge. Sie wurde wie mich eine Abbuchung auf meiner Rechnung und ein Gespräch mit der Kundenbetreuung belehrte, jedoch nur anteilig auf den Monat angerechnet und mir der Rest der Aktivierungsgebühr dann zu meinem Missfallen abgebucht.

Ich ziehe nun in Erwägung, mit meinem Vertrag Nr. 1 im Herbst zu einem Prepaid-Anbieter zu wechseln. Funktechnisch ist mein Wohnort jedoch nur über D1 zu erreichen. Damit kommen folgende Anbieter infrage: Telekom, Congstar (= Telekom), Penny-Mobil (= Congstar), Ja-Mobil (=Penny-Mobil) und EasyTel (vermutlich die gleiche Bande). Debitel Light, Klarmobil und Callmobile sind Exoten, bei denen allein die Aufladung schon Fragen aufwirft, die in dieser ländlichen Gegend nichts so einfach zu beantworten sind.

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