http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_von_Schmoller_(%C3%96konom)

 

„In den methodischen Ausführungen seines Grundrisses lässt er abstrakt-deduktive Theorie gewiss neben der induktiv-beschreibenden Methode gelten, doch macht er deutlich, dass seine Sympathie, seine Überzeugung von der besseren Leistungsfähigkeit bei Letzterer liegt.

Schmoller: „Wer auf dem Boden der Erfahrung steht, der traut deduktiven Schlüssen nie ohne weiteres.“

Schmoller ließ sich von dem Gedanken leiten, die einzelnen wichtigen Entwicklungsreihen des volkswirtschaftlichen Lebens psychologisch, rechts- und wirtschaftsgeschichtlich zu erklären, sie sozialpolitisch zu würdigen, ihre zukünftige Entwicklungstendenzen nachzuweisen. Einen besonderen Stellenwert erhielt bei ihm der Zusammenhang zwischen Moral, Sitte und Recht als Faktoren der wirtschaftlichen Entwicklung in der Vergangenheit wie auch für die Zukunft, also gerade jenen Einflussfaktoren, die durch die exakte nationalökonomische Theorie nicht oder nur unzulänglich erfasst werden.

Er bestritt energisch, dass die im isolierend-abstrakten Experiment gefundene Wahrheit als Erkenntnisgrundlage dienen kann. Der Mensch verhalte sich eben nicht theoriegerecht, sondern unterliege in seinem Handeln den mannigfachsten Motiven.“

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