Milchshake mit Wut

Paula ist wütend.

Offensichtlich hat sie sich bei mir mit einer Grippe angesteckt, als wir letzte Woche ins Krankenhaus zur Untersuchung gefahren sind. Unzweifelhaft ist das auf eine mir nicht nachvollziehbare Weise meine Schuld. Aber das gilt wahrscheinlich auch für das Sturmtief, das mich vorgestern nötigte, statt mit dem Roller mit ihrem Auto zur Arbeit zu fahren. Und vermutlich sogar dafür, dass eine Kollegin ausgerechnet an diesem Tag ihren Abschied nach Arbeitsschluss feiern wollte. Und… hab ich vergessen und hat mich nie interessiert. Darüber ist sie natürlich auch wütend.

Ich hatte leichte Anfälle von schlechtem Gewissen mit Hinweisen auf all ihre Beleidigungen und Kränkungen beruhigt und mit einem Milchshake von BurgerKing, den ich ihr am Ende des Abends mitbrachte. Immerhin ist dieses Getränk wie jeder weiss ein zeitgenössisches Äquivalent der klassischen Hühnersuppe, die früher bei Grippe und Erkältung gereicht wurde, und ihr vorzuziehen, da kalt und mit hinlänglich Konservierungsmitteln versetzt. Paula akzeptierte das natürlich nicht. Meine Überraschung hielt sich in Grenzen. Also trank ich den Milchshake selbst; ich bin da flexibel.

Mich irritiert nur, dass sie fast glücklich zu sein scheint.

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