Die Geheime Religion des Thomas Mann

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article111665530/Die-geheime-Religion-des-Thomas-Mann.html

“Auf diesen Überzeugungen gründe sich sein Glaube an ein liberales und kosmopolitisches Amerika, das man, wie es schon die Puritaner gesehen hätten, als eine Art von “Gelobtem Land” betrachten könne. Daher seien die USA nicht irgendeine Nation, sondern stünden für einen postnationalen Kosmopolitismus mit einer weltpolitischen Aufgabe. Dieser Optimismus lag schon 1940 seiner Arbeit als spiritus rector an dem Projekt “The City of Man” zugrunde, als er gemeinsam mit einer Reihe prominenter amerikanischer Intellektueller und europäischer Exilanten Pläne für eine Weltdemokratie nach dem Krieg schmiedete. Einer seiner Mitarbeiter dabei war übrigens der Unitarier Louis Mumford.

Detering bestimmt die Stellung Thomas Manns im Spektrum des unitarischen Denkens in den USA und kommt zu dem Schluss, dass die First Unitarian Church of Los Angeles eine neue “humanistische Religiosität” anstrebte, während Mann einen neuen “christlichen Humanismus” vertrat. Der Autor betonte die Christlichkeit seines Humanismus und stand damit der älteren Richtung des Unitarismus näher als der neueren.”

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