Tung-Yen (2)

Bügelnderweise und mit einem Auge auf das Formel 1-Rennen in Spa bedachte ich die Weisheit des I Ging noch einmal. Bedeutet es nicht eher, dass ich los ziehen sollte, um mit jedem zu sprechen, der nicht sehr, sehr schnell flüchtet? Es bedürfen meine nicht vorhandenen Fähigkeiten zur sozialen Interaktion doch einiger Übung, die sie aber eigentlich nie hatten.

Doch wie gehe ich dabei ganz praktisch vor, da ich ja verschroben, narzisstisch und in einem gewissen Umfang von meiner allgemeinen Unterlegenheit allen anderen Menschen gegenüber überzeugt bin und Schänken, Bars und Tavernen in aller Regel nicht aufsuche? Ich werde umgehend auf der Website von Dr. Dr. Sheldon Cooper nach einem seiner bekannten Fernkurse für die sozial Ungeübten suchen.

Amy: I understand that some people find mates in social gathering places such as bars or taverns. Have you tried a bar or tavern?

Leonard: No, I’m not gonna try to pick up a woman in a bar.

Sheldon: Wise decision. You see, Amy, success at a bar is based on classic male attributes such as height, strength, attractiveness, the ability to hold one’s liquor and throw darts, separately or together. Leonard has none of these attributes, right, Leonard?

Tung-Yen

Das Bild 13 des I Ging ermutigt dazu, Kontakte zu anderen Menschen aufzunehmen, sich von Denkgewohnheiten zu lösen und das als Basis für neue Allianzen zu nehmen. Sollte das die Aufforderung sein, mit der Bank meines Vertrauens zu sprechen? Nach meiner Erfahrung ist es mit dem gegenseitigen Vertrauen augenblicklich vorüber, wenn man als Kunde die Worte “Probleme” und “Zahlung” in einen Satz packt.

„Be ready to attack, but tempt not fate“ sagt dazu Crowley: „Through tears to laughter, victory crowns thy state. Even in the suburbs men proclaims thee great.“ Aber niemand in Suburbia pries mich als gross, als ich auf Paulas Schnippigkeit schnippisch antwortete. Die Adjektive, die ich da hörte, waren so ganz anders. Paula erwähnte da eine ganze Fülle von Eigenschaften, die sie bei mir sah und die nach ihrer Einschätzung negativ waren. Aber vielleicht bezog sich ja der Hinweis, das Schicksal nicht heraus zu fordern, auf diese Art Situation.

War es dort an der Kasse im Lidl, als mir klar wurde, dass mir das Schlimmste noch bevor steht? Vom Lachen bin ich noch weit entfernt, von den Tränen nicht. Während ich den neuen Katzenbaum baute, dachte ich über den grundsätzlichen Konflikt zwischen Hegels Positivismus und Schopenhauers Philosophie nach, in meinem Leben, in “2 Broke Girls.” Nicht nur in der Serie gewinnt Schwarz um eine Brustlaenge. “Life get’s worse,that’s what it does.”