Griechenland als eine britische Kolonie auf Zeit? Wie wär’s damit?

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Den vernünftigsten Vorschlag zur nachhaltigen Sanierung Griechenlands hat jüngst der an der Universität Bern lehrende Ökonom Professor Harris Dellas gemacht, der als gebürtiger Grieche bestens mit der Malaise seiner unseligen Heimat vertraut ist. Das Land, so meint er, solle „für zehn Jahre eine britische Kolonie werden“.

Das klingt ein wenig schräg, würde aber durchaus Sinn haben. Denn selbst wenn die Griechen früher oder später das Murxisten-Regime des Hütchenspielers Alexis Tsipras zum Teufel jagen sollten, ist ja nicht damit zu rechnen, dass eine der anderen politischen Parteien willens und fähig ist, den Staat völlig neu aufzusetzen, funktionierende Institutionen und damit die wichtigste Voraussetzung für eine Genesung der Wirtschaft zu schaffen.

Denn dazu sind alle bestehenden Parteien viel zu sehr Teil jenes Klientelismus, der das Land wie ein Karzinom umgebracht hat. Dieses Problem mit herkömmlichen demokratischen Mitteln zu lösen wird länger dauern, als selbst die eh nahezu unbegrenzte Geduld der Gläubiger des Landes reicht.

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