Frashokereti

Die Roxy-Geschichten sind Entwürfe für Graphic Novels. Der Hexenkreis am Strand von Long Island, die Flugzeuge, die ins World Trade Center und ins Pentagon gestürzt werden, die Zombies in Wehrmachts-Uniformen, die durch die Antarktis wanken, das alles macht schwarz-weiss gezeichnet am meisten Sinn.

Und natürlich sind es auch Hommagen an Buffy The Vampire Slayer. Was den Machern von „Lost Girl“ und „Grimm“ Recht ist, kann mir nur billig sein, wenn es doch umsonst ist:

Ein Flugzeug verschwindet über dem Ostchinesischen Meer. Der Funk-Kontakt bricht ab, es gibt keinen Hinweis auf einen möglichen Grund, keine Spuren. Die Maschine verschwindet einfach mit all ihren Insassen. In seltener Eintracht beginnen die Chinesen, Koreaner und Japaner mit der Suche nach Wrackteilen oder mit viel Glück sogar Überlebenden.

Die Suche bleibt einige Zeit lang ergebnislos, bis sie auf treibende Trümmer eines Flugzeuges stossen. Diese Teile allerdings gehören zu einer anderen Maschine, die auf den Tag genau ein Jahr vorher über dem gleichen Seegebiet verschollen ist.

Während die Spezialisten noch diskutieren, wie lange ein Stück Tragfläche, ein Fetzen Rumpfverkleidung, ein Sitz auf dem offenen Meer treiben können, wendet sich einer der Manager der Fluggesellschaft an die Check-Your-Luck-Agency in Singapur, um prüfen zu lassen, ob sein Unternehmen möglicherweise verflucht sein könnte. Die knallharte Chefin dieses Diensterleisters heuert für diesen Auftrag Roxy an, die als Referenz für diese Tätigkeit anführen kann, dass sie in der Vergangenheit bereits Aufträge des Grossen Kaninchens erledigt, Michabous, des indianischen Gottes, der im ewigen Kampf zwischen Ahura-Mazda und Ahriman des öfteren die Partei der Menschen ergriffen hat.

Etwa zur gleichen Zeit erlebt Takashi Masato, etwas, das selbst ihn, den notorischen Otaku aus seiner mit Pizza-Schachteln vollgemüllten Wohnung treibt. Er schaut sich nämlich zum wiederholten Mal „Ghost in the Shell“ an, als ihn in einer verstörenden Abweichung vom Gewohnten Moto Kusanagi direkt anspricht und ihn mit der Suche nach Aiko Yumura beauftragt. Nach einigen Irrfahrten in der ihm ungewohnten realen Welt landet er in einem Viertel voller Einwanderer, meist Koreanern, gescheiterten Existenzen und Prostituierten.

Eine von ihnen ist Aiko Yumura, schwanger und minderjährig und so im doppelten Sinne eine Babynutte. Sie benutzt als mp3-player ein sonst in Japan nutzloses Nokia-Handy, das einzige, was ihr jemals jemand geschenkt hat, in diesem Fall ein Gaijin-Priester der Christen.

Als sie Takashi trifft, geht auf diesem Telefon eine Video-Botschaft ein, in der sie Kannon, die buddhistische Göttin der Barmherzigkeit, auffordert, ihn zu begleiten. Nach einigen gemeinsamen Abenteuern gelangen sie nach Singapur, wo sie Roxy treffen.

Sie ist inzwischen in den engen Gassen eines Marktes einer junge Frau begegnet, ein Blick, der den ihren gefangennahm. Sie ähnelte auffällig der amerikanischen Schauspielerin Alyson Hannigan. Doch bevor sie sie im Gewühl der Menschen und Waren erreichen konnte, war sie verschwunden.

Zurück blieb nur ein Amulett, das an einem Pfahl hing. Damit und mit dem Nokia-Handy machen sich die Drei nun auf, um das Rätsel der abgestürzten Flugzeuge zu lösen.

Das wird durch die Vertreter diverser Geheimdienste kompliziert, die versuchen sie zu stoppen. Allerdings behindern sie sich dabei gegenseitig, weil sie sich aus schöner Gewohnheit und guter Überzeugung gegenseitig umlegen. Diese Szenen stelle ich mit leicht makabrer Komik gezeichnet vor, die mit dem Auftreten des Schwarzen Mannes dann aber wieder kippt.

Schwarz ist seine Kleidung, seine Haut, sein Haar, seine Fingernägel und seine Augen, eine Abwesenheit von Kontrast, die es schwierig macht, ihn graphisch darzustellen. Roxy hört, flach an ein Wellblechdach gedrückt, wie er einigen nordkoreanischen Agenten Anweisungen gibt. Das Amulett, das sie in ihrer Tasche trägt, lässt ihn sie nicht wahrnehmen.

Gemeinsam verstecken sie sich im Laderaum eines klapprigen Frachters unter Hunderten von Flüchtlingen, Boat People, die das Schiff bis zur Grenze des Möglichen füllen, verschieden in ihren Hautfarben und ihrer Kleidung, seltsam ähnlich im Ausdruck von Verzweiflung in ihren Gesichtern. Irgendwann kommt einer von ihnen schreiend herunter.

Die Mannschaft hat das Schiff verlassen und den Autopiloten aktiviert. Takashi versucht, nur mit seinem Smartphone bewaffnet, diese Steuerung zu umgehen, um den Kurs des Seelenverkäufers zu ändern, der sonst ungebremst auf einen Felsen laufen wird. Menschen rennen panisch auf den Decks herum, einige springen ins Meer, bevor es dem Otaku gelingt, die Steuerung zu übernehmen und das Schiff an der Klippe vorbei zu lenken.

Eine Video-Meldung auf dem Nokia-Handy informiert die Helden darüber, dass diese Menschen wie die Insassen der beiden Flugzeuge geopfert werden sollten, ein Menschenopfer, um einen Krieg zu entfachen, der sich auf die Welt ausbreiten soll, Seelen für Ahriman, den Gott der Finsternis, Dämonenkrieger für Frashokereti, die letzte Schlacht mit Ahura-Mazda, die er genau in diesem Gebiet beginnen will.
In einer wilden Schlacht bekämpft Roxy mit dem Amulett die Dämonenkrieger und mit einem Armscor M200 in der einen und einer nordkoreanischen Walther P38 in der anderen Hand die menschlichen Diener Ahrimans.

Ihr Endgegner ist der Schwarze Mann, den sie mit ihren Waffen töten kann, der aber dann als Dämonenkrieger aufersteht, dessen Kraft sie mit dem Amulett gegen ihn lenkt, um ihn wieder zu töten, bevor Aeshma, der Dämonenfürst der Wut und Feind der Zivilisation, ihn übernimmt. In diesem Moment beschwört Roxy mit dem Amulett seinen Feind Asha, den Geist der Wahrheit und des Feuers in sie zu fahren.

Takashi hat inzwischen die höchst-real-lifige Aufgabe übernommen, Aiko bei der Geburt ihres Kindes beizustehen. Der kleine Junge ist die jüngste Avatar Kannons. Mit seiner Präsenz ändert sich das Gleichgewicht der Welt, und Asha/Roxy können gemeinsam Aeshma in die Flucht schlagen.

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