Von allen Dingen, die ich auf meinen Reisen erlebe, endlosen Fahrten mit Staus und Starkregen, schlaflosen Nächsten auf ungewohnten Betten, Vorträgen vor Wildfremden, schätze ich nichts mehr als die einsamen Abende in Hotels.

Immer schwerer wird es, mich davon zu überzeugen, das Zimmer zu verlassen und auf Abenteuer in die Nacht hinaus zu ziehen. Schliesslich gerät man da ja leicht in die Gesellschaft von Menschen, sie ist quasi Zweck der Unternehmung und wird mir gerade deshalb immer suspekter. Denn Menschen, die sind mir zuwider, die mag ich nicht, die geben mir alle das Gefühl, das sie von mir nicht viel halten.

Dann lieber das französische Bett, das eigene Bad, das kostenlose Wlan, Kabelfernsehen, das Buch von Van Vogt auf meinem Handy und am Morgen das leere Brötchen und das Milchmisch-Getränk Cappucchino-Art vom Discounter, das ich am Busbahnhof am Ende der Strasse oder im Auto einnehme. Ich habe schon ein-, zweimal im Hotel gegessen, bis ich festgestellt habe, dass mir die Illinois Electro Door dann an der Tagespauschale 4,80 Ecu abzieht.

Das kann ich billiger, das muss ich billiger lösen. Sonst bleibt nicht genug von der Pauschale bei mir hängen.

Kein Geld zu haben, macht auch keinen Spass, keine Menschen um mich zu haben schon eher.

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