Ich empfehl mal Planmaker

Paula widmet sich hingebungsvoll einer Übersicht, was wir wann und wem zu bezahlen haben. Natürlich wäre sie schon längst fertig, hätte sie meine Planmaker-Vorlage für eine solche Tabelle benutzt. Höfliche Zurückhaltung und gute Erziehung haben mich bisher davon abgehalten, sie auf ihre Existenz hinzuweisen. Schliesslich lehnt sie schon die Doppelte Buchführung als modernistischen Unsinn ab.


Ich selbst suche mich diesem Thema zu entziehen. Viel interessanter als meine Zahlungsversäumnisse und Nachlässigkeiten, unter die sie gerne mischt, dass ich ihr zum Geburtstag nichts geschenkt habe, ist mir die Frage, wie ich aus dieser Situation welchen Vorteil ziehen kann. Wie kann ich einen Ausflug nach Trier organisieren, wohin sonst fahren, um meinem Drang nach Freiheit und Entfernung von ihr nachzugeben?

Die Idee, dass es hier eine Beziehung zu dem Geschenk gibt, das ich nicht besorgt habe, ist nicht ganz abwegig. Das kann aber auch an einer gewissen Abwesenheit von Geld gelegen haben, vielleicht auch an ihrer Reaktion auf meine Weihnachtsgeschenke, neben der ein Katatoniker hektisch gewirkt hätte.

Robert Silverberg formuliert in “A Time of Changes” eine Beschreibung einer ähnlichen Beziehung ungefähr so: “Wir heirateten als Fremde und lebten uns dann auseinander.” Ich bewundere seine zutiefst negative Einstellung.

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