Folter, Zombies, Hexen, Vampire – Archäologie macht Spass

bonesdontlie.wordpress.com/2014/10/29/halloween-horrors-evidence-of-torture-in-the-prehistoric-southwest-us/

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Mann, Frau, Mord

Unterscheidet sich der Amoklauf eines frustrierten Mitarbeiters wirklich in irgendeiner Weise vom Ein-Mann-Terrorismus eines Anders Breivik, eines Zehaf-Bibeau, eines Merah? Und was unterscheidet beide vom „Ehrenmörder?“  Ist es vielleicht allein ihre Opfer-Wahl, die sie unterscheidet? Der „Ehrenmörder“ legt seiner Tat ein bestimmtes, definiertes Vergehen einer ebenso klar definierten Person gegen einen Kanon zu Grunde, der für ihn oder einer Gruppe, der er angehört, relevant ist. Der Amokläufer vom Columbine-Typ, der Amerikaner benutzt hier gerne den Euphemismus „Going Postal“,  richtet seine Wut und seine Waffe gegen eine diffusere Gruppe von Kollegen und Vorgesetzten bzw. Mitschülern und Lehrern. Der Standalone-Terrorist greift Personen, Soldaten, Polizisten, Politiker an, die er als Symbole eines Staates oder einer Gesellschaft sieht, der er den Krieg erklärt hat… oder die sich zufällig in seiner Nähe befinden. Das können dann auch einmal Angehörige einer Kultur sein, mit der er sich auf eine mehr oder weniger abstrakte Weise identifiziert, dem Islam etwa.

Gemeinsam scheint ihnen aber allen zu sein, dass sie fast alle Männer sind und sich hermetische, kleine Geistes-Welten schaffen, in denen sie allein oder mit wenigen Gleichgesinnten existieren. Gemeinsam scheint ihnen auch die Fähigkeit zu sein, positive Erfahrungen zu verdrängen, während sie sich auf ein echtes oder angenommenes Unrecht konzentrieren und ihr Leben, ihre Gedanken, ihre Gefühle diesem Unrecht unterordnen. Das kann eine Entlassung aus einem Arbeitsverhältnis sein, eine Beförderung, bei der sie übergangen wurden, die omnipräsente Zurücksetzung, die uns die Pubertät beschert, während wir uns durch die Oberschule arbeiten, kämpfen, eine ganz spezifische Zurücksetzung, die uns während der Pubertät die Ablehnung durch eine junge Dame beschert, die Tochter, die kein Kopftuch trägt, die den falschen küsst, die falsche küsst, die Angriffe der westlichen Streitkräfte auf Partisanengruppen im Mittleren Osten, die Unterdrückung der Palästinenser durch den Staat Israel. Einige dieser Erfahrungen sind von jener sehr persönlichen Art, die man im Deutschen „Schmach“ nennt, andere sind eigentlich abstrakt und werden verinnerlicht, um offensichtlich ein bestehendes Bedürfnis zu befriedigen. In diesem Fall steht das Leid anderer Menschen dann für das eigene Leid, das nun einfacher zu rächen ist, weil man im Staat als Abstraktion nicht das Positive sehen kann/muss, das man zum Negativen etwa von der eigenen Mutter erfahren hat.

Es gibt wenig künstlerische Verarbeitung solcher Amokläufe. Eine der bekanntesten Darstellungen stammt überrraschenderweise von Joss Whedon, der uns zwei solche ineinander übergehende Vorgänge beschreibt. Beim ersten unternimmt eine Gruppe von drei recht typischen jungen Männern, die eine Reihe terroristischer Akte unternehmen,  die in einem Mordversuch und einem Totschlag gipfeln. Versäumt es Whedon für die Handlungen des „Trios“, wie sie sich selbst nennen, „überzeugende“ Gründe anzuführen, sind die für den zweiten Amoklauf klar. Hier will eine Frau den Tod ihrer Partnerin rächen, die der Anführer dieser Möchtegern-Terror-Gruppe getötet hat, und zwar erst an ihm selbst und dann an seinen Mitverschwörern, bevor sie schliesslich den Versuch unternimmt, die ganze Welt zu zerstören. Die mächtigste Hexe der westlichen Welt zu sein, entspricht in ein Bezugssystem ausserhalb des Buffyverse übertragen, etwa soviel wie der Besitz einer thermonuklearen Waffe. Am Ende kann sie nur ein Freund aufhalten, der ihr reinen Herzens begegnet und sie daran erinnert, dass er sie lieben wird, bis sie beide sterben. In der Realität muss jemand manchmal zu einer Sig.sauer greifen.

Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof

http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gro%C3%9Fmann

Das Buch steht schon seit Jahren auf der Liste der Bücher, die ich mir kaufen würde, hätte ich denn Geld.

http://www.amazon.de/Die-Bestie-vom-Schlesischen-Bahnhof-ebook/dp/B00FH45KG8/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1414157061&sr=8-1&keywords=die+bestie+vom+schlesischen+bahnhof

Braucht jemand einen Radio-Wecker?

Demenz umwoelkt meine Erinnerungen an frühere Desaster. Wie sonst wäre der abseitige Gedanke zu erklären, bei dem ich mich gerade erwische, die verschrobene Idee, Paula von meinem Amazon-Gutschein eine neue Handytasche zu schenken und das nur, weil sich ihre auflöst. Meine letzten Geschenke hat sie regelmäßig abgelehnt, immer wieder ein herber Verlust, da es sich bei den Summen, die ich investiert habe, nie lohnt, die Geschenke zurück zu schicken. Braucht jemand einen chinesischen Radio-Wecker?

Bild 37 – Gia San des I Ging deutet klar an, dass die Autoren dieses Buches auch so ihre Schwierigkeiten mit Frauen hatten. Dafür hatten die alten Konfuzianer aber schaetzenswerte Vorstellungen, wie Frauen sein sollten. Die diskutierten sie dann wahrscheinlich in einem Teehaus wie aus einem Roman von Barry Hughart mit ihren Freunden und jungen Männern mit straffen Gesaessbacken. In Aleister Crowleys Worten lautet der Text so:

The household: This right rule’s its base!
The wife be firm, correct, in her own place.
First, proper law’s the necessary thing.
House keeper, keep the house with modesty!
Be stern for idleness and chattering.
Thus fortune helps enrich the family.
All share the luck of the high handed king.
Sincere, majestic, the end’s glittering.

Ein Problem mit Idealbildern von Frauen, seien es die es I Ging oder die der Porno-Industrie, ist stets, dass es sich um Idealbilder handelt und nicht um die Realität. Ein anderes Problem sind die Anforderungen, die sich aus ihnen umgekehrt an Männer ergeben. Der einen oder anderen könnte vielleicht Rocco Siffredi entsprechen, der Li T’ieh-Kuai des 20. Jahrhunderts. Uns anderen geht aber die eiserne Krücke dieses taoistischen Unsterblichen ab und mir auch der Wunsch, der perfekte Ehemann zu sein.