Mächtige Berge, schmaler Pfad

Begegnete mir dieses Jahr bereits die „Hand Gottes“, so war es am Samstag einer jener mythischen Hybriden. Es war aber nicht die übliche Mischung aus Mensch und Löwe oder Mensch und Pferd. Sphinxe und Zentauren kennt heute ja jeder, viele haben auch einen Onkel oder eine Tante, die zu einer dieser Gruppen gehört, oder sind mit einem Satyr liiert.

Die junge Dame war aber ein Misch-Typ aus Mensch und Kamel, jedenfalls hatte sie gewaltige Höcker, die es ihr leicht gemacht hätten, eine Wüste gängiger Grösse zu durchqueren, ohne Durst leiden zu müssen. Da ihr Freund, den ich im Hintergrund sah, als ich das Ritual von Geld gegen Pizza an ihrer Haustür spielte, nur karierte Shorts trug, ging ich von einer Zwischenmahlzeit zwischen zwei Partien in einem Spiel aus, das noch älter ist als das, das mir des Abends Beruf ist.

Überhaupt begegnete ich allenthalben an Haustüren verliebten Pärchen im Taumel der Hormone. Wie einfach ist doch ihr Leben – ich gehe einen schmalen Pfad zwischen dem Reiz, den das alles auf mich ausübt, und dem Widerwillen, den ich zugleich spüre.

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