Die Flut kommt

Experten gehen davon aus, dass bald die nächste Flüchtlingswelle aus der Ukraine einsetzt.

Damit rechne ich. Aber zuvor werden wir mit weiteren Flüchtlingsströmen aus dem Sudan und aus dem Jemen konfrontiert werden. Die Situationen in diesen Ländern sind am Kippen. Europa muss sich auf enorme Flüchtlingsströme vorbereiten. Niemand will es aussprechen. Es ist aber so, dass diese Flüchtlingsströme kommen werden. Wir können sie nicht aufhalten.

US-Präsident Barack Obama hat gesagt, die Flüchtlingsströme führen zu einer Destabilisierung Europas. 

Die Flüchtlingsströme sind eine grosse Herausforderung. Oberstes Ziel muss sein, die europäischen Demokratien zu schützen. Es soll rasch entschieden werden, wer bleiben darf und wer nicht. Wer kein Bleiberecht bekommt, der muss rasch zurückgebracht werden können.“

http://www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/Wer-aufmuckt-wird-im-schlimmsten-Fall-erschossen-/story/10312033?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%253A%2520EspacechFussballrss%2520%2528bernerzeitung.ch%253A%2520Fussball%2520%2528RSS%2529%2529&ref=yfp

Hingebungsvoll lobt die Presse die Menschlichkeit, mit der eine Mehrheit der Bevölkerung den Flüchtlingen begegnet, hingebungsvoll grölt eine Minderheit andere Meinungen über sie. Nichts davon hat Einfluss auf das, was geschieht.

Die Daesh, die Taliban, die Al-Kaeda treiben Syrer, Kurden, Libyer, Libanesen, Palästinenser, Yeziden, Assyrer, Chaldäer, Paschtunen und arabische Christen vor sich her, eine Flut, in der zwar nicht gerade das Abendland untergeht, die aber Europa, Deutschland, Österreich, Frankreich verändern wird.

Manchmal werden das kleine Veränderungen sein. Frauen mit dem Hijab in der Innenstadt, eine Kinderstation im Krankenhaus, die plötzlich stärker ausgelastet ist, Schulen, die mit einem unerwarteten Anstieg an Schülern kämpfen müssen, die Sprachkurse anbieten müssen, Schlägereien zwischen Schülern entlang der türkisch-arabischen Sprachgrenze, in Frankreich entlang der Dialekt-Grenze zwischen Syrien und Maghreb, entlang der religiösen Verwerfungslinien zwischen Yeziden und Muslimen, Juden und Muslimen, europäischen Christen und Chaldäern.

Einige Veränderungen werden gravierender sein. Oder wir werden sie so empfinden, weil sie nicht in das Bild passen, dass unsere Euphorie gerade von der Zukunft zeichnet.

Wir werden wohl konservativer werden, einfach weil mehr Menschen mit traditionellen Werten unter uns leben werden. Wir werden viel, viel Geld brauchen, um diese Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren, sie, die, die nach ihnen kommen, und schliesslich ihre Angehörigen, die ihnen eines Tages folgen werden.

Dieses Geld wird uns wahrscheinlich an anderer Stelle fehlen. Und es wird nicht in allen Fällen gelingen, sie in die Gesellschaft zu integrieren, die Deutsche und Flüchtlinge zusammen weiterbauen werden. Diese Menschen werden ihr Leben lang von staatlicher Hilfe und der ihrer Familien abhängig sein. Einige von ihnen werden Verbrechen begehen.

http://www.focus.de/finanzen/news/willkommenskultur-und-integration-deutsche-bahn-will-gezielt-fluechtlinge-ausbilden_id_4894267.html

Die aber, die sich erfolgreich einbringen, werden uns vor andere Fragen und Probleme stellen. Immerhin werden sie in einigen Bereichen mit den einheimischen Arbeitskräften konkurrieren. Pflegenotstand? Gibts demnächst wahrscheinlich nicht mehr. Wer in der Gesundheitsbranche mit knapper Belegschaft Kosten sparen will, muss sich eine andere Erklärung als den Mangel an Arbeitskräften einfallen lassen.

Mindestlohn? Reicht schon mal für den Einstieg. Wer in Syrien Anwalt war, ist wahrscheinlich froh, wenn er hier überhaupt Arbeit findet. Gewerkschaften? Die tun gut daran sich jetzt schon für die neuen Mitarbeiter zu interesieren. Sie existieren in vielen Betrieben eh nicht mehr, und Migranten mit einem Hintergrund aus Flucht und Vertreibung, Armut und Verfolgung sind erfahrungsgemäss nicht unbedingt gewerkschaftsaffin.

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