Die Erfindung des Smartphones durch L. Neil Smith im Jahr 1980

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Zum ersten Mal las ich von einem Smartphone im Jahr 1985. Es hatte ungefähr die Grösse eines IPhone 6, eine Aktivierungstaste, eine On-Screen-Tastatur und vorinstallierte Apps für den Einsatz als Taschenrechner, Enzyklopädie und Wecker, aber offensichtlich keine Anbindung ans Internet. Jedenfalls erwähnt der Ich-Erzähler des Romans „Der Venus-Gürtel“ von L. Neil Smith nichts davon. Es ist allerdings möglich, dass sich sein Gerät auf der Erde damit verbunden hätte, während es am aktuellen Aufenthaltsort, einem Raumschiff, dazu nicht die Möglichkeit hatte.

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Die Existenz dieses Buches stellt denn eine Reihe Patente von Apple und anderen infrage. Denn das US-Patentamt lehnte den Antrag Charles Halls auf Patentierung des Wasserbetts ja deswegen ab, weil dieses Schlafmöbel bereits von Robert Heinlein in seinem Roman „Stranger in a Strange Land“ beschrieben worden war. L. Neil Smith beschrieb 1980, was Steve Jobs & Co. erst ab 2004 entwickelten. Das gedachte Helmers Gigakom bot mit 67 GB übrigens aber immer noch mehr Speicher als ein IPhone 5 von 2012.

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Anerkennung? Schleich Di!

Ich klagte dem Herrn Ambros mein Leid per Whatsapp. Immerhin hatte Paula die Theorie aufgestellt, ich könne froh sein, überhaupt eine Stelle zu haben. Schliesslich und überhaupt und sowieso fehlte es mir an aller Kompetenz im Umgang mit Menschen. Das deckte sich nicht mit meiner eigenen Einschätzung, die mir in diesem Bereich zumindest Grundkompetenzen unterstellt.

Zart deutete ich an, im vergangenen Jahr das Angebot einer anderen Position erhalten zu haben. Die aber, so entgegnete sie mir, hätte ich ja aus genau diesem Grund schon längst wieder verloren, wäre ich denn so verwegen gewesen, sie anzunehmen.

Der Herr Ambros missverstand mich mit einer Permanenz, die an Absicht denken liess. Dafür bescheinigte er mir einerseits mangelnde Risikofreude, aber andererseits auch Fähigkeiten, die ich ebenso anderen Ortes einsetzen könnte. Das war soweit schon einmal nicht schlecht, hatte gerade er mir doch seinerzeit die erwähnte andere Position angeboten. Und mir vorhergesagt, dass ich zuhause mit keiner Anerkennung rechnen könne.

Wie recht hatte er doch! Allerdings hat er auch vorhergesagt, ich würde bei der Illinois Electro Door nicht in Rente gehen. Da aber ist noch kein Ende in Sicht, sei es, weil meine Rente noch so weit entfernt ist, sei es, weil sich noch keine Managerin ermannt hat, mich zu entlassen.

Dummheit, erhabene Göttin, unsere Patronin

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Der Arianismus, den ich mir zur Konfession erklärt habe, kommt ohne Hölle und Teufel und Heiligen Geist aus. Über die Heiligen will ich zu einem späteren Zeitpunkt noch nachdenken.

Es scheint mir jedoch einen Bedarf an einer als Gegenspieler wie Sündenbock zu denkende Verkörperung der Dummheit zu geben. Dieses Thema wird in der konventionellen Theologie bisher schmählich vernachlässigt.

Einzig die Hindus kennen mit Apasmara eine Personifizierung der geistigen Abwesenheit, des Mangels an gesundem Menschenverstand. Im Einklang sowohl mit den europäischen Gewohnheiten bei Namen, die auf a enden, als auch mit meinen Erfahrungen beantrage ich hiermit die Geschlechtsumwandlung des kurzwüchsigen Dämons.

Dass die weibliche Form so dumpf klang sprach dann vielleicht allein gegen die Übernahme von Matto, Glausers Geist des Irrsinns.

Auch ist der Irrsinn im 21sten Jahrhundert therapierbar, gibt es Pflegeheime für die an ihm erkrankten und eine reiche Auswahl an Medikamenten, um seine Symptome zu bekämpfen. Die Dummheit ist allerdings wie der Schnupfen. An beidem leidet jeder in seinem Leben etliche Male, und Aussicht auf Heilung ist für beides auch nicht in Sicht.

Der Titel dieses Posts ist ein Zitat aus dem „Hymnus an die Dummheit“ von Peter Hille (1854 – 1904)

http://gutenberg.spiegel.de/buch/peter-hille-gedichte-4311/2

Die Warmhalte-Box als Gehhilfe

Die Zustellung von Waren, in diesem Fall Lebensmitteln, wird durch Blitzeis in keiner Weise erleichtert. Ich hatte genug Zeit, darüber nachzudenken, während ich in Prümburg die Strasse überquerte. Dabei bediente ich mich meiner Warmhalte-Box als Gehhilfe für Hin- und Rückweg, um überhaupt voran zu kommen.

Zu meinen üblichen Pflichten im Rahmen des Austauschs von Geld und Ware übernahm ich noch eine Hilfestellung, als der Kunde seine Lebensabschnittsgefährtin aus ihrem Fahrzeug der unteren Mittelklasse befreite. Mit dem hatte sie zwar erfolgreich, wenn auch nicht beschädigungsfrei die Einfahrt erreicht, konnte es nun jedoch nicht aus eigener Kraft verlassen.

Im Rahmen der Priorisierung durch die Strassenmeisterei werden zwangsläufig Areale nicht mit Salz gestreut, deren Bewohner traditionell keine Kraftfahrzeuge haben und/oder die nur für die Benutzung durch spezielle Einsatzfahrzeuge vorgesehen sind. Ich schlich mit meinem kinderkotzegrünen Toyota Starlet dann im Schritttempo durch das Flüchtlingslager auf der Suche nach dem Wahnsinnigen, der nun noch eine Pizza dahin bestellt hatte.

Noch glatter als die Strassen waren nur die Bürgersteige, über die ich dann versuchte, den mir angegebenen Wohnbereich zu erreichen. Es gelang mir, dem Vielbegabten und Vielscheiternden, eine Anlieferung war aber nicht möglich, weil mir die Nummer seines Wohnraumes im Gebäudekomplex fehlte und er nicht an sein Mobiltelefon ging.

Mein Auftreten mit einer Pizza-Box in der Hand war dort und unter diesen Umständen so ungewöhnlich, dass ich auf der kurzen Strecke vom Auto zum Wohnbereich dreimal von Wachleuten angerufen wurde. Einer legte mir auch gleich dar, dass er mir im Kroatischen überlegen war. Ich punktete dafür im Italienischen und war ihm im Deutschen natürlich über.

Wie ich lernte, die Menschheit zu hassen

Verbringe ich Zeit mit Paula und ihrer neuen Busenfreundin, beschränke ich mich auf sachliche Themen, bevorzugt auf jene, bei denen ich mich leidlich auskenne und sicher bin, Paula nicht direkt widersprechen zu müssen. Ich lege mit zunehmendem Alter immer weniger Wert darauf, anderen meine Gefühle darzustellen oder ihnen über dieses Blog hinaus Einblick in meine eigene Welt zu geben.

Denn ich habe gelernt, dass die meisten Menschen an der Verwendung von Halb-und Nebensätzen, literarischen und popkulturellen Anspielungen und den mir so eigenen Gedankensprüngen scheitern und sie letzten Endes auch nicht daran interessiert sind. Mich ihnen zu öffnen, wäre ihnen nur unangenehm. Gleichzeitig habe ich aus langer Erfahrung gelernt, dass jede Information in dieser Richtung von Paula gegen mich vewendet werden wird.

So erlerne ich denn das Schweigen, das mir lebenslang so schwer gefallen ist. Ich verweigere mich nun also denen, die mich zu kompliziert fanden, denen, die mich verletzten, weil ich unvermeidlicherweise ich selbst bin. Dabei gebe ich noch zu, dass meine Welt ihnen merkwürdig sein muss. Immerhin besteht sie im gleichen Mass aus Büchern, Filmen, obskuren, meist amerikanischen Serien und einem vom Hang zum Abstrusen geprägten Humor.

Ich hasse mich, weil ich nicht anders sein kann, und Euch, weil Ihr mich nicht trotzdem lieben könnt.